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16.06.2010


    
They were really weird - die Miniaturheißluftballons als geheimnisvolle OVNI-Lichter am Muster Spain

Viernheim: Weißes Objekt mit lautloser Lichtexplosion/Atmosphärisches - Hole Punch Clouds: Über Löcher am Himmel/Mission UFO-Check - UFO-Kunde: Überall UFO-Alarm!

Mittwoch, der 16.Juni 2010. Auch heute wieder heißt es bei der CTU - Mission UFO-Check! - Aber kurz zurück auf die Nacht zuvor, als sich kurz vor 24 h noch Herr C. aus Viernheim meldete, der gegen 23:20 h auf dem Balkon war und dabei völlig verblüfft "einen extrem hellen Stern immer mehr aufhellend" und binen Sekunden dann "wie in einer lautlosen Lichtexplosion" mitten am Himmel sah, und genauso binen Sekunden flog das selbe weißliche Lichtobjekt gerade weiter und wurde immer lichtschwächer und war nicht mehr zu sehen. Dies hörte sich mal wieder nach einem ´Iridium´ an - und nicht nach einem sehr langsamem ´Kometen´ ohne Schweif wie C. nach der zweiten, "natürlichen" Option nach dem eher humorvoll vorgetragenen ´UFO´ meinte. Hatten wir doch vor kurzem in Mannheim selbst gehabt. Und so checkte ich gleich mal die Lage und siehe da - der ´Irdium 63´- für das Satellitentelefonnetz war mit knapp -5mag erschienen! Siehe dazu auch - http://lexikon.astronomie.info/sate... .

Wissen schaffen: Geheime Wetterexperimente oder UFOs .... oder doch nicht?

Atmosphärisches: Wie ausgestanzt...oder durchgeschoßen - "Loch im Himmel"

>In der Nähe von nordwestamerikanischen oder europäischen Flughäfen tritt oft ein Phänomen auf, das vielen unerklärlich ist: Inmitten eines wolkenverhangenen Himmels tut sich ein blaues Loch auf. Doch Ufos waren hier nicht am Werk. Vielmehr haben Flugzeuge diese Rundung ausgestanzt, wie Andrew Heymsfield vom National Center for Atmospheric Research in Boulder und seine Kollegen erklären. Voraussetzung für das Himmelsereignis sind Wolken, deren Wassertröpfchen in einem superkalten Zustand von minus 15 Grad Celsius durch die Atmosphäre schweben. Startet oder landet ein Airbus oder eine Boeing durch diese Wolke, kühlt sich die Luft weiter ab, wenn sie beispielsweise über die Flügel strömt: Die Luft dehnt sich dabei aus, wodurch die Temperatur sinkt. Zugleich setzt die Maschine Aerosole frei, an denen die Feuchtigkeit kondensiert und größere Tröpfchen bildet.

Genau im Umfeld der Flugbahn beginnt es dann meist zu schneien: In einem äußerst eng umgrenzten Umkreis fällt alle Feuchtigkeit aus - und lässt den blauen Himmel erscheinen. Auch wenn der Effekt in jeder superkalten Wolke auftritt, zu sehen ist er leider nicht immer: Gibt es zu viele Turbulenzen oder ist die Wolkendecke zu dick, bleibt das Schauspiel im Einheitsgrau verborgen.

Heymsfield, A. et al.: Aircraft-Induced Hole Punch and Canal Clouds: Inadvertent Cloud Seeding. In: Bulletin of the American Meteorological Society 10.1175/2009BAMS2905.1, 2010.<

Nach: ´Spektrumdirekt´, http://www.wissenschaft-online.de/a...

Siehe in diesem Rahmen auch: "Clouds not UFOs or Wormholes" - http://www.youtube.com/watch?v=eGp2... + http://www.youtube.com/watch?v=imTf... .

In der US-UFOlogie spielt ein Vorfall vom November 2006 am O´Hare-Airport von Chicago eine große Rolle, wo auch eine Hole Punch-Wolke entstand - siehe http://cenap.alien.de/cenapnews/zei... .

Der große Kick und - UFOs

Ballzauber: Heute geht Spanien gegen die Schweiz an die Fußballkugel. Wobei natürlich wieder die Schweiz wegen ihren UFOs aus verpackter heißer Luft und Reispapier auffällt und uns u.a. an den Fall Brugg und was im Berner Oberland los war erinnert. Fußball-Europameister Spanien fällt durch die OVNI (Objeto Volador No Identificado) uns gleich ins Auge, aber nicht sofort durch MHB-Verwechslungen (den "lanterna cinese") als solche bisher. Obwohl sie doch als himmlisches ´Strandgut´ der ´Globos de papel´ anfallen sollten - und anfallen, siehe: "Globo de papel NO ES OVNI" - http://www.youtube.com/watch?v=GM0P... ; "Sky Lantern in Spain" - http://www.youtube.com/watch?v=uRwp... ; http://www.fiesta-sky-lanterns.com/... . Aber sie mögen in Espana bei Fiestas auch die Riesendinger wie in Brasilien (im Prinzip ´unbemannte Heißluftballons´ - UHBs sozusagen): http://www.youtube.com/watch?v=aQoL... . Vor einem Jahr war deswegen - die MHBs - ganz schön was an der Costa del Sol los: "More sightings of mysterious orange lights in the night sky" - http://www.euroweeklynews.com/20090... . Egal ob nun der Favorit Spanien gewinnt oder nicht, auch die Schweizer würden sich freuen und Party machen. So oder so wird heiße Luft im WM-Rummel abgelassen... Und dann lag eine Art neues "Wunder von Bern"-Sensation in anderer Version in der Luft - als die Eidgenossen im Spiel die Führung übernahmen. "Tor! Tor ! Tor!" - mit 1:0 stiegen die Schweizer mit Paukenschlag aus, die spanische Elf scheiterte und da fliegen doch die Löcher aus dem Käse! Damit war die Sensation der WM (bisher) perfekt im Sack! Schöngeistige Taktik der Worte der Ablenkung von Pleiten statt praktische Tore: Ansonsten sind nur die Ausreden kreativ warum es so oder so nicht bei diesen oder jenen mit Feuer klappe nach diesen nicht so wirklich tollen Vorrunden. Wo kennen wir dies nur her...? Woher nur... Da schließt sich ein Kreis in sachen Bringschuld! Ein echtes Fußball-Spektakel wie wir es haben wollen sieht anders aus. Das deutsche 4:0 ist a) einmalig bisher und ebenso bisher b) unübertroffen! So einfach und klippt und klar ist es mal wieder auf dem Punktekonto und Zählerstand. Noch Fragen (bis zum Freitag gegen Serbien was eine andere Hausnummer als gegen Australien ist)?

Apropo: Und schon gibt´s in der nicht kleinen Michael Jackson-Fangemeinde den Aufruf zu dessen Ehren zur Mitternacht des (ausgerechnet des ´Fliegenden Untertassen´-Gedenktags wegen der Arnold-Sichtung von 1947!) 24.Juni Himmelslaternen fliegen zu lassen - http://www.michaeljackson.com/dk-en... . Verrückterweise stamme diese Idee von einem ... Engländer!

Sachen gibt´s...

>Vermeintliches UFO in Garten gelandet

Idar-Oberstein. (dpa) Es landete nachts in ihrem Garten, piepte und blinkte: Wegen eines vermeintlichen UFOs hat eine Frau in Idar-Oberstein (Kreis Birkenfeld) in der Nacht zum Mittwoch die Polizei gerufen. Die 43-Jährige war von einem durchdringenden Piepton aus dem Schlaf gerissen worden und hatte das unbekannte Flugobjekt auf der Wiese entdeckt. Die Polizei gab Entwarnung: Das UFO entpuppte sich als ein "fantasievoll selbst ertüfteltes Modell-Flugobjekt" {nana, große Worte - wurden da in monumentaler Eigenleistung die Batterien reingeschoben und die LEDs in der ´Nachrüstung´ angesteckt?} mit vier Propellern sowie roten und blauen LED-Leuchten.

Es hatte wohl Kontakt zu seinem Piloten verloren und war im Garten notgelandet. Der sichergestellte Flieger kann von dem Tüftler bei der Polizei in Idar-Oberstein abgeholt werden.<

Nach: ´General-Anzeiger´, http://www.general-anzeiger-bonn.de...

Siehe in diesem Umfeld der ´Quadrocopter´-Klasse u.a. auch: "Es ist soweit: Der erste ´X-UFO´-Fall für die CENAP-Akten!" - http://cenap.alien.de/cenapnews/zei... ; "Polizei-Drohnen können die Paranoia vom Überwachungsstaat fördern" - http://cenap.alien.de/cenapnews/zei... ; "Das Hexacopter-UFO als neue Version des ´X-UFO´ - Neues UFO-Flugobjekt in Russland als Geschenkidee für Groß und Klein zum Weihnachtsfest und darüber hinaus!" - http://cenap.alien.de/cenapnews/zei... ; "Das X-UFO oder auch der Quadrocopter beim Treffen des Chaos Computer Clubs am Berliner Kongreßzentrum im Nachtflugeinsatz" unter http://cenap.alien.de/cenapnews/zei... .

Kurz vor der Mittagsstunde kontaktiere mich deswegen ein Redakteur der ´Rhein-Zeitung´ ( http://www.rhein-zeitung.de/regiona... ) und so entstand dieser Artikel:

>Ufo-Alarm in Idar-Oberstein: "Flugobjekt" in Garten gelandet

Idar-Oberstein - Es blinkte und piepte: Dieses vermeintliche Ufo riss eine Idar-Obersteinerin aus dem Schlaf. Die 43-Jährige war von einem durchdringenden Piepton aus dem Schlaf gerissen worden und hatte das unbekannte Flugobjekt auf der Wiese entdeckt. Die Polizei gab Entwarnung: Das UFO entpuppte sich als ein "fantasievoll selbst ertüfteltes Modell-Flugobjekt" mit vier Propellern sowie roten und blauen LED-Leuchten. Es hatte den Kontakt zu seinem Piloten verloren und war im Garten notgelandet. Der Tüftler kann den Flieger bei der Polizei abholen und ist froh, dass niemand ernsthaft zu Schaden kam. Er wird sich demnächst persönlich beim Opfer seiner nächtlichen Flugübungen entschuldigen. Die Idar-Obersteinern gesteht: "Ich hatte Angst, meine Knie haben gezittert." Auch dem herbeigerufenen Nachbarn war das Ganze nicht geheuer; anfassten wollte er das Teil schon mal gar nicht...

Werner Walter von der UFO-Hotline, der bundesweiten Meldestelle des Centralen Erforschungsnetzes für außergewöhnliche Himmelsphänomene (CENAP) in Mannheim, wird regelmäßig mit UFO-Sichtungen konfrontiert, eine solche Meldung hat ihn und seine Kollegen aber auch erst einmal erreicht. Beim zunächst unbekannten Flugobjekt handele es sich um einen Quadrokopter, der wahrscheinlich von einem Bastler mit den LEDs nachgerüstet wurde. Solche Flugobjekte, die sich seit etwa 2 Jahren großer Beliebtheit bei Modellfliegern erfreuen, bezeichnen Walter und seine Kollegen als "X-UFOs".

"Es ist nur verständlich, dass das Summen bei der Frau für Verwirrung gesorgt hat und sie den Quadrokopter im Garten durch die LEDs nicht identifizieren konnte." Die Hobbybastler wollen diesen Effekt durch das Nachrüsten der bunten Lichter auch bewusst erzielen. Die Rotorengeräusche zerstörten aber oft die Illusion.<

Der spezielle Kick, ganz krass - Zum ´Fliegenden Untertassen´-Jahrestag:

Idar-Oberstein, Sommer 2010 und der UFO-Crash - Roswell im Sommer 1947 mit der UFO-Crash-Story - Die ironische Gemeinsamkeit

Wer hätte sich die Geschichte nur (aus-)gedacht? Der liebe Gott der Realsatire? Genau um diese Zeit im Sommer 1947 stürzte das legendäre ´Roswell-UFO´ ab und stellte sich als für Spionage verwendeter geheimer Wetterballon für die US-Streitkräfte heraus, Stichwort: Projekt MOGUL. Von unten betrachtet sehen Wetterballone in der Höhe eben wie blitzende fliegende Scheiben am sommerlichen Tageshimmel aus, dies ist ein optischer Wirkungseffekt, weswegen bekanntlich weltweit immer und immer wieder mal nicht-erkannte Wetterballons als UFOs herhalten müssen. Der Hammer ist nun der, dass die Bundeswehr in Idar-Oberstein regelmäßig ebenso Wetterballone aufsteigen läßt. Verschiedene Male gab es deswegen UFO-Alarm. So auch im April 2007, als in der ganzen Rhein-Neckar-Region ein UFO gesehen wurde und die Leute narrisch machte. Ich untersuchte den zunächst rätselhaften Vorgang und kam bei der Bundeswehr in Idar-Oberstein heraus, deren Wetterballonaufstiege von der Windlage abhängig zu uns trieben und so das UFO-Fieber auslösten - siehe auch http://www.wissenschaft-online.de/a... & http://cenap.alien.de/cenapnews/zei... / http://cenap.alien.de/cenapnews/zei... / http://cenap.alien.de/cenapnews/zei... . "Roswell 2.0" der ´neuen Fassung´ in deutsch quasi. ;-) Es fehlte nur ein Crash, aber ausgerechnet das jetzt in Idar-Oberstein ein ´besseres´ Spielzeug als UFO abstürzte ist die Ironie des ganzen UFO-Themas... Dazu gab ich auch eine PM im ganz kleinen Rahmen aus. So gesehen geht es auch hier im ewigen Kreis.

Es dreht sich alles im ewigen Kreis

Gegen 17 h meldete sich Frau L. aus Bonn aufgrund des Artikel bei der ´Rhein-Zeitung´, weil sie jetzt erstmals was von der UFO-Hotlene mitbekam und ihr eine Sache auf der Seele brannte. In der vergangenen Samstagnacht hatte sie gegen kurz vor Mitternacht ein paar Minuten lang 4-5 leuchtende Körper aussehend "wie langes Feuerwerk, so glühend" in größerer Punktgestalt über den Himmel ziehen sehen, schweiflos, geräuschlos. Aber dies waren keine Flugzeugmodelle und nichts war runtergekommen, "sie vergingen einfach aufsteigend oben am Himmel spurlos". Wie gehabt mit den Himmelslaternen!

England: Der ewige Kreis-"Teller" dreht sich weiter

>Lights spark more UFO claims

More mysterious lights have been spotted in the skies above Tendring, sparking a flurry of UFO reports. The Gazette reported last week how UFO-sceptic John Tarrier saw unidentified flying objects over Jaywick. Three days later, Sue Alderton also had a close encounter. She went into the garden of her house in Havering Close, Clacton, at 10pm. "I noticed three bright orange, glowing, lights to the west - quite big in size," she said. "They just appeared and were travelling from east to west. They were quite high up and seemed to be travelling fairly fast. My husband also witnessed this."

Chinese lanterns are often mistaken for UFOs as they float into the sky. But Sue insisted: "There is no way these were Chinese lanterns." Brenda Scragg has also seen strange lights over her Clacton home more than once. "There were three lights like a helicopter´s flying in formation. I´m not a UFO-type of person and I used to be in the RAF, so I know it wasn´t a helicopter. I thought it was really strange because there was no noise."

There were more reports on Saturday night, but Tracey White, of Purley Way, said she has the explanation. "My 16-year-old daughter, Natasha, was at a party down by the airfield and they were letting off Chinese lanterns."<

Nach: ´Clacton & Frinton Gazette´ , http://www.clactonandfrintongazette...

Alles andere als ein ´Cosmic Watergate´... - über den Tellerrand hinaus

UFO-Kunde: Überall UFO-Alarm, 1.Teil

Was wir Menschen tun ist zu interpretieren und den Dingen eine Bedeutung geben. Immer wenn viel Seltsames und scheinbar Unerklärliches sich ereignet hat ruft dies Ratlosigkeit hervor - dadurch öffnen sich Tür und Tor für wildeste Spekulationen. Zu diesen Interpretationen in Sachen UFO-Phänomen gehört die klassische Modellvorstellung von einer Fliegenden Untertasse, ein Begriff den ein Journalist erfand und der durch die frühen SF-Streifen der Filmindustrie und Traumwelt Hollywoods dann bildliche Ausprägung annahm. Was ist aber wenn wir etwas völlig falsch interpretieren? Dann könnten wir doch auch Gefahr laufen falsche Vorstellungen zu entwickeln, einen Mythos freisetzen - einen Mythos um Objekte im Luftraum die fremdartig sein sollen. Wenn dem so ist, dann ist die Intelligenz hinter dem UFO-Phantom der Lüfte niemand anderes als der Mensch selbst und unter diesem Gesichtspunkt ist es mehr als ratsam, wenn der UFO-Forscher über den Tellerrand hinausschaut und sozialkritisch reflektierend den Zustand der Gesellschaft betrachtet, in der der moderne Aberglaube blüht - der sich in vier Kategorien festmacht: 1) Aberglaube als Teil einer Kosmologie oder Weltanschauung, 2) andere gesellschaftlich anerkannte Formen des Aberglaubens (Regeln wie "Schwarze Katzen bringen Unglück"), 3) okkulte Erlebnisse von Einzelpersonen (außersinnliche Wahrnehmung, Vorahnungen, Spuk) und persönlicher Aberglaube der mit z.B. Ritualen verbunden ist, die Glück bringen sollen. Trotzdem ist abergläubisches Verhalten nicht anormal, jedoch irrational, weil es auf Denkfehlern beruht. Manchmal jedoch beeinträchtigt Aberglaube unsere Fähigkeit, effektiv zu denken und zu handeln, indem er uns von einer Suche nach wirksameren Kontrollmethoden und einer wohlüberlegten Bewertung unserer Möglichkeiten abhält und so den Vorgang des Problemlösens stört. So sind auch gebildete Menschen nicht dagegen gefeit, an Magie und Übersinnliches zu glauben, weil sich ihre Befürworter bereits a priori festgelegt haben. Sie betrachten und untersuchen die vorliegenden Hinweise nicht mit offenen Ausgang und suchen nicht wirklich nach einer Lösung des Rätsels. Statt dessen sind sie in dem Bemühen verstrickt, Offenheit von allen anderen einzufordern und von ihrer eigenen Überzeugung ausgehend alles so hinzubiegen, dass sie ihre Meinung nicht zu ändern brauchen.

Ein Beispiel soll dies verdeutlichen und klarmachen: Es war Dienstag-Morgen, der 23.September 1986. Kurz nach 10 h klingelt mal wieder das Telefon der deutschen UFO-Hotline und ein Redakteur der Ludwigshafener Tageszeitung ´Die Rheinpfalz´ berichtet aufgeregt über eine UFO-Sichtung, die gegen 7:30 h an diesem Morgen im Rhein-Neckar-Kreis stattgefunden hatte und ihm allein von bisher drei Leuten gemeldet worden war während weitere Meldungen bei Kollegen von Außenredaktionen aufgelaufen waren: "Ein grüner Flugkörper mit Lichtausstoß bewegte sich langsam aus dem Raum Odenwald auf den Pfälzer Wald zu. Es muß schon ein paar Minuten gedauert haben, ein Geräusch war wegen dem Frühnebel nicht zu hören und bisher haben dies ein halbes Dutzend Leute der Redaktion in Ludwigshafen gemeldet." Ein getarnter Hubschrauber von NATO-Streitkräften, welche just zu dieser Zeit im nordbadischen Raume Manöver durchführten? Oder was sonst? In mir brach das UFO-Jagdfieber in Form der Recherche aus und da ich meinen freien Tag hatte war ich sofort am Ball.

Einen der Zeugen konnte sofort in Limburgerhof von mir angesprochen werden, Herr Peter Erbach schilderte folgende Details: "Es war genau um 7:34 h, ich stand am Schlafzimmerfenster und schaute raus - das Fenster war offen. Ich habe hier den Blick nach dem Odenwald hin, etwa auf Heidelberg. Da schoß plötzlich irgendetwas Außergewöhnliches aus Osten gegen Westen daher, es kam von rechts und zog nach links. Es war etwas metallisch-leuchtendes mit einem schmalen Streifen hinter sich. Es war sehr schnell, schneller als ein Flugzeug vielleicht. Wie weit entfernt und wie groß, weiß ich nicht. Es war ein ziemlich langer Streifen dahinter, vielleicht 5 bis 7 Mal so groß wie der Punkt. Wissen Sie, ich dachte zuerst, es wäre eine Rakete von den Russen, die da einen Krieg angefangen haben. Ich habe einen gehörigen Schreck gekriegt." Der Mann war zweifellos tief betroffen und beeindruckt gewesen und es gab keinen Grund an seiner Beobachtung zu zweifeln, er hörte sich ganz vernünftig an. Auch Margit Breunig aus Dirmstein (Lehrerin) hatte das Objekt gesehen: "Ich trat aus meinem Haus in der Berliner Strasse in Dirmstein und wurde unwahrscheinlich geblendet. Als ich zum Himmel hochsah, entdeckte ich in etwa 700 Meter Höhe ein fliegendes Objekt, das im Zentrum gleißend hell, nach außen hin grünlich war und einen langen Schweif hinter sich herzog." Die Dirmsteinerin hat dann beobachtet, wie im Schweif etwa sechs helle Funken hinter dem Objekt herflogen: "Es sah für einen Moment so aus, als habe die Kapsel sechs kleinere UFOs ausgespien." Sechs Sekunden lang hat sie das "geräuschlose Himmelsding" gesehen, dann war es schon bei Grünstadt am Horizont verschwunden. Die ganze Flugbewegung war aufgrund dieser Dynamik und hoher Geschwindigkeit als "recht unruhig" dargestellt worden. Ernst Stach sah das Flugobjekt, als er an der Bushaltestelle in der Eppsteiner Weidstrasse stand: "Es glühte wie eine Sternschnuppe und hatte einen gelb-bläulichen, langgezogenen und geschwungenen Schweif." Für ihn wirkte es so, als flöge die Erscheinung in 500 Meter Höhe und mit 900 km/h. Also setzten die für mich üblichen Recherchen bei weiteren Zeitungen wie den Mannheimer Morgen und der Rhein-Neckar-Zeitung sowie diversen Polizei-Dienststellen bis hin zur Bezirksregierung Koblenz ein. Hierbei stießen wir auch auf einen Beobachter, der am Heidelberger Max-Planck-Institut für Astronomie arbeitet und die Erscheinung sah. Herr Schütz berichtete so in unserem Gespräch: "Um 7:30 h sah ich an der Gaiberger Kreuzung (liegt von Leimen aus Richtung Lingenfelder Hofe) zuerst ein Objekt mit weißem Schweif herbeikommen, dieses zerbrach in zwei Teile die horizontal von Ost nach West in konstantem Abstand hintereinander herflogen. Die Farbe war ein grün-bläuliches Rückstoßfeuer. Das zweite Objekt war um 1/3 leuchtschwächer und z.T. von der wellenförmigen Rauchfahne des ersten Objektes überdeckt. Die Objekte durchflogen den Himmelsausschnitt von ca 60 Grad, wobei sich dann die zwei Objekte in 4 bis 5 weitere kleinere Objekte auflösten. Das ganze Geschehen sah ich etwa 10 Sekunden lang."

Im Radioprogramm des SDR war ein Herr Glück aus Ludwigshafen zu hören gewesen, der recht anschaulich von seiner Beobachtung mitten in der Stadt sprach. Sofort rief ich den Sender an, dort hatte man aber leider die Daten von Glück nicht notiert - so auch nicht seine Telefonnummer. Also ließ ich mir über die Telefonauskunft alle Glücks in Ludwigshafen durchgeben - 15 x sollte ich es also versuchen. Insgesamt zwölf Glücks konnte ich erreichen, aber davon schien keiner der zu sein, den ich suchte, zudem waren einige "Männer, Brüder, Vatis und Opas" unterwegs, "im Geschäft", "beim Einkaufen" etc. Den Glück vom Radio bekam ich nicht zu sprechen. Dafür meldete sich Herr Kischa aus Ludwigshafen-Notwende, der von der Zeitung an mich verwiesen worden war. Er schaute gegen 7:30 h aus seiner Wohnung, um den Kindern auf dem Schulweg nachzuschauen: "Plötzlich erschienen da über der BASF zwei Lichtpunkte, ich dachte es seien irgendwelche Leuchtraketen. Sie zogen direkt auf mich zu und über mich hinweg - von Ost nach West. Es war ein einmaliges Erlebnis, aber gleich war es auch schon wieder rum. Sie kamen auf meine Wohnung zu, lösten sich dann etwas von mir in eine Lichterkette auf, da waren viele kleinere Lichter im Schweif zu sehen. Dies alles war weiß-blau-glitzernd, es sah aus wie eine Perlenkette. Sie zog in einigen Sekunden unheimlich ruhig nach Kaiserslautern dahin. Es war ein bißchen diesig hier, aber es war alles recht hell, sehr hell. Vielleicht waren sie nah, vielleicht waren sie fern - alles ist drin. Ich habe von solchen Dingen keine Ahnung, aber ein Flugzeug war das zu 100 Prozent nicht, auch kein Hubschrauber - neinneinnein. Die zogen einfach von Horizont zu Horizont über mich hinweg, ich war genau unter ihnen. Für einen Meteoriten war es zu komisch, ach ich weiß halt auch nicht. Das ganze Gebilde sah aus wie Eines, war vielleicht 10 x so lang wie breit. Zu hören war davon nichts."

Inzwischen waren bei den öffentlichen Dienststellen ähnliche Erfahrungsberichte von Zeugen des morgendlichen UFO-Schrecks aufgelaufen, wodurch das Ereignis überregional wurde und der Hubschrauber in Tarnfarben in weiten Fernen als erste Erklärungshypothese entschwand. Die morgendliche Himmelserscheinung hatte Tausende dazu geführt, die Polizei wegen einer "UFO-Angst" zu alarmieren. Vom Mannheimer Planetarium war zu erfahren, das auch dort inzwischen Meldungen von einem "phosphoreszierenden Gegenstand" aufliefen, der scheinbar in flacher Flugbahn den Himmel überquerte und dabei "Klein-Objekte" abspaltete. Das wurde ja immer aufregender! Und plötzlich riefen auch Polizeidienststellen aus dem nördlichen Baden-Württemberg sowie Rundfunkstationen aus Hessen, Zeitungs-Redakteure aus Rheinland-Pfalz an, um meinen Ratschlag ob der bei ihnen auflaufenden UFO-Berichte zum "Objekt von 7:30 h" an. Die Sache entwickelte sich zu einem heißen Thema und inzwischen berichteten alle Radio-Nachrichtensendungen des Landes die Geschichte als Erstmeldung, wobei immer wieder die Rede von der Bewegungsrichtung West nach Ost war, was meiner ersten Erkenntnis nach falsch und genau umgekehrt war. Mancher Beitrag war mit "Guck, guck, i han a UFO g´seh - guck, guck, do überm Wald isch s g´wes" ironisch mit dem Lied des schwäbischen Barden Wolle Kriwanek angespielt worden. Aber genau der Punkt der falschen Richtungsangabe könnte zu weiteren falschen Vorstellungen führen. Jemand dachte, "einen brennenden Hubschrauber abstürzen gesehen" zu haben, doch es wurde kein derartiger vermißt. Andere meldeten ein "fußballgroßes UFO mit riesigem Schweif in Richtung Saarland" ziehen und ein Beamter der luxemburger Flugsicherung war sicher, "dass das Objekt nicht zum normalen Flugverkehr gehört und er sich außer einer durchgegangenen Rakete sich die Erscheinung "nichts anders erklären könne" nachdem ihm zig Privatpersonen entlang der Mosel von dem "fliegenden Ding" berichteten. Die Nachrichtenagentur dpa tickerte gegen Mittag folgende Schlagzeile durch das Land, die mir auch zuging: "UFO über West-Europa - hellgrün bis türkis mit Feuerschweif. Ein unbekanntes grünschimmerndes Flugobjekt (UFO) mit Feuerschweif ist am Dienstag im Südwesten der Bundesrepublik, über Frankreich und Belgien gesichtet worden." Das Phänomen hatte nun überregionale Dimensionen angenommen und war auch im benachbarten europäischen Ausland ausgemacht worden, ja Tausende mußten es an diesem Morgen gesehen haben, weil zahlreiche öffentliche Einrichtungen in drei oder gar vier Ländern "pausenlos" in jenen Stunden UFO-Berichte erhielten, meistens entweder in Form von einem "Hauptobjekt, welches von mehreren Kugeln begleitet wurde" oder von zwei oder drei Feuerbällen mit nachziehendem gewaltigen Funkenschweif. Über Brüssel und Paris sah man es als Formation von zehn bis fünfzehn dahinrasenden Lichtpunkten, die dann vergingen. Die Zeit war immer identisch, gegen 7:30 h bis 7:35 h war es also passiert. Wenn diese Erscheinung also über ein gutes Teil Westeuropa´s zu sehen gewesen war, dann muß sie sehr hoch geflogen sein und in wenigen Minuten viele hundert Kilometer hinter sich gebracht haben. Jegliches normale irdische Gefährt war somit und soweit auszuschließen. Feuerball-Bolide oder Raketen-Re-Entry? Soweit war damit die Luft um ein "echtes UFO" schon mal hinaus, aber die Bearbeitung des Falls noch nicht zu Ende, um die Geschichte nicht einfach so in der Schwebe zu lassen.

Im Zuge des frühen Nachmittags konnte ich dann verschiedene Polizisten und sogar Hubschrauber-Piloten sprechen, die am Morgen jene zerbrechenden Lichter dahinrasen gesehen hatten. Die militärischen Flugsicherungen der US-Stützpunkte Bitburg und Ramstein hatten auf Radar genauso wenig von der Erscheinung ausgemacht wie Frankfurt, Saarbrücken und Stuttgart. Herr Marx von der Flugsicherung in Frankfurt führte seinen Kenntnisstand aus: "Von östlich Nürnbergs bis hin in die Pfalz kamen Berichte herein, aber dies wissen wir auch nur aus zweiter Hand da vor als BFS-Außenstellte selbst weder optisch noch auf Radar etwas ausmachten. Auf jeden Fall sind irgendwelche farbigen Lichter aufgetaucht und was es war wissen wir auch nicht. Alles war offenbar recht schnell vorbei und seither klingelt hier das Telefon..." Das dortige Personal war inzwischen schon ziemlich genervt, da ich natürlich nur einer von vielen Anrufern in dieser Angelegenheit war. Im Radio war zu hören, dass die Lotsen vom Luxemburger Airport Findel nur Sichtkontakt mit den für sie unerklärlichen Lichtern, beschrieben als "grünliche, stark leuchtende Bälle oder Kugeln" in einer Art "Geleitzug" zu einem "vorausgehenden Hauptobjekt mit Schweif" welches die anderem "im Schlepp" nach sich zog, gehabt hatten und sich fragten, warum sie davon nichts auf dem Radar verzeichneten. Das baden-württembergische Innenministerium in Stuttgart war derweilen mit in den Fall der "zwei silbrigen Kugeln mit grünlichen Schweifen" hineingerißen worden und wußte nicht so recht damit umzugehen, weswegen man dort dankbar war, das sich das Mannheimer CENAP in die Ermittlungen einschaltete und deswegen auch in der Öffentlichkeit empfahl sich wegen UFO-Angelegenheiten an uns zu wenden, weswegen wir diese Empfehlung auch gerne weitergeben und uns als eine Art "Auszeichnung" und Referenz ans Revers heften. Mein Gott, jetzt ging es richtig los und den ganzen Tag, ja bis in die Nacht hinein, über war mein Telefonanschluß blockiert. Sternwarten, Flugsicherungseinrichtungen und Reporter von Zeitungen, Agenturen und Radiosendern wollten mehr wissen und vor allen Dingen: Was hatte es nun wirklich mit diesem Phänomen auf sich? Das war ein aufregender Tag gewesen, vier Radiointerviews kamen noch hinzu. Hier wurden auch die Grenzen klar in denen man einer solche Geschichte begegnen kann. Aufgrund dessen, dass die Telefondrähte glühten läuft man schnell Gefahr die Übersicht zu verlieren, hier ist äußerste Disziplin gefragt.

Hart an der Grenze war mir klar geworden, dass das Phänomen zumindest an diesem Morgen wohl kein außerirdischer Besucher in Form eines "Motherships mit Scoutships in seiner Begleitung"war - auch wenn er aus dem Weltraum kam. Ein Wiedereintrittskörper schien am wahrscheinlichsten für dieses Ereignis. Diverse Medien wurden ab 16 h darüber unterrichtet, als diese nachfragten - und ab 17 h berichteten die ersten Radiosender genau dies. Um eine sich noch lange hinziehende Affäre kurz zu machen: Trotz aller Fernsehnachrichten noch am selben Tag und Schlagzeilen vom nächsten Tag wie Aufregung um grünes UFO, UFO mit Schweif, Leuchterscheinung mit Feuerschweif beunruhigte viele Frühaufsteher, Super-UFO - nur ein Meteorit? oder Pilot: UFO schräg von mir gesichtet, konnte ich feststellen, dass der außerirdische Besuch aus dem Kosmos abgeblasen werden mußte, weil mir die amerikanische Luftraumüberwachungszentrale NORAD in ihrem Spacewarn Bulletin mitteilte, dass eine russische Rakete einen MOLNIYA-Satelliten am 29.März 1986 hochgeschossen hatte und diese Raketenstufe nun über West-Europa aus seinem Orbit in der Hochatmosphäre eingetreten war und dort beim Durchgang der Luftschichten sich aufheizte und schließlich in einem feurigen Spektakel auseinanderbrechend in viele kleine Einzelteile verglühend verging. Irdischer Weltraummüll sollte für das schier europaweite UFO-Fieber gesorgt haben, damit schien der Zwischenfall intern als sogenannter Wiedereintritts-Körper (Re-Entry) aufgeklärt.

Dieter Mitulla berichtete in der ´Augsburger Allgemeinen Zeitung´ vom 24.September 1986 unter der Schlagzeile "UFO auch über dem Alten Flugplatz? Augsburger hat unbekanntes Flugobjekt beobachtet" von folgendem Geschehen in seiner Region: Zuerst habe er es nur "für irgendwas auf der Windschutzscheibe" gehalten. Dann aber sah der 38-jährige Augsburger Norbert König am Himmel über dem Alten Flugplatz ein "hellgrün schimmerndes, floureszierendes Ding" - ein UFO (unidentifiziertes Flugobjekt) möglicherweise. In der ganzen Bundesrepublik und auch im angrenzenden Ausland wurden gestern solche Objekte beobachtet und der Polizei gemeldet. Experten haben erklärt, es handle sich bei den gesichteten Objekten möglicherweise um Teile eines Satelliten oder eine Rakete, die von ihrer Flugbahn abgekommen ist und in der Atmosphäre verglühte.

Norbert König, der in Haunstetten wohnt, hat eine ziemlich genaue Beschreibung von dem Flugobjekt, das er gegen 7:35 h auf dem Weg von seiner Wohnung in Haunstetten zur Arbeit gesehen haben will. Es sei nicht etwa vom Himmel gefallen, sondern habe eine Flugbahn mit hoher Geschwindigkeit beschrieben. Er könne aber nur schwer abschätzen, wie hoch das Objekt flog und welche Ausmaße es gehabt habe. "Verblüfft" sei er vor allem von der Tatsache gewesen, dass das Objekt seine Form veränderte und sich streckte, bevor es am Horizont verschwand. Das UFO sei etwa mit der Geschwindigkeit eines Düsenjägers geflogen, berichtete König gestern Abend der AZ. "Vom Beruf her habe ich mir schon Gedanken gemacht, was das Ding denn gewesen sein könnte", meinte der gelernte Maschinenbau-Konstrukteur nach seinem UFO-Erlebnis. Er glaube, trotz einer gewissen Skepsis, zwar "im Prinzip an UFOs, dass da irgendetwas ist". Einen Kontakt mit Außerirdischen hält Norbert König aber für ausgeschlossen. Bei der Polizei sind UFO-Beobachtungen gestern nicht aktenkundig geworden. "Bei uns ist kein derartiger Hinweis eingegangen", heiß es gestern Abend von einem Sprecher der Polizei-Einsatzzentrale.

"Gestern 7:30 h: ´Besuch aus dem Weltall´/Riesiger Feuerschweif über Deutschland" titelte BILD im mächtigen Lettern am 24.September 1986: Gestern morgen um 7:30 h hielten Tausende in Deutschland den Atem an - Autofahrer blieben stehen. Passanten deuteten aufgeregt in den Himmel. Hunderte riefen die Polizei an. Hoch am Himmel spielte sich ein faszinierendes Naturschauspiel ab. Ein "Besucher aus dem Weltall", ein Meteorit, raste mit riesigem Feuerschweif auf die Erde zu, explodierte dann und verglühte in blaugrünem Funkenregen in der Atmosphäre. Einige hielten die glühenden Meteoriten-Trümmer für ein brennendes Flugzeug, andere glaubten an einen verglühenden Satelliten. Viele waren sicher: Ein UFO! "Ich saß gerade beim Frühstück, schaute aus dem Fenster. Da sah ich das UFO vorbeifliegen - vorn leuchtend grün, dahinter ein Feuerschweif mit grellen weißen Punkten", schildert Hausfrau Renate Zimmermann (44) aus Stuttgart. Zur gleichen Zeit, um 7:30 h, funkte ein Swissair-Pilot über Stuttgart an die Bundesanstalt für Flugsicherung: "Nicht zu identifizierendes Flugobjekt schräg vor mir gesichtet." Polizeihubschrauber "Bussard 3" fliegt über der Autobahn bei Pforzheim - da ruft Pilot Helme Lorenz (42) seinem Kollegen zu: "Mensch, schau mal da vorn - wie Flammen aus einem Schneidbrenner. Ein glühender Punkt, türkisfarben." Alles ging so schnell, dass die Hubschrauber-Besatzung nicht zum Fotografieren kam. In Karlsruhe war Polizeihauptmeister Adolf Göb (47) auf Fußstreife: "Plötzlich sah ich sechs weiße Punkte am Himmel. Nach fünf Sekunden waren sie über dem Rhein - und dann verschwunden." Auch das Bundesverteidigungsministerium wurde alarmiert. Pressesprecher Oberstleutnant Bühler: "Hunderte von Anrufen sind bei bei uns eingegangen. Auf den Bildschirmen der Luftüberwachung war nichts zu sehen. Die Forschungsgesellschaft für angewandte Naturwissenschaften sagt, es war ein Meteorit." Der Bochumer Weltraumforscher Professor Kaminski*: "Das war ein fünf Kilo schwerer Meteorit aus Stein, mit Nickel und Eisen. Als er in die Atmosphäre eindrang, erhitzte er sich auf rund 4000 Grad, zerplatzte in 40 bis 50 Kilometer Höhe. Dann verglühte er."

* = In der Astronomie-Zeitschrift "Sterne & Weltraum" Nr.9/1988 meldete sich Prof.Dr.J.V.Feitzinger als Direktor der Sternwarte Bochum unter der Titelzeile "Falsches Markenzeichen": "Immer wieder tauchen in der Presse Sensations- und Falschmeldungen über astronomische Ereignisse auf, die als Autor Herrn Prof.Kaminski als den Direktor der Sternwarte Bochum nennen. Prof.Kaminski, zur Zeit Leiter eines Instituts für Umwelt- und Zukunftsforschung in Bochum, benützt seit seiner Pensionierung vor 2 1/2 Jahren (1986 weiter die Amtsbezeichnung: Direktor der Sternwarte Bochum. Unter diesem Signum bedient er über eine ihm zur Verfügung stehende Telexeinrichtung die Presseagenturen. Die Aufforderung der Stadt Bochum dies zu unterlassen werden ignoriert."

"UFOs in mehreren Ländern Europas gesehen - Berichte über Feuerschweif - Meteorit oder Raketenteil vermutet" meldete ´Der Tagesspiegel´ vom 24.September 1986 aufgrund zusammenfassender Reuter/dpa-Meldungen: Eine unbekannte Himmelserscheinung hat gestern viele Menschen in mehreren westeuropäischen Ländern verwirrt. Drei Flugzeugpiloten, ein Fluglotse und mehrere hundert weitere Personen in mehreren Bundesländern sowie in Luxemburg, Belgien und Frankreich berichteten übereinstimmend, dass sie gegen 7:30 h ein helles Flugobjekt beobachtet hätten, das von Ost nach West geflogen sei. Ein Sprecher der Bundesanstalt für Flugsicherung teilte in Frankfurt mit, der Pilot einer Maschine der schweizerischen Fluggesellschaft Swissair, ein Pilot der US-Luftwaffe sowie ein privater Flieger hätten übereinstimmend von einem Feuerschweif berichtet, den sie oberhalb ihrer Maschinen gesichtet hätten. Zwei der Flugzeuge hätten sich im Raum Frankfurt, das dritte in der Nähe von Stuttgart befunden. Das Objekt habe aber nicht auf dem Radarschirm geortet werden können. Die Höhe des Objektes wurde von mehreren Zeugen mit etwa 200 Metern angegeben. Der Leiter der Bochumer Sternwarte, Kaminski, vertrat die Auffassung, dass es sich um einen Meteoriten gehandelt habe, der sehr flach in die Erdatmosphäre eingetreten und dann wie ein Kieselstein auf dem Wasser von Luftschicht zu Luftschicht gehüpft sei. Bei einer Temperatur von 3000 bis 4000 Grad sei er in einer Höhe von 30 bis 40 Kilometer geborsten. Die Trümmer seien dann zur Erde gerast und verglüht.

Nach Angaben der luxemburgischen Polizei wurden fünf bis sechs nahe beieinanderliegende hellgrüne Lichter gesichtet, die in großer Geschwindigkeit in Richtung Westen geflogen seien. Ein Polizeisprecher sagte, man habe keine Ahnung, worum es sich dabei gehandelt haben könne. Zunächst sei angenommen worden, es handele sich um eine militärische Rakete, die während eines Manövers in der Bundesrepublik Deutschland abgefeuert worden sei. Der Fluglotse im Kontrollturm des luxemburgischen Flughafens berichtete, das Objekt sei wie eine Rakete gewesen, aber viel schneller. "Es waren fünf verschiedene Dinge, die sehr dicht beieinander flogen", sagte er. Die UFOs waren möglicherweise Raketenteile, die beim Eintritt in die Erdatmosphäre verglüht sind. Das für die Verteidigung des nordamerikanischen Kontinents zuständige NORAD-Zentrum erwartete nach französischen Angaben für diesen Monat gleich zwei Mal den Eintritt sowjetischer Raketenteile in die Atmosphäre. Danach sollte bis zum 10.September ein Teil der sowjetischen Trägerrakete zur Erde zurückfallen, die am 19.Juni den Satelliten Molnia auf seine Position im All gebracht hatte. Für etwa den 23.September wurde die dritte Stufe der Rakete erwartet, mit der die Sowjetunion am 21.März einen Cosmos-Satelliten ins All geschossen hatte. Der vorausberechnete Kurs der Wrackteile entsprach nach Angaben französischer Wissenschaftler etwa dem der beobachteten UFOs.

"Waren Außerirdische zu Besuch? Mysteriöse UFOs über Darmstadt - Grünliche Flugkörper zogen am Himmel gen Westen bis nach Frankreich/Keine exakte Erklärung" stellte das ´Darmstädter Echo´ vom 24.September 1986 den Vorfall dar: Invasion von der Wega? Grüne Männchen mit feuerspeienden Fliegenden Untertassen? Unzählige Autofahrer traten unvermittelt auf die Bremse, Spaziergänger hielten inne und Frühaufsteher unterbrachen ihren morgendlichen Alltagstrott. Alle bekamen große Augen: Am Himmel über Darmstadt zog am Dienstag gegen 7:30 h etwas Unerklärliches in etwa 200 bis 1000 Metern Höhe seine Bahn. Grünlich leuchtend war es, vorne rundlich, hinten kastenförmig. Und einen Feuerschweif zog das Ding auch hinter sich her. Eine Rakete oder ein außer Kontrolle geratenes Flugzeug? Waren etwa Außerirdische mit ihren UFOs zu Besuch? Hunderte von Anrufern ließen beim Darmstädter Regierungspräsidenten, den Polizeistationen und den Redaktionen die Telefondrähte heiß werden. Niemand konnte zunächst den besorgten Bürgern stichhaltig die seltsamen Himmelskörper, die in ost-westlicher Richtung unterwegs waren, - zumal immer neue UFO-Meldungen eingingen, erklären. Ähnliche Flugkörper hatten gestern -nahezu gleichzeitig- auch im Raum Mainz/Worms, im nördlichen Schwarzwald und im Ruhrgebiet für Aufregung gesorgt. Am Nachmittag wurde das UFO gar in Luxemburg und Paris gesichtet. Rätsel über Rätsel: Fast jeder, der berufsmäßig in irgendeiner Weise mit Flugkörpern zu tun hat, zuckte am Dienstagmorgen bei der Frage nach den Darmstädter UFOs mit den Schultern. Ein brennendes oder ins Trudeln geratenes Flugzeug war es nicht. Die Flugsicherung am Frankfurter Rhein-Main-Flughafen hatte nichts dergleichen registriert. Vom Egelsbacher Flugplatz durfte gestern morgen wegen schlechter Sichtverhältnissse überhaupt keine Maschine starten. Auch der in Darmstadt ansässigen europäischen Weltraum-Kontrollbehörde ESOC war kein Satellit außer Kontrolle geraten. Möglicherweise, so ein ESOC-Sprecher, habe ein tieffliegender Satellit in der Sonne blinken können.

Die Bundeswehr winkte ebenfalls ab. Zwar finden derzeit im nördlichen Baden-Württemberg und im Raum Würzburg größere Herbstmanöver ("Frankenschild") statt. Doch bis in den Raum Darmstadt oder weiter könne etwa eine Übungsrakete nicht fliegen, meinte auf Anfrage ein Oberstleutnant. Eine Vermutung, was da am Himmel zu sehen gewesen war, hatte er freilich auch nicht. Etwas Militärisches sei es jedenfalls mit Sicherheit nicht gewesen. "Am wahrscheinlichsten", so ein Sprecher des Darmstädter Regierungspräsidiums, sei wohl der Erklärungsversuch der Sternwarte Frankfurt: Danach ist am Dienstagmorgen über dem Rhein-Main-Gebiet - und nicht nur da - ein Meteoritenschauer niedergegangen. Das sei zu dieser Jahreszeit nichts Ungewöhnliches. Das Geschehen sei zudem in der Morgendämmerung weithin sichtbar. Eine absolut feststehende Erklärung für die Erscheinung ist das freilich nicht. Zuletzt hatte im Februar ein Meteoriteneinschlag in Darmstadt für Aufregung gesorgt: Ein dicker Himmelsbrocken hatte die gut zwanzig Zentimeter starke Eisschicht des Arheilger Kalkofenteichs durchschlagen. Nach und nach waren auch in anderen Darmstädter Gewässern, etwa im Kranichsteiner Brentanosee, Meteoriteneinschläge von Spaziergängern entdeckt worden.

"UFO-Datenbank sucht Zeugen" meldete am 27.September 1986 aufgrund einer dpa-Meldung aus Paris die ´Süddeutsche Zeitung´: Die 1971 vom französischen Sekretariat für Raumforschung und -studien gegründete Internationale Datenbank für Angaben über UFOs sucht nach Augenzeugen, die am Morgen des 23.September die überall in Westeuropa beobachteten unbekannten Flugobjekte gesehen haben. In ihrem Aufruf sichert die Datenbank jedem Berichterstatter die Anonymität zu, der ihr seine Beobachtungen schriftlich mitteilt. Die Anschrift der Datenbank lautet: Banque Internationale des Donnees Ufologiques, B.P.10, F-92323 Chatillon Cedex, Frankreich.

Am 27.Dezember 1986 berichtete ´Die Rheinpfalz´ in einer Meldung von Christian Poppe aus Paris unter der Schlagzeile "Auf der Spur rätselhafter Erscheinungen: Private Forschungsgruppe will mit Datensammlung ´UFOs´ aufspüren" - das Ereignis des 23.September von den Bemühungen der ersten "Internationalen Bank für ufologische Daten", um dem sonderbaren Vorkommnis auf der Spur zu bleiben. Nach dem ersten Aufruf hatte die Gruppe unter Frank Marie aus Chatillon, nahe Paris, allein 250 Briefe aus der Bundesrepublik, den Benelux-Ländern und Frankreich erhalten. So erfuhren wir mehr über das von Augenzeugen beschriebene Phänomen. Wollte man den Zeugen glauben, dann sei diese Formation eines himmlischen Besuchers "in Höhen zwischen 800 und 2.000 Metern über Mittel- und Westeuropa" geflogen, nach Meinung einer Zeugengruppe von Nordwest nach Südost und nach Ansicht der anderen Zeugengruppe von Nordost nach Südwest. Und die Zeitspanne lag meistens zwischen 7 und 8 Uhr. Mit dieser Studie wollte Marie´s Vereinigung die Erklärung des Vorfalls durch die von Jean-Jacques Velasco geleitete kleine GEPAN-Gruppe beim Luft- und Raumfahrtzentrum CNES in Toulouse widerlegen, wonach die Erscheinung ein zerplatzender Meteor war. Marie wollte nun nachweisen, dass dies aufgrund der Zeugenbeschreibungen genauso wenig der Fall sein konnte wie ein Re-Entry-Körper.

Was daraus wurde, davon hörte man nie mehr etwas - und die von Marie ins Leben gerufene Vereinigung war alsbald auch nicht mehr existent. Inzwischen waren wir auch dazu übergegangen, die Erscheinung als zerplatzenden Feuerball-Boliden anzusehen - allein aus dem Faktum heraus, dass die maximale Sichtungszeit bei zehn Sekunden (+/- ein paar Sekunden) lag während Re-Entry-Körper durchschnittlich 2-3 Minuten lang durch den Himmel ziehen. Dies war unser erster großer Fall, wo wir quasi zwei phänomenologisch ähnlich ausschauende Ereignisse (Bolide/Re-Entry) als Lösung vor uns hatten, gerade auch wegen der NORAD-Vorwarnung des bereits erwähnten sowjetischen Wiedereintrittskörpers über Zentraleuropa für den 23.September 1986. Seither sind wir bei all diesen Fällen bemüht die Zeitdauer (Länge der Sichtungen) ziemlich genau aufgrund von Zeugendarstellungen festzumachen, da sie der Schlüssel zur schlußendlichen Bewertung sind. Und in diesem Fall war wieder einmal all das enthalten, was die Subjektivität solcher Boliden-Erscheinungen hervorruft: falsche Höheneinschätzungen und unkorrekte Bahnbewegungen in den geografischen Koordinaten. Mit einiger UFOlogen-typischer Naivität kann daraus dann ein Mysterium gebastelt werden, wie es auch tatsächlich einmal mehr geschah:

Richard Schepmann, Wetter/Ruhr, von der "Gesellschaft für politisch-philosophischen Studien e.V./HUGIN", konnte dazu im ´Schwarzwälder Boten´ vom 16.Dezember 1986 den Leserbrief "In Sachen UFOs wird immer Wesentliches vertuscht" einbringen. Er beklagte hier, dass die Experten immer 10 bis 15 verschiedene "Schubladenerklärung" parat haben um "massiv Wesentliches" am UFO-Phänomen zu vertuschen. Und dies wäre: Die Fliegenden Untertassen sind das "Ergebnis deutscher Geheimentwicklungen" bei Prag, Leipzig und Prag - die sogenannten Flugscheiben oder Flugkreisel aus der Hitler-Ära. In jener Zeit erschien so auch in der ´National-Zeitung´ folgende Anzeige: "Fliegende Untertassen, UFOs, Außerirdische, grüne Männchen sind Wortschöpfungen und gezielter Ablenkungsschwindel der Alliierten Mächte und ihrer Medien in Ost und West. Tatsache ist:

Flugscheiben, Kreiselflugzeuge und Feuerkugeln wurden in supergeheimen deutschen Werkstätten vor 1945 entwickelt und gebaut. Belegt durch BRD-Presseberichte 1950-55. Diese sogenannten Wunderwaffen fielen nicht in Feindeshände, wie damals behauptet oder vermutet wurde. Teils vom ´Geheimgeschwader KG 200´, teils mit Riesen-Fracht-U-Booten und Flugscheiben wurden während der letzten zwei Kriegsjahre, teil auch früher, Mensch und Material in dafür vorbereitete entlegene - dank der Supertechnik - nicht mehr angreifbare deutsche Sperrgebiete in Übersee, befördert. Bis zu 26.000 qkm große Sperrgebiete sind bekannt geworden. Auf organisierten Fluchtrouten sind bis weit in die 50er Jahre hinein noch Deutsche beiderlei Geschlechts nachgezogen worden. Die weltweit immer wieder gesichteten ´UFOs´ sind eindeutig das Resultat dieser Zusammenhänge! Auf höherer physikalischer Ebene wurden revolutionäre Antriebs- und Waffentechniken entwickelt. Diese phantastisch anmutenden Tatsachen können heute enthüllt werden, auch wenn es die Medien - jedenfalls im Gesamtzusammenhang - noch verschweigen." Angeboten wurde parallel eine dreibändige Dokumentensammlung von 102, 1096 und 138 Seiten Umfang für zusammen DM 28,--. Außerdem gab es eine "Sonderstudie: Flugscheiben im Einsatz gegen sowjetische Militärziele" zu DM 10,50 bei 35 Seiten Dicke zu erwerben.

Erstaunt hatten wir gesehen, dass in diesen Unterlagen Zeitungsberichte mit dem CENAP-Archiv-Stempel abgedruckt waren, weswegen wir unsere Korrespondenz durcharbeiteten und feststellten, im Herbst 1983 eine Anfrage von Schepmann aufgrund unserer Flugblattaktion 1983 bei dem Wiesbadener DUIST*-Kongress erhalten hatten, den jener damals besuchte und nun (ohne HUGIN etc zu erwähnen) als Privatmann Muster von CENAP REPORTs nachsuchte. Die dort verwendeten Zeitungsartikel verwendete er dann ungefragt in seinen HUGIN-Schriften. In den "wahren ufologischen Kreisen" dagegen machte Hermann Ilg aus Reutlingen von sich Reden, da er aufgrund seiner medialen Fähigkeiten und Kontakten zu den Santinern des Ashtar-Kommandos die Wahrheit vermittelt bekam: "Ja, es war ein Mutterschiff von rund 560 Meter Länge, das in einer Höhe von rund 20.000 Meter flog und von sieben kleineren UFOs begleitet wurde. Durch dieses sichtbare Erscheinungen ist beabsichtigt, möglichst viele Menschen mit einer Himmelsmacht bekanntzumachen, der sie in Bälde ihre Rettung zu verdanken haben werden. Solche Demonstrationen werden sich weltweit wiederholen, sodass andere Erklärungsversuche von wissenschaftlicher Seite nicht mehr tragbar sein werden. Gleichzeitig wird das eindrucksvolle Erscheinungsbild dieser Raumschiffe einen harmonischen Einfluss ausüben und das Zerrbild von außerirdischen Invasoren nach SF-Muster zunichte machen. Die Menschen werden allmählich begreifen, dass sich in den so genannten UFOs ein höherer Wille manifestiert, der ihnen den Weg weisen will aus irdischer Gebundenheit in eine kosmische Lebensgemeinschaft, die sehnlichst auf die Rückkehr ihrer irdischen Geschwister wartet." Kaum zu glauben, aber wahr...

* = Deutsche UFO/IFO-Studiengemeinschaft, Deutschland älteste UFOlogen-Organisation mit stark esoterischer Prägung. Dazu später mehr.

Auch die damals führende UFO-Informationsquelle der Nation, die Veit´schen "UFO-Nachrichten" berichteten in Nr.301 unter R.Pokorny*, Mainz, völlig verdreht über das Geschehen und machte aus dem Boliden gleich eine "außerirdische Weltraumflotte" von "Silberkugeln mit leuchtendem Schweif"! Pokorny war völlig aus dem Häuschen: "Es ist nicht das erste Mal, dass CENAP auf seinem [seit wann gehören diese kosmischen Besucher UNS?] ´Feuerkugel-Ereignis´ pocht. Und wenn es das nicht ist, muß es ein Meteor oder Heißluftballon gewesen sein. Nur: ein UFO oder schlimmer ein außerirdischen Weltraumschiff darf es auf keinen Fall sein, denn das darf es ja nach CENAP-Meinung (die angeblich maßgebende) nicht geben." Bis aufs Messer verteidigte er die "klar und prägnant formulierte Berichterstattung der UN-Redaktion, die die unterrichteten Leser so schätze". "Die Tatsache, dass weltweit MILLIONEN Menschen in allen Kontinenten kilometerlange ´Weltraum-Mutterschiffe´ beobachteten, ist Ihnen anscheinend völlig entgangen. Warum sind Sie so versessen darauf zu beweisen, dass die Erde n i c h t von Außerirdischen besucht wird? Meinen Sie nicht, dass wir die Hilfe und Erfahrung einer hochentwickelten und fortgeschrittenen außerirdischen Zivilisation von Umwelt-, Versorgung-, Überbevölkerungs-, Energie- und Wirtschafts-Problemen annehmen müßen, um zu überleben. Warum sollten extraterrestrische Zivilisationen u n t ä t i g zusehen, wie wir uns zugrunde richten, durch NEGATIV-Kräfte. Warum sollten sie nicht helfend eingreifen? Geht Ihre Vorstellungskraft überhaupt so weit, um das zu erahnen? Ich zweifle allerdings, dass es Ihr Weltbild ermöglicht, diesen interessanten Überlegungen zu folgen. Denn, wie könnte man es sich sonst erklären, dass die Herren Walter, Köhler und Gerhard ständig Beleidigungen, Ehrabschneidungen und üble Nachrede - seit über einem Jahrzehnt - gegen den Präsidenten der DUIST, Herrn Karl L.Veit und gegen viele geschätzte Mitglieder losließen, Personen, deren Integrität außer Frage steht!"

*= Am 28.März 1988 veröffentlichte die Mainzer ´Allgemeine Zeitung´ einen Leserbrief des selben Herrn. Dort behauptete er keck, dass "die Archive des CIA voll mit UFO-Sichtungen der US-Airforce sind, die als ´streng geheim´ deklariert wurden, beweisen gestandene US-Anwälte, die das Material laut Verfügung des Obersten Bundesgerichts der USA vor Jahren ausgehändigt bekamen... Wenn man sich von der DUIST e.V. Fachmaterial zukommen läßt, muß man sagen, das klingt ganz anders als das von CENAP/Mannheim. Aufgrund eingehender Forschungen seit 1958 ist man in Wiesbaden überzeugt, dass man es seit Jahrzehnten mit Einflügen außerirdischer Weltraumschiffe zu tun hat".

Die Formulierungen sprechen für sich und es zeigt sich, dass der DUIST-Anhänger offenbar keine Ahnung hat, dass eine Feuerkugel ein Meteor ist - und dies keine zwei verschiedenen Dinge sind. Viel lieber hatte er es da von den "kosmischen Müllmännern", vom "kosmischen Rettungsdienst" der "Interplanetaren Konförderation" - eben nach der ideologisch-dogmatischen Vorgabe jahrelangen DUIST-Materialien-Quellenstudiums. Auch eine Art von "Gehirnwäsche", wenn man so will. Merkwürdig war während all den über dreißig Jahren ihrer Existenz auch, dass die größte UFO-Organisation angeblich etwas "studieren" wollte, was sie bereits als existent betrachtete - ein starkes Indiz dafür, dass das Glauben-Wollen intensiver betrieben wurde als das Wissen-Wollen. Nun, wir waren da sehr neugierig und fragten nach, weswegen er alle Belege für die naturwissenschaftliche Erklärung ausschlage. Pokorny´s Antwort war dementsprechend eine stark weltanschaulich-ideologisch geprägte Ausführung die nichts mit dem Sachgegenstand zu tun hatte - ansonsten verbat er sich jede weitere Korrespondenz. Der so genannte "wahre Forschergeist" spiegelt sich hierin zumindest nicht. Wir stimmten Herrn Pokorny voll zu, dass die Berichterstattung der UN "klar und prägnant" formuliert gewesen sind, aber betonten auch, dass dies immer noch nichts mit einer inhaltlichen Wahrheit zu tun habe. Nur wer einfache "Wahrheiten" sucht, wird sich von "klaren und prägnanten" Darstellungen gefangennehmen lassen, statt selbstständig und mit einer notwendigen Distanz selbst nachzurecherchieren, um festzustellen was wirklich Sache ist. Nach unserer Meinung darf es alles geben - nur dass wir uns nicht auf Meinungen wie in der DUIST verließen, sondern auf nachprüfbare Fakten die wir ermittelten. Vielleicht hatte der DUIST-Vertreter recht, wenn er ausführte, dass wir "so versessen darauf sind, zu beweisen, dass die Erde nicht von Außerirdischen besucht wird", doch fragten wir umgekehrt, warum Herr Pokorny so versessen darauf ist, daran zu glauben...? Leider blieb er uns die Antwort schuldig - und dies ist vielsagend. Der Mann hatte mit seinem Vorwurf, CENAP würde seit über einem Jahrzehnt bezüglich der DUIST "üble Nachrede" betreiben, vielleicht nicht ganz unrecht, doch wer "üble Vorrede" betreibt, d.h. eine vorurteilslose Forschung zuungunsten eines religiösen Weltbildes verunglimpft, hat es wohl nicht anderes verdient. Herr Pokorny hatte sich übrigens gegen die Formulierung "pseudo-religiös" verwahrt, womit er gewiß recht hatte, denn ob pseudo oder religiös spielt letztlich auch keine Rolle mehr, wenn es darum geht, zwischen reinen Glaubenshaltungen, wie sie die DUIST vertrat, und einer kritischen Forschungsarbeit, wie wir sie für uns in Anspruch nehmen, zu unterscheiden. Wer an die "Erlösung" durch die Außerirdischen glauben will, soll dies ruhig tun, nur er sollte keine Pseudowissenschaft daraus machen, d.h. keine "Wahrheiten" ungeprüft als "Beweise" verbreiten. Somit war dieser Fall mit seinen Fernwirkungen einmal mehr voller Erkenntnisse für mich gewesen.

Fortsetzung folgt...

Externe Links

http://lexikon.astronomie.info/satelliten/iridium/index.html
http://www.wissenschaft-online.de/artikel/1036178
http://www.youtube.com/watch?v=eGp2WECkF10
http://www.youtube.com/watch?v=imTfeVw1aic
http://cenap.alien.de/cenapnews/zeigen.php?satzid=8242
http://www.youtube.com/watch?v=GM0PGnRS0JM
http://www.youtube.com/watch?v=uRwp13WKta0
http://www.fiesta-sky-lanterns.com/en/index.php
http://www.youtube.com/watch?v=aQoLTyLuoKA
http://www.euroweeklynews.com/2009051455864/news/costa-del-sol/more-sightings-of-myster...
http://www.michaeljackson.com/dk-en/node/823855
http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=news&itemid=10895&detailid=749400
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http://cenap.alien.de/cenapnews/zeigen.php?satzid=874
http://cenap.alien.de/cenapnews/zeigen.php?satzid=9654
http://cenap.alien.de/cenapnews/zeigen.php?satzid=8692
http://www.rhein-zeitung.de/regionales_artikel,-Ufo-Alarm-in-Idar-Oberstein-Flugobjekt-...
http://www.wissenschaft-online.de/artikel/896255
http://cenap.alien.de/cenapnews/zeigen.php?satzid=8339
http://cenap.alien.de/cenapnews/zeigen.php?satzid=8347
http://cenap.alien.de/cenapnews/zeigen.php?satzid=8366
http://www.clactonandfrintongazette.co.uk/news/localnews/8222929.Lights_spark_more_UFO_...

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