| . | Zurück | C E N A P | |
31.10.2007 |
|||
Horror-Halloween für MUFON-CES wegen Image-VerlustDer Pleite-Fall "UFO an der Angelleine" aus Weinsberg erreicht die Presse und macht die Angelegenheit erstmals wirklich öffentlich!
>"Experten" sind sicher: Ufos über dem Weinsberger Tal Von Joachim Kinzinger
Weinsberg - Wie alt ist Udo Lindenberg? Norbert Richter vertippt sich bei der Eingabe in die Internet-Suchmaschine: Ufo statt Udo. Schon eröffnet sich dem gelernten Berufsfotografen eine andere Welt der Ufologen und der unidentifizierten fliegenden Flugobjekte. Der heute 47-jährige Weinsberger erinnert sich an seine Jugendzeit vor über 30 Jahren. Damals flogen Untertassen über das Weinsberger Tal: an Angelleinen aufgehängt, geworfen von Kumpels, apportiert vom Hund. Teenager Norbert drückte auf den Auslöser der Kamera, experimentierte mit Modellen, entwickelte die Filme im Heimlabor. Nach zwei Wochen war der Ufo-Spuk aus Jux und Tollerei für Richter vorbei. Denkste! "Wenn ich mich nicht vertippt hätte, hätte ich den Blödsinn nicht veranstaltet", erzählt der Weinsberger schmunzelnd. Er will austesten, wie gut oder schlecht die Ufo-Forscher sind und schickt Fotos an verschiedene Organisationen. Zwei melden sich. "Eine schöne Trickaufnahme, eine Radkappe ist es nicht", lässt sich Amateur-Astronom Werner Walter von CENAP (Centrales Erforschungsnetz außergewöhnlicher Himmelsphänomene) in Mannheim nicht in die Irre führen. Richter: "CENAP hat es gleich geschnallt."
Doch eine andere Ufo-Vereinigung wird hellhörig: MUFON-CES in München. Auf ihrer Internetseite schreiben die Ufologen, "dass nach wie vor unidentifizierte Objekte registriert werden, aber aus Angst vor Lächerlichkeit weniger häufig gemeldet werden". Das Ermittlungsteam fordert von Richter die Negative an. Über ein Jahr zieht sich die "wissenschaftliche Untersuchung" hin. Dann erhält der Weinsberger die Nachricht: "Herr Richter, ihre Ufo-Bilder zählen zweifellos zu den besten, die jemals in Deutschland aufgenommen wurden." Leider sei das Foto von der Untertasse nicht ausreichend, um den "außerirdischen Antrieb näher unter die Lupe zu nehmen". Von wegen Antrieb. Der im Lebensmittelgroßhandel arbeitende Richter wühlt in einer Plastiktüte mit "altem Krempel". Das vermeintliche Raumschiff entpuppt sich als Gießharzfigur, neun Zentimeter Durchmesser, beklebt mit silbernem Kreppband. Auch andere Ufo-Modelle kommen zum Vorschein: ein alter Schmuckstein, die Fassung einer Glühbirne, ein kleiner Gasherd-Schalter. "Ich hätte nicht gedacht, dass erwachsene Leute darauf hereinfallen."
Geleimte Ufologen verstehen keinen Spaß, nachdem CENAP den Mega-Flop der "Elite der deutschen Ufo-Forschung" enttarnt. Bitterböse E-Mails erhält Richter: "Die sind sauer." Der Weinsberger hält überhaupt nichts von fliegenden Untertassen: "Alles dummes Zeug." Der Freundeskreis hat sich über die Geschichte köstlich amüsiert. Wie alt ist nun Udo Lindenberg? Richter überlegt: "Habe ich wieder vergessen." Udo statt Ufo eintippen: Der Altrocker ist 61 Jahre.<
In der österr. Presse gab es auch was zu vermelden, was mit UFOs aus unserer UFO-Welle zu tun hat:
>Phänomen: Thai-Laterne? Bei jenem Lichtphänomen, das ein 17-jähriger Leobener vor wenigen Tagen am Nachthimmel beobachtete, könnte es sich um eine so genannte "Thai-Laterne" gehandelt haben. Von Andreas Schöberl
Vor wenigen Tagen beobachtete der 17-jährige Martin Rappold aus Leoben eine für ihn unerklärliche, orangefarbene Lichterscheinung am Nachthimmel über dem Zentrum der Montanstadt, die ein bestimmtes Bewegungsmuster vollführte. Albert Sudy von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in Graz vermutet hinter dem Phänomen aufgrund der Schilderung eine Reflexion eines Scheinwerfers oder Sky Beamers an der dichten Wolkendecke (wir berichteten).
Thai-Laternen: Nun meldete sich Roland Gehardt vom Centralen Erforschungsnetz außergewöhnlicher Himmelsphänomene (CENAP) aus Heilbronn zu Wort: "Ich denke nicht, dass es sich bei den beobachteten Lichtern um Reflexionen oder Sky Tracker gehandelt hat, da die gemeldeten Parameter einen anderen Schluss zulassen", meint Gehardt. Er tippt eher auf so genannte Thai-Laternen, auch Himmelslaternen genannt: "Dies sind unterschiedlich große, unterschiedlich farbige Miniatur-Heißluftballone, die zurzeit der Renner beim Partyvolk zu sein scheinen. Das dürfte der wahrscheinliche Hintergrund der beschriebenen Erscheinung in Leoben sein." Beim CENAP seien seit Pfingsten dieses Jahres etwa 400 ähnlich beschriebene Sichtungen gemeldet worden, die sich alle auf das selbe Phänomen zurückführen ließen: "Ein besonderer Erkennungspunkt dieser Art von Sichtung ist auch, dass 94 Prozent davon an Wochenenden zwischen Freitag und Sonntag gesehen werden", führt Gehardt aus.
Auf der Homepage www.ufo-meldestelle.de seien etliche Bilder von älteren, teureren und neueren und preiswerteren Modellen von Thai-Laternen zu sehen. "Schilderungen weiterer Sichtungen dieser Art sind unter www.ufo-meldestelle.blog.de zu finden - unter dem Suchbegriff ´Lichter in der Nacht´. Bei einem der Berichte befindet sich auch eine Übersichtskarte mit der bisherigen Verteilung der eingegangenen Meldungen", erklärt Gehardt weiter.<
Nach: Kleine Zeitung, http://www.kleinezeitung.at/regione...
Externe Linkshttp://www.stimme.de/nachrichten/landkreis-heilbronn/art1923,1117933http://www.kleinezeitung.at/regionen/steiermark/leoben/616253/index.do |
|||
Views: 3496 | |||
| |||