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21.12.2007


    
Der Tag nach den wilden deutschen Schlagzeilen über Japans Alien-Bedrohung

Und wieder eine tolle Feuerkugel über Süddeutschland - MHB-Flotte bei Heilbronn unterwegs: Roland Gehardt hat sie gesehen!

Zur Tageseinstimmung aber erst einmal TV-News aus South Dokota/USA über eine UFO-Sichtung (und schon wieder Kondensstreifen, was ja inzwischen in einer verwirrten ´UFO-Welt´ ausartet): http://www.youtube.com/watch?v=76jg... . In Bangalore das selbe ´Phänomen´ dann mal ausnahmsweise als ´Sternschnuppe´: http://www.youtube.com/watch?v=qcAD... . Und fröhlich gehts mit dem alten und fast schon weihnachtlichen Song "The Flying Saucer" von Billy Cotton & His Band von Anfang der 1950er weiter: http://www.youtube.com/watch?v=eF2N... .

Freitag, der 21.Dezember 2007. Zunächst sei auf eine "UFO-Flottensichtung" von Roland Gehardt hingewiesen, die er am Vorabend machte und darüber uns dies zu berichten wusste:

"Heute Abend, als ich um 17:30 Uhr von der Arbeit nach Hause kam, habe ich zum ersten Mal in meinen Leben eine MHB-Flotte in freier Wildbahn gesehen. Als ich von der Autobahn kommend fast den Ortseingang von Heilbronn erreicht hatte, sah ich zunächst ca 7 rötliche Lichter, die sich wie an einer Perlenkette vom Horizont Richtung Firmament bewegten. Da die Straße eine recht lange Kurve macht und ich nicht anhalten konnte, musste ich warten bis ich in eine Nebenstraße einbiegen konnte. Da dies ein Neubaugebiet ist und man dadurch noch recht freien Blick hat, konnte ich die Teile weiter beobachten. Mittlerweile war die Flotte auf 23 MHBs angewachsen. Während die zuletzt gestarteten immer noch an einer Linie hochstiegen, bildeten die zuerst gesehenen in größerer Höhe richtige Figuren. Die Teile hatten etwa dreifache Sterngröße und es war ein gelbliches Flackern zu erkennen. Sie flogen - je weiter sie gestiegen waren - auch nicht mehr mit gleicher Geschwindigkeit, sondern schienen wirklich fangen zu spielen. Die Flugrichtung war von Süden (ich nehme an sie wurden in Flein oder Thalheim gestartet) Richtung Nordwesten. Seltsamerweise wurden die Lichter nicht größer, sondern behielten ihre Ausgangsgröße bei. Die Ballons verloschen nach und nach und gegen 17:55 Uhr war der Spuk vorbei. Interessant ist, dass keiner der Leute die reichlich an einer Bushaltestelle standen die Lichter bemerkten. Auch hielt kein Autofahrer usw. an, obwohl ich in den Himmel starrte. Sieht schon Klasse aus."

Tunguska und Troisdorf: Im ´RTL-Nachtjournal´ beschäftigte man sich um die aktuellen Nachrichten zur 1908er Tunguska-Katastrophe und ließ dabei die Troisdorf-Märchenstory von Oktober 2006 (siehe http://cenap.alien.de/cenapnews/zei... ) als wahre Geschichte von einem Meteoriteneinschlag mit einfließen, um aufzuzeigen, welche Schäden außerirdische Besucher dieser Natur anrichten können. Gefestigte Märchen bleiben einfach hängen - und werden immer wieder neu aufgelegt, was sie immer mehr festigt - genauso wie UFO-Geschichten, die keine sind und deren Erklärung im medialen ´Schwarzen Loch´ einfach verschwinden als wenn man die Aufklärung einfach nicht wirklich will (irrer Weise genauso wie in der UFOlogie, wodurch sich die ´strange news´ der Medien und die UFOlogie immer wieder wechselseitig befruchten). Auch zu dieser Troisdort-Story hatte ich versucht damals in breiter Front Aufklärung zu betreiben, was aber in der Medienwelt niemanden bewegte, da damit einer natürlich ein breiter Medien-Flop aufgezeigt worden wäre - und wie schlecht es alsmal um die ´Vierte Macht im Staate´ als ´Kontrollinstrument´ der Demokratie bestellt ist. Sie wissen ja, die Wahrheit braucht auch den Mut, das sie jemand ausspricht - ausgesprochen habe ich sie auch damals, nur aus medialen Selbstschutzgründen wollte die niemand gelten lassen. Und daher wird der Nicht-Buden-Abfackler-Meteroiten-Feuerball weiterhin als Saga bestehen bleiben, ein beliebtes modernes Weltraum-Mythos-Märchen also was um seiner mediale Attraktivität willen existiert und daher auch immer wieder herausgezaubert wird, wenn man es braucht. Da strample ich wahrhaft gegen ´Wildwasser´ an. Wie war das man mit einen alten Spanier, der auf dem Esel gegen Windmühlen anreitet...? Ich bin ja kein Spanier, aber ein Esel kann ich durchaus sein...

Apropro Feuerkugeln: Manchmal ist es schon ´out of the world´. Kurz vor 24 h meldete sich Gernot E. aus Sinsheim, der aufgeregt berichtete, wie er kurz nach 22 h vom Balkon aus "hellen blau-grünen-weißen Lichtstrahl mit langgezogenem Schweif" für 2 Sekunden quer über den Himmel flitzen sah. Zu hören war nichts gewesen, als er zusammenzuckend die Erscheinung ausmachte. Anders U. aus Crailheim meldete sich um 0:30 h ebenfalls mit einer Beobachtung, die er gegen 22:15 h gemacht hatte. Er habe einen "dumpf-neonfarbigen, mächtigen Leuchtkörper" ebenso quer über den Himmel rasen gesehen, als er gerade zu Hause ankam und aus dem PKW stieg, um die Garage zu öffnen. Auch hier war alles absolut geräuschlos abgelaufen und in Sekunden alles vorbei. Sollte mal wieder eine tolle Feuerkugel erschienen sein? Auf jeden Fall hörte es sich danach an. Also guckte ich nochmals im I-Net bei meinen ´üblichen Verdächtigen´ nach - und siehe da: Hierzu gab es eine weitere sowie für mich verblüffende Meldung bei Astronomie.de unter dem Thema ´Bolide, Mannheim 22:09 Uhr´, welches ein Student bald nach seiner Sichtung eröffnete: "Hi, hab grad aus dem Augenwinkel einen schönen Boliden gesehen: Mannheim, Zeit: 22:09 h, Datum 20.12.2007, grünlich, ca. 1 Sekunde, Richtung Süd-Ost."

Eine "Raffaela" aus Weiher bimmelte mich kurz vor 8 h aus dem Bett, um nachzufragen "ob es gegen 22 h Meldungen zu einem seltsamen Lichtphänomen gegeben hat". Ich konnte dies bestättigen und hakte gleich nach, warum sie das interessiert. Da packte sie aus und berichtete nämlich kurz nach 22 h mit dem Bus auf der Heimfahrt gewesen zu sein, als sie von ihrem Fenstersitzplatz aus nämlich "hoch am Himmel es plötzlich aufhellen sah und da was fast über den ganzen Himmel raste, was mich aus meinem Dahindämmern riß". Sie konnte nicht glauben, dass das ein Feuerwerkskörper war und wenn, "dann der größte der Welt", außerdem kam es eindeutig leicht schräg "vom Himmel runter mit langem Schweif und flog nicht hoch, wie Silvesterraketen". Sie hatte die ganze Nacht deswegen etwas unruhig geschlafen, weil diese außergewöhnliche Himmels-Erscheinung sie mächtig beeindruckte. Über I-Net fand sie mich. Wie Mark Vornhusen an diesem Freitagmorgen im AKM-Forum mitteilte, gab es tatsächlich um 22:10 h des Donnerstagabends eine prächtige FK über Deutschland, die er verzeichnen konnte (Bild hier) - siehe auch das Video unter http://www.parhelia.de/storm/2007/v... (nur mit VLC Video Player ansehbar) dazu. Eine weitere FK konnte er übrigens in der Montagnacht des 17.12.07 für 23:53 h festhalten.

Spannende Sache, weswegen ich auch bei Wetterzentrale.de einen Aufruf startete. Sebastian T. meldete sich daraufhin und führte als Erster aus: "Hier in Murnau in westlicher Richtung niedergehend... beginnend in etwa 60° über dem Horizont, bis sie in ca 15° über dem Horizont über dem Wald verschwunden ist. Zeit passt genau! Hell und deutlich leuchtende Kugel (leicht gelblich) mit relativ kurzer Leuchtspur dahinter. Ich habe nicht weiter beachtet, aber jetzt wo du davon berichtest, ist mir natürlich klar, dass das kein Silversterkracher gewesen sein kann!" Ein anderer User: "Kann diese ´Erscheinung´ bestätigen, auch wenn ich keine weiteren Details liefern kann, da ich zu diesem Zeitpunkt Auto fuhr - dabei wurde ich durch einen hellen Blitz am Himmel abgelenkt (dachte zuerst an eine Sylvesterrakete). Leider konnte ich meinen Blick nur kurz von der Strasse wenden, weshalb ich wenig weitere Angaben machen kann. Der Zeitpunkt war 22:10. Mein Standpunkt: kurz nach Offenhausen auf der Schwäbischen Alb - Fahrtrichtung Reutlingen."

Zudem gab ich die PM >Neonfarbiger "Außerirdischer Weihnachts-Besucher" raste über Süddeutschland hinweg< auf kleiner Flamme hier in der Region aus, sowie machte eine halb-offizielle Einstellung: http://www.pr-inside.com/de/keine-a...

Fall Bretten: Selbst gute Zeugen sind nichts mehr für die Medien wert, auch an diesem Tag brachten die regionalen Medien zur Beobachtung des Privatpiloten und Fluglotsen nichts, wollen es einfach nicht. Weiß der Geier warum. Wobei mir klar ist, dass der "Sense of Wonder" hier nicht aufkommen konnte, der scheinbar so wichtig ist, um eine Story zu solch einem Thema zu tragen. Und dies ist das ´ganze Jahr´ so über gewesen, da meine PMs zur deutschen UFO-Welle von Vorneherrein Aufklärungen mit sich brachten während es klar im Medien-Betrieb anders laufen soll: Erst das Mysterium mal vorbringen und dann erst (vielleicht!) abgesetzt die Aufklärung. Jahrzehntelang waren UFO-Berichte hauptsächlich Gegenstand der gedruckten Presse oder wie man sie neudeutsch nennt, den Printmedien (den Zeitungen, Zeitschriften und Illustrierten) - traditionell in der Gewahrwerdung als Spannungsfeld zwischen Pro und Kontra angesiedelt, aber hauptsächlich darauf abzielend, ihnen sowie Ihnen den "Sense of Wonder" oder den Spannungsbogen zu erhalten. ABER (zumindest hier in Old Germany): Dennoch gibt es einen medialen Heckmeck unter der Mentalität, als sei das exotische Himmelswunder zweifelsfrei sowieso aus der Grauzone der Phantasie hervorgetreten. Aber zuvor erstmals in Sachen UFOtainment Wunderlichkeiten verkaufen, weil das zieht! Der "Heilige Spekulatius" muss auf jeden Fall da sein, um die Würze zu erhalten, sonst ist es einfach langweilig! Rational im Businessbereich - des nüchternen Geschäfts als solchen - klar zu VERSTEHEN, aber für uns im UFO-Bereich einfach nur dumm. Ich erinnere daran was mir eine Sat1/N24-Journalistin im Sommer verblüffend ehrlich schrieb: "Für uns sind UFOs aber kein Thema, das man ernsthafter aufbereiten kann." Widersprüchlicher geht es nimmer, abgesehen davon wenn man begreift, dass das MedienGESCHÄFT in unseren Tagen nichts anderes ist wie z.B. eines an der Fischtheke im Supermarkt. Die Textnachricht ist einfach nur eine feilzubietende Ware und heutige Journalisten sind professionelle Texthändler. Die einzige Gesetzmäßigkeit für unser Thema ist dabei: ZU ALLER ERST muss das Mysterium raus, dann aber auf Teufel komm raus die Aufklärung, weswegen es auch da und dort mal idiotische ´Lösungen´ gibt, haben wir ja auch in dieser ersten deutschen UFO-Welle erlebt.

Japans UFO-Story der extremen deutschen Art - und weiteres dazu

Die sich entwickelnde Geschichte läuft weiter. Bereits am gestrigen Tag erreichten mich eMails scheinbar von UFO-Freunden, die entweder allgemein mehr zu den herumgeisternden Abenteuer-Geschichten wissen wollen (so ein Schreiber aus Gelsenkirchen betreffs der Spiel.Online-Story) oder ein ´Michael´ der an Innenminister Wolfgang Schäuble sowie an mich die Frage in Anbetracht der Headline "Japan will Armee auf UFO-Angriff vorbereiten" richtete: "Das ist doch mal eine Aussage oder ....Wie sieht es bei uns aus?" Dem Schreiber konnte mit dem Verweis auf den Newsticker-Beitrag vom 12.11.07 ("UFOs und die deutsche Luftwaffe...") geholfen und hin zur genauen Auskunft vermittelt werden. Zudem schloß ich die Informationslücke mit den Nachrichtenagturen APA (Österreich) und sda (Schweiz)! Ehrensache der Redlichkeit wegen und um den Patzer durch die Agenturen ausbügeln zu können, weil ja sonst die Idee von der "öffentlichen Irreführung" aufkommen könnte. Um es gleich zu sagen: Niemand muckste und rührte sich nach dieser PM, vielleicht wegen dem Anflug von falscher Solidarität untereinander. War vielleicht zu spät in der Nacht ausgegeben, aber wenn auch, die PM lag ja dann immer noch im elektronischen Postfach für den neuen Büro-Tag bereit, um rote Ohren zu bekommen. Da sich aber bis 12 h trotzdem niemand offenbar aus Scham rührte, verschicke ich sie einfach noch einmal an die Zentralen der einzelnen Agenturen und an einige ihrer Landesredaktionen sowie an die seriösen großen Zeitungen und Zeitschriften als Draufgabe, da nehme ich mir nichts und vielleicht half der Spruch: "Doppelt genäht hält besser!" Immerhin aber hatte sich inzwischen aufgrund der ´halboffiziell´-aufgesetzten PM ein Redakteur von NDR-TV gemeldet, der in dieser Angelegenheit gerne einen CENAPler für das Abendmagazin ins Studio laden würde - doch leider ist ja der ´Hohen Norden´ inzwischen ein weißer Fleck auf der Landkarte geworden. Na mal wieder "Klasse".

Erstaunt war ich doch, dass ausgerechnet die BILD (deren UFO-Berichterstattungsverhalten in diesem Jahr sowieso geradezu paradox ausfällt) die Story sich nicht als "Märchen von übermorgen" geschnappt hatte! Eigentlich genauso unfasslich wie die Schlagzeilen, die sich a) die Agenturen und b) die Medien geleistet hatten. Normaler Weise muss das doch BILD wie magnetisch angezogen haben. Irgendwie hat sich da offenkundig was gedreht. Aber auch die zweite PM-Aussendung blieb ohne ´Beachtung´ bzw Reaktion, einfach weil tatsächlich auch alle beim Spiel mitmachten - auf einen Unbetroffenen da als Partner zu treffen, war so gar nicht möglich! Eine wahrhaft kuriose Situation, eine eigenartige Lage in der man einfach nichts machen kann, ohnmächtig zurückbleibt. So also schauts mit der ´Vierten Macht im Staate´ aus, grob zynisch gesagt: die ´Donald-Duck-Truppe´, die mehr auf Schein als Sein bedacht ist, sowie normaler Weise unter dem Motto "Für uns sind aber UFOs kein Thema, das man ernsthafter aufbereiten kann" agiert, hier gab es eine Ausnahme und ein Durchdrehen. Und in diesem Fall ist es sogar halbwegs "verständlich" wie ein spezieller deutscher Japan-UFO-Mythos entstehen wird und geradezu entstehen muss, da ja "niemand" was entschärfendes dazu bringt und selbst seriöseste deutsche Medien über die Vorbereitungen zum japanischen "Alien-Krieg" berichteten - was übrigens auch an diesen Tag dazu führte, das mich einige Leute genau deswegen anriefen (was nicht ganz gewöhnlich ist, wenn sich Leute wegen externen Zeitungsmeldungen mal nachfragend melden!): "Herr Walter, was sagen Sie denn dazu, ich habe da vorhin beim SPIEGEL gelesen, dass..." Dazu vielleicht noch einige Sätze von der Meinungsforscherin Frau Noelle-Neumann: "Massenmedien sind ein Bestandteil der Umwelt, mit dessen Hilfe sich der einzelne Mensch besonders in Fragen außerhalb der eigenen Erlebnissphäre über die vorherrschende Meinung orientiert. Wenn in diesem Gebiet der unmittelbaren Umweltbeobachtung klar vorherrschende Tendenzen erscheinen, wird das Individuum davon nicht unbeeindruckt bleiben, sondern wie in anderen Situationen, auf den Druck der öffentlichen Meinung reagieren." (´Bild der Wissenschaft´, 1975, "Die Schweigespirale - Wie entsteht öffentliche Meinung?") Das ist einfach zum Haare raufen, wenn man weiß: Alien-UFOs führten seit Anfang an zu einer verzerrten Darstellung durch die Nachrichtenorgane, welche uns das Bild von den außerirdischen ´Fliegenden Untertassen´ und den Aliens vorgaukelten. Die Presseente und das Hollywood-Wunschbild haben sich inzwischen verselbstständigt und machen das UFO-Syndrom aus! Das Ganze ergibt ein Spannungsfeld: Die einen suchen Informationen, die anderen sind süchtig danach. So teilt sich die Welt in Journalisten und ihr Publikum in der Massen- und Medien-Demokratie, wobei sich die Presse sogar als ´Vierte Gewalt der Demokratie´ versteht. Wer dem Geschmack des Massenpublikums entgegenkommt ist im Geschäft, wer dies nicht tut, ist raus aus dem Geschäft - so einfach ist es. Und wir haben es eben gerade gesehen!

Die Wirklichkeit der Medien. Trotzdem gilt dass was Wolf Schneider, Journalisten-Ausbilder, einmal sagte für beide Seiten: "Gutgläubigkeit ist eine [journalistische] Todsünde." Michael Gartner, Verleger der Zeitung ´Moines Register´ in Amerika: "Jeder kann gut schreiben, wenn er sich nicht um die Tatsachen kümmern muß." Und der Franzose Lou Aragon, der in seinen Romanen am liebsten den Niedergang der Bourgeoisie schilderte, war ein strenger Moralist der das Wort "Journalist" nur verwendete, um dies als Umschreibung für "Drecksau" zu nehmen. Ja, die Freiheit der Meinung ist die Freiheit jener, die das Instrumentarium und die Resourcen als Profis zur Verfügung haben. Wie sagte irgendjemand aus dem UFO-Feld einmal? "Die UFOs sind für die Presse irgendwie ihr Idioten-Kind!" Das geht alles, weil die UFOlogie hauptsächlich und an allen Fronten aus Provokation und Show besteht. Machen wir uns also nichts vor: Der Erfolg der Massenbeeinflussung in Sachen Glaube an die Existenz von Alien-UFOs über uns wird von den Medien mitverantwortet. Die Headlines an diesem Tag sind ganz klar! Hier wurde also das deutsche Publikum bewußt in "außerirdische Welten" verführt, wenn man die berechtigten Zweifel am Thema grundsätzlich wegsteckt. Es gibt einfach die plötzlich aufkommende Lust nach dem Wunsch mal "Akte X" zu spielen, bei denen, die einfach auch mal aus dem Berufsalltag ausbrechen wollen: Hierzu fällt mir ein konkreter "UFO-Zwischenfall" ein, der Ende Oktober 1986 ganz groß durch alle österreichischen Zeitungen (und durch die TV-Nachrichtensendung "österreich heute" auf ORF1) ging und Schlagzeilen wie "In Garsten gab es UFO-Alarm: Gendarmen sahen Flugkörper" oder "Bei Windstille und Hochnebel: Zwei Gendarmen sahen ein eiförmiges UFO" bzw "Unheimliche Begegnung mit einem UFO in Steyr" produzierte. Die Gendarmerie hatte die eigentlich auch als Ballon (!) von den Zeugen beschriebene UFO-Erscheinung aus dem Tagesbericht an die Medien weitergeben. Man hatte bei der Flugsicherung Linz angefragt, aber da war auf Radar kein UFO verzeichnet worden. Und damit war die Story auch schon in Sachen "Nachforschungen" erledigt und die absolut unnötige Story ohne Nachdenken zur Welt gekommen. Die Darstellung des Falls erinnerte den damaligen UFO-Falluntersucher für MUFON-CES, Dr.Alexander Keul aus Salzburg, sofort an einen Minitaur-Heißluftballon - von denen er im CENAP REPORT soviel las - und so wollte er von dem verantwortlichen Redakteur der ORF-Nachrichtensendung wissen, ob überhaupt weiterführende Recherchen zu dieser Meldung durchgeführt worden sind. Die Reaktion: "Das würde zu weit führen. Ich halte persönlich von dem Ganzen gar nix, wir melden es halt..." Soviel also zum Themenbereich "investigativer Journalismus" und "journalistische Sorgfaltspflicht". Dies passt 1:1 zu unseren aktuellen Lage.

"There is no business like UFO-business!"

Zur Erinnerung: Als ich mein UFO-Buchmanuskript namens "UFOs über Deutschland" (woraus dann "UFOs: Die Wahrheit" in abgespeckter Form wurde) schrieb und mit diesem durch 100 deutsche Verlage tingelte, wurde es zwar inhaltlich unter der Hand begrüßt, aber schlußendlich kamen nur Absagen, da man sich mit einem solch aufklärend-kritischen Werk zu Beginn der Blüte des neuen Alien-UFO-Aberglaubens in den 1990ern nicht das angehende gute UFO-Geschäft versauen wollte - ich kann dies als Kaufmann natürlich verstehen, aber gleichsam als kritischer Geist nicht akzeptieren. Ähnliches erlebte auch der in den 1970er und 1980er Jahren sehr aktive Wiesbadener UFO-Forscher Klaus Webner, der sich einen Namen in der UFO-Forschung machte, da er sich aus aller Welt das interessanteste UFO-Foto- und Filmmaterial (gehandelt als physikalische "UFO-Beweise") in bestmöglicher Qualität beschaffte und es dann als Foto- und Filmexperte zu analysierte - und es auf den Müll der UFOlogie warf. Selbst der ´Stern´ berichtete über seine Arbeit - doch ein Verlag fand sich für entsprechende Manuskripte nicht, genausowenig wie sich ein TV-Sender die Finger verbrennen wollte, um aus diesem unschätzbaren Material eine aufklärende UFO-Dokumentation zu machen (vor einer solchen wird bis heute zurückgeschreckt). Über 10 Jahre später erging es unserem Webmaster Christian Sommer nicht anders, als er einem größeren Verlag mit bereits diversen Pro-UFO-Büchern ein Hintergrund-UFO-Manuskript anbot. Der Verlagsleiter antwortete völlig überraschend, trotz seiner laufenden Titel im Programm, dass es ihm bekannt und bewußt ist, dass es sich beim sogenannten "UFO-Phänomen" im wesentlichen um Lug und Trug handelt und er sagte es Sommerer offen ins Gesicht. Denken Sie auch an die Reaktion des verantwortlichen Lektors bei Droemer-Knaur, wo das Ed Walters-Buch als "wisenschaftliche Dokumentation" erschien und dann die Story als Schwindel platzte und jener Lektor dazu umfassend informiert wurde. Es juckte ihn gar nicht und das Buch wurde viele Jahre weiterhin verkauft. Soviel also zur "Berufsethik" der Herren Verleger, die nur ihre kommerziellen Produkte ihrer Kundschaft verkaufen, schließlich ist dies ihr Geschäft. Was für die Buchmacher gilt, hat natürlich auch bei den Blattmachern den selben Stellenwert. Was den Verlegern/Herausgebern/Chefredakteuren/Lektoren wichtig ist via Papier den Menschen in die Hand zu geben, ist den Fernseh-Leuten mindestens genauso wertvoll, um Zuschauen an sich zu binden, Quote zu machen. Dort mag wegen den eindrucksvollen, bewegten Bildern die Lage sogar noch dramatischer und stürmischer sein, weil dies viel leichter hängen bleibt. Auch in dortigen Redaktionsstuben der diversen Formate sitzen die "Drei Affen", um das Publikum wie bei RTL II dieses Jahr bei "Welt der Wunder" unaufgeklärt zurückzulassen - und es liegt wahrscheinlich noch nicht einmal an den mangelhaften Recherchenfähigkeiten der verantwortlichen Journalisten, was man wohl in aller Bitterheit sagen muss.

Die Rolle der Medien bei Darstellungen über Phänomenen der Anomalistik darf man nicht unterschätzen. Denn für viele Menschen ist etwas allein schon deswegen "wahr", weil es in den Zeitungen gestanden hat oder im Fernsehen gezeigt worden ist. Ungeklärte, unbewiesene und faszierende Ereignisse aus der Welt des Paranormalen werden von Presse, Funk und Fernsehen so oft wiederholt, bis eine Produktion von Wirklichkeit entsteht, der sich dann "Nachredner" als "unbestreitbare Tatsachen" bedienen können und schon hat sich ein medialer Selbstläufer-Mythos entwickelt. Die Presse trug schon immer die Hauptlast der Verantwortung in der Information der Öffentlichkeit zu übersinnlichen, überirdischen und außerirdischen Themen wie z.B. auch UFOs. "Kritische Stimmen haben es schwer, durch den Wust von immer neuen Sensationsmeldungen hindurch das strapazierte Ohr der Bevölkerung zu erreichen.. Grundlage zu dieser Art von Gerücht ist eine ´affektive Spannung´, die ihre Ursache in einer ´kollektiven Notlage beziehungsweise Gefahr oder in einem vitalen seelischen Bedürfnis hat´..." schrieb am 21.Juli 1990 Bernd Harder (heutiger GWUP-Pressesprecher, den ich nach unserem Interview, worauf der Artikel basierte, ´rübergzogen´ habe) in seinem Feature-Artikel der ´Saarbrücker Zeitung´ in seinem Artikel "Sie sahen aus wie Fliegende Untertassen..." nieder und umfaßte hier bereits schon das Problemfeld. Der Lage gegenüber kann man also nur OHNMÄCHTIG zugucken - und Sie wissen ja, wie man sich in einer solchen Situation fühlt! Ich zumindest erwarte ganz einfach ein gänzlich anderes Verhalten von den ´Medienmächtigen´, da ja gerade eine öffentliche Korrektur nebst dem Eingestehen von einem professionellen Fehler die Demokratie stärkt - und die Glaubwürdig erhöht! Aber so..., ich kann dies wirklich nicht verstehen!

Wie auch immer, aus Japan gab es weitere News! Auch wieder eine Reuters-Agenturmeldung, wenn auch ´nur´ von Reuters Afrika am frühen Morgen aufgesetzt ( http://africa.reuters.com/odd/news/... ) - "UFO debate invades Japanese politicians´ space". Hier das, was da u.a. geschrieben wurde:

>TOKYO (Reuters) - A debate over flying saucers has kept Japanese politicians occupied for much of this week, ensnaring top officials and drawing a promise from the defence minister to send out the army if Godzilla goes on a rampage. "There are debates over what makes UFOs fly, but it would be difficult to say it´s an encroachment of air space," Defence Minister Shigeru Ishiba told a news conference on Thursday. ... "Give me a break," ruling party lawmaker Toshihiro Nikai was quoted as saying by the Yomiuri newspaper. "There are many (other) things politics has to respond to."<

Ja, genau, lasst mich mit UFOs in Ruhe und nur die Medien lassen sie fliegen, kann man dies kurz zusammenfassen. Und dann gab es noch Werbung für die japanische Raumfahrtindustrie durch den japanischen Wissenschaftsminister, der sicher zu Recht meint, dass wenn schon die SF-Begeisterung unter den Kindern des Landes groß ist und sie sich damit auch für den Weltraum und Raumflug interessieren, es nicht schaden kann wenn die E.T.-Idee dazu verhilft, spätere Studenten dann für die Wissenschaft zu gewinnen.

"Japan´s alien debate goes deeper - Japan has an increasingly ambitious space programme" hieß die Headline beim ´Independent Online´ aus Südafrika unter http://www.int.iol.co.za/index.php?... aufzufinden und am Vormittag aufgesetzt. Hier wurde ausgeführt:

>Tokyo - Japan´s science minister said on Friday he hoped aliens existed so children would become more interested in space, as a debate on UFOs continued to demand the attention of the cabinet. "It would be fun if they existed," education and science minister Kisaburo Tokai told reporters. "There have been films like ET. Children may grow up with ambitions regarding space," he said, referring to Steven Spielberg´s 1982 classic about a boy´s friendship with an extraterrestrial. Japan has an increasingly ambitious space programme, with a major lunar probe launched in September. But it is struggling to boost children´s interest in science with a survey this month showing Japanese students came last internationally in the percentage seeking science careers. Tokai said the cabinet, despite other pressing issues and a new poll showing a sharp fall in public support, started its regular meeting on Friday with a lively discussion about UFOs. But he declined to take sides on whether he personally believed in alien life-forms. "The government is not considering a study on UFOs but I want to ask various things if I meet experts," he said.<

Und scheinbar schien dann in Afrika diese Story auch weitgehend (es gab ein paar Ausnahmen) hängen zu bleiben, wo die Schlagzeile "Japan minister hopes {!!!} aliens exist" Bevorzugung fand und genau so okay war, da auch wir wohl alle mit dem Herrn Wissenschaftsmister Kisaburo Tokai hoffen. Übrigens fanden sich auch an diesem Tag nirgends auf dem blauen Planeten die speziellen "Akte X"-Schlagzeilen wie hierzulande. Und die Story schlief ein...

Unter http://www.focus.de/wissen/wissensc... gab Focus-Online den Beitrag "Frage von Dennis Gerber: Gibt es noch einen bewohnten Planeten im Sonnensystem? Oft ist von einem zehnten Planeten zu lesen, der in großem Abstand um die Sonne kreist. Er soll Heimat einer außerirdischen Rasse sein. Ist es möglich, dass ein solcher Himmelskörper existiert?" in der Kolumne ´Odenwalds Universum´ aus:

>Antwort:

Von FOCUS-Redakteur Michael Odenwald*

Lange Zeit vermutete man einen weiteren bewohnten Planeten in unserem Sonnensystem. In antiken Quellen ist diese Geschichte, die sich um einen mysteriösen Planeten rankt, tatsächlich erwähnt. In der Schöpfungsgeschichte der Sumerer gilt er als zehnter bzw. zwölfter Trabant der Sonne (es gibt unterschiedliche Zählweisen, da sie Sonne und Mond zu den Planeten rechneten). Das mesopotamische Kulturvolk nannte ihn Nibiru, was so viel bedeutet wie "der vorüberziehende, passierende Stern". Nibiru wiederum soll die Heimat der Annunaki sein, eines außerirdischen Volks, um das sich noch heute viele Spekulationen ranken. In Sumer wurden die Annunaki als Schöpfer des Lebens auf der Erde betrachtet. In einer Tempelinschrift heißt es: Die Fremden kamen, und sie waren nicht wie wir. Anders, aber mit der Haut von Menschen, den Augen von Menschen, den Händen von Menschen.

In der Neuzeit griffen vor allem Angehörige esoterischer Kreise diesen alten Mythos wieder auf. Nun war vom Planeten X (X steht hier für römisch 10) die Rede, denn es hatte aus der Astronomie Hinweise gegeben, dass es jenseits von Pluto - der ja bis zu seiner kürzlich erfolgten Degradierung zum Zwergplaneten als neunter Planet unseres Sonnensystems galt - einen zehnten Trabanten geben könnte. Dieser, so die Spekulation, müsse identisch mit dem zehnten Planeten der Sumerer sein, eben mit Nibiru. Planet X soll eine extrem ausgedehnte Umlaufbahn haben, auf der er die Sonne in ca. 3600 Jahren einmal umkreist. Zum letzten Mal soll er im Jahr 1628 vor Christus in Erdnähe gekommen sein. Er sei dunkelrot gefärbt und soll in dieser Phase sogar bei Tageslicht sichtbar. Auf historischen Abbildungen werde er als Kreuz dargestellt.

Wie erwähnt ist Nibiru im Weltbild der alten Sumerer die Heimat der Schöpfergötter, die zur Erde nieder stiegen. In den alten Inschriften, die dies bekunden, sollen sich auch Hinweise auf mysteriöse "Helfer" der Annunaki finden. Dort würden sie als "menschenähnliche Wesen" dargestellt. Sie sollen niedere Dienste für die hoch entwickelte Götterrasse verrichtet haben, wie etwa deren Luftschiffe zu steuern. Angeblich berichteten die Sumerer, dass diese Helfer nicht wirklich lebendig gewesen seien, sondern nur so gewirkt hätten - als ob es sich um roboterhafte Androiden gehandelt habe. Es gebe auch Statuen dieser Wesen. Einige Inschriften in Steintafeln sollen auch erzählen, was sich bei Begegnungen zwischen ihnen und den Menschen begab (eine unabhängige Bestätigung für diese Darstellung in anderen Quellen fand ich indes nicht).

Aliens und ihre Helfer:

Flugs zogen findige Ufo-Gläubige Parallelen zu einem Mythos der Neuzeit - nämlich den "Grauen". So werden in der Ufo-Szene die Insassen fliegender Untertassen genannt, die hier und da gelandet sein sollen. Bei Entführungen durch die Ufo-Besatzungen, von denen zahlreiche Menschen berichteten, sollen die Grauen auch die Hände - oder was sie sonst an Greiforganen besitzen - im Spiel gehabt haben. Diese Androiden mit winzigem Mund und riesigen Augen sollen niemand anders sein als die Helfer der Annunaki, die von dieser Götterrasse künstlich - vielleicht durch gentechnische Verfahren - geschaffen wurden. Noch heute besuchen sie die Erde im Auftrag ihrer Herren, die auf dem fernen Planeten Nibiru durch das alleräußerste Sonnensystem schwirren.

Uranus, Neptun, Pluto - und dann?

Diese Darstellung wird allerdings nur auf esoterischen oder ähnlich gelagerten Internetseiten kolportiert. Die Astronomie zeichnet vom Planeten X dagegen ein ganz anderes Bild. Bereits im 19. Jahrhundert gab es tatsächlich Spekulationen über einen Planeten, der außerhalb des Neptun, dem damals äußersten bekannten Trabanten im Sonnensystem, seine Bahn ziehen sollte. Die Existenz Neptuns sagten die Mathematiker John Couch Adams und Urbain Le Verrier anhand von Bahnstörungen vorher, die Astronomen bei Uranus beobachtet hatten. Der Himmelsforscher Johann Galle fand den großen Planeten dann im September 1846. Kurz darauf erklärte Le Verrier, es müsse dort draußen noch einen Planeten geben, denn die Bahnabweichungen von Uranus seien nur durch zwei Trabanten zu erklären.

Nun machten sich die Astronomen auf die Suche, viele von ihnen versuchten, aus diesen Bahndaten die Masse und den Himmelsort des hypothetischen Planeten herzuleiten. Sie schlugen schon Namen für den Himmelskörper vor, wie "Hades" oder "Oceanus". Nach ihren Berechnungen sollte es bis zu sieben transneptunische Planeten geben. Den Begriff "Planet X" prägte einigen Quellen zufolge der Himmelsforscher Percival Lowell, der im frühen 20. Jahrhundert durch seine angeblichen Beobachtungen von Kanälen auf dem Mars weltberühmt wurde. Die Namensgebung erscheint indes etwas kryptisch, da damals nur acht Planeten bekannt waren. Alle diese Bemühungen blieben jedoch ohne Erfolg. Erst als der US-Astronom Clyde Tombaugh 1930 den neunten Planeten Pluto entdeckte, glaubten sich die Himmelsforscher am Ziel. Doch Pluto erwies sich als enttäuschend klein (später zeigte sich, dass er mit seinem Mond Charon nur ungefähr ein Vierhundertstel der Erdmasse besitzt). Der Planet X aber müsste deutlich größer sein, sollte er Abweichungen der Umlaufbahn des Uranus verursachen.

Menschenähnliche Wesen mit Sklaven

In den 70er Jahren schließlich berechnete der Astronom Tom van Flandern vom US Naval Observatory die Bahnstörungen von Uranus und Neptun neu. Dabei kam er zu dem Schluss, dass es einen zehnten Planeten geben müsse. Davon konnte er auch seinen Kollegen Robert Sutton Harrington überzeugen. Zusammen entwickelten sie die Theorie (veröffentlicht 1988), dieser Planet X umkreise die Sonne auf einer hoch elliptischen Bahn, die ihn weit aus der Ebene der Ekliptik (das ist die gemeinsame Umlaufebene der großen Planeten) herausführt, mit einer Periode von 1019 Jahren die Sonne. Er sollte dreimal so weit von unserem Zentralgestirn entfernt sein wie Neptun. Der Astronom John Anderson vom Jet Propulsion Laboratory in Pasadena (Kalifornien) kam zu einem ähnlichen Ergebnis. Sein Planet X besaß die fünffache Erdmasse, eine Umlaufperiode von 700 bis 1000 Jahren und einen ebenfalls stark geneigten Orbit.

Diese Forschungsergebnisse griff der Schriftsteller Zecheria Sitchin auf, der an die Existenz des Planeten Nibiru und der darauf lebenden Annunaki glaubte. In seinen Büchern beschreibt er sie als menschenähnlich, mit einer uns überlegenen technischen Zivilisation. Sie sollen vor 450 000 Jahren auf die Erde gekommen sein und hier aus Vormenschen auf gentechnischem Weg Sklaven erzeugt haben. Von ihm stammt die These, Nibiru durchquere alle 3600 Jahre das innere Sonnensystem. Doch der mysteriöse Planet X wurde bis heute nicht entdeckt - vielleicht, weil es ihn nicht gibt. Darauf deuten die Bahndaten der beiden Voyager-Sonden hin, die vor 30 Jahren starteten. Der Nasa-Forscher Miles Standish untersuchte, welchen Gravitationskräften die Zwillingssonden auf ihrer Reise ausgesetzt waren. Den Einfluss eines zehnten Planeten konnte er nicht finden, obwohl beide Sonden derzeit am Rand des Sonnensystems fliegen und deshalb dessen Schwerkraft besonders stark spüren sollten. Bahnanalysen der beiden Sonden Pioneer 10 und 11 kamen zum gleichen Resultat. Auch verfeinerte astronomische Beobachtungsmethoden zeigen, dass die Bahnstörungen der großen Planeten geringer sind als ursprünglich gedacht.

Damit ist die schöne Sage von Nibiru und seinen Bewohnern vom Tisch. Selbst wenn es einen Planeten auf der von Sutton Harrington errechneten Bahn gäbe, könnte es auf seiner Oberfläche kein höheres Leben geben. Denn er würde sich bis zu 100 Astronomische Einheiten weit von der Sonne entfernen (1 AU entspricht der Distanz Erde-Sonne, also knapp 150 Millionen Kilometer). Selbst Pluto ist mit einem mittleren Abstand von 39,4 AU noch vergleichsweise sonnennah. Jedes Mal, wenn Planet X/Nibiru das innere Sonnensystem verlässt und sich dessen eisigen Rand nähert, würde seine Atmosphäre ausfrieren. Schon zuvor wäre alles flüssige Wasser zu Eis erstarrt. Wie sich unter diesen Umständen eine Zivilisation entwickeln soll, ist völlig unklar.

Auf der Suche nach dem tiefgefrosteten Trabanten

Allerdings vermuten japanische Astronomen neuerdings, dass es am Rand des Sonnensystems doch einen Himmelskörper von etwa der halben Masse der Erde gibt. Er könnte drei- bis viermal so weit von der Sonne entfernt sein wie Pluto. Seine Umlaufbahn soll gegenüber der Ebene der Ekliptik um bis zu vierzig Grad geneigt sein. Daher würde der tiefgefrostete Trabant nur etwa zwei Prozent seiner Umlaufzeit in dieser Ebene verbringen, was erklären könnte, warum er noch nicht entdeckt wurde. Die Japaner schließen aus den eigenwilligen Umlaufbahnen einiger Transneptun-Objekte auf die Existenz des Objekts (Planetenstatuts dürfte es nach der neuen Definition der Himmelsobjekte wohl nicht erhalten). Transneptunier sind eine Klasse von Sonnenbegleitern, die weit jenseits der Neptun-Bahn kreisen. Auch Pluto zählt nach Meinung vieler Astronomen dazu. Doch auch dieser Körper kann den Mythos von Nibiru und seinen mysteriösen Bewohnern nicht retten.<

*= Odenwald wird im gedruckten FOCUS Nr.52 vom 22.Dezember 2007 - also die Ausgabe jetzt am Samstag - den Beitrag "Ufo-Boom: Die Bedeutung der Linde für das deutsche Christentum" ab S.64 einbringen. Da heißt es also für die UFO-Gemeinde: "Morgen Kinder gebt fein acht - der Weihnachtsmann hat uns dann den neuen Print-FOCUS mit seinem Artikel ´UFO-Boom´ gebracht..." Verblüfft sah ich dann am späteren Abend, dass die Zeitschrift unter http://www.focus.de/wissen/wissensc... bereits als ´Reklame´ vermeldete: >Ufos - Gibt es sie, oder gibt es sie nicht? Die Debatte über die Existenz von Ufos flammte wieder auf, weil es im Jahr 2007 in Deutschland so viele Sichtungsberichte gab wie noch nie. In den Meldestellen von Ufo-Forschungsorganisationen wie CENAP in Mannheim standen die Telefone nicht still. Bis Ende September waren knapp 300 Meldungen eingegangen. Die Beobachter wurden aber in den meisten Fällen von Heißluftballons genarrt, die Gäste auf Sommerfesten aufsteigen ließen. "Ufos gibt es nicht {´Fliegende Untertassen´ meinte ich!} und auch keine Außerirdischen auf der Erde", sagt deshalb CENAP-Leiter Werner Walter. Vom Gegenteil überzeugt sind prominente Amerikaner, darunter Gouverneure und hohe Offiziere. Alle schwören, selbst ein Ufo gesehen zu haben. Die unidentifizierten Flugobjekte bedrohten die nationale Sicherheit, deshalb brauche es ein nationales Forschungsprogramm, forderten diese Beobachter auf einer Konferenz Anfang November in Washington, bei der sie Zeugnis von ihren Erlebnissen ablegten. Schließlich gebe es materielle Beweise für die Existenz von Ufos, wie unerklärliche Radarechos. "Das Phänomen ist real und kommt nicht aus dem Unbewussten, wie ich früher einmal dachte" {höre ich hier erstmals!}, bekräftigt auch Illobrand von Ludwiger, der ein europäisches {???} Ufo-Forschungsnetzwerk leitet. Was aber hat es mit den fliegenden Untertassen wirklich auf sich? Antworten gibt ein Beitrag in der aktuellen FOCUS-Ausgabe auf Seite 64."

Eine der beeindruckendsten UFO-Videoaufnahmen der Welt in Israel aufgenommen? Schauen Sie sich doch bitte mal diesen Clip an: http://www.youtube.com/watch?v=W6XY... . Ich habe in Kurzform das Video auch schon mehrmals gesehen - und jetzt mal endlich in einer längeren Version. Trotzdem, ich kriege einfach den Eindruck nicht aus dem Kopf, dass wir hier nur in der Nacht a) links ein helles Wohnzimmer-Fenster und b) rechts daneben einfach nur eine Balkontüre an einem sonst im Dunklen liegenden Gebäude ohne geschlossenes Balkonbrüstungsmäuerchen (dafür mit einer Art offener Gitterkonstruktion als Brüstung) gezeigt bekommen.

Externe Links

http://www.youtube.com/watch?v=76jgL83GuXA
http://www.youtube.com/watch?v=qcADSaFiDvI
http://www.youtube.com/watch?v=eF2NHuVSH-A
http://cenap.alien.de/cenapnews/zeigen.php?satzid=8177
http://www.parhelia.de/storm/2007/vid_20071220_210956.avi
http://www.pr-inside.com/de/keine-aliens-und-kein-ufo-trotzdem-raste-ein-neonfarbiger-a...
http://africa.reuters.com/odd/news/usnT201060.html
http://www.int.iol.co.za/index.php?set_id=1&click_id=126&art_id=nw20071221111257290C938879
http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/odenwalds_universum/odenwalds-universum_aid_230...
http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/astronomie/ufos_aid_230482.html
http://www.youtube.com/watch?v=W6XYiX3gbhI

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