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03.09.2010


    
In Sachen UFO-Phänomen-Studien-Transparenz: Außerirdischer Sonderbericht!

+ UFO-Jagdszenen in China (neu) und den USA (alt): Die ´Fliegende Untertasse´ namens Floyd von Polizisten als ´Elitezeugen´ + Venus-UFO-Jagdszenen aus dem roten Drachenreich: China-Venus-UFO-News +

Gestern berichteten wir in unserem Tagesbericht darüber was die ´People´s Daily´ der kommunistischen Partei China´s brachte und jetzt können Sie einen TV-Nachrichtenbericht dazu sehen: "UFO found in Haiyan Zhejiang China, August 31, 2010", http://www.youtube.com/watch?v=6jU-... .

Amerika: Ein ziemlich ähnlicher UFO-Fall-Klassiker und noch krasser (NEIN, nicht die nicht-erkannte UFO-Venus von Ex-US-Präsident Jimmy Carter vom Herbst 1969!) - Die ´Fliegende Untertasse´ namens FLOYD...

+ Damals war´s quasi 1:1: Noch bevor wir hier beim CENAP richtig aktiv wurden, veröffentlichte die ´BILD-am-Sonntag´ um April 1976 eine UFO-Artikelserie von Wolfgang Will (sad) unter dem Namen "Sie kommen - Besucher von fremden Sternen!". In der am 18./19.April vorgestellten Folge wurde die Schlagzeile "Was verschweigt die Luftwaffe? So wurden Zeugenaussagen manipuliert - Befehl aus Washington - UFO-Zentrale bald in Deutschland?" gesetzt. Lesen wir einmal hinein: "Ich war zwei Minuten lang zu Tode erschrocken: Das Ding sah aus wie eine Schüssel, flog auf und ab, war keine 30 meter von uns entfernt. Sein Durchmesser war schätzungsweise zehn Meter. Mit einem Geräusch, das an einen Transformator erinnert, flog es plötzlich davon, nachdem es in Baumwipfelhöhe dort drüben über dem Gebüsch geschwebt hatte..." Das sind die Aussagen des Sheriffs Dale F.Spaur aus dem Landkreis Portage in Ohio. Er und Wilbur Neff, ein Frend des Polizisten und selbst Hilfssheriff, waren am frühen Morgen des 16.April 1966 Augenzeugen wie eine "Fliegende Untertasse" am Rande der Staatsstrasse 224 offensichtlich zur Landung ansetzte. Sie waren in ihrem Streifenwagen unterwegs gewesen, auf einer Routinepatrouille, als sie von der Zentrale davon alarmiert wurden: Eine Frau aus dem Nachbarlandkreis habe "ein riesiges Licht, so groß wie ein Haus über sich in der Luft" gesehen. Die Funkzentrale hatte diesen Bericht mehr als Scherz weitergleitet - Spaur und Neff hatten ihm auch keine Bedeutung beigemessen, bis sie am Strassenrand über dem Gebüsch das erblickten, was Spaur später selbst als "dieses grelle, dieses beängstigende Licht" bezeichnen sollte. "Da schwebte es in der Luft", so Spaur in seiner Beschreibung des Vorgangs weiter, "wie ein Hubschrauber - und dann bewegte es sich nach rechts weg". Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die beiden Polizisten dem Unglaublichen, das sich da abspielte, wie versteinert zugeschaut. Jetzt, da "das Ding" davonflog, griff Spaur zum Mikrofon, rief die Zentrale: "Hallo...dieses Licht da, dies riesige, das ist genau hier bei uns." Antwort der Zentrale: "Schieß es doch ab." Aber nach dioeser mehr scherzhaften Bemerkung befahl die Zentrale: "Verfolgung aufnehmen."

Diesem Funkgespräch hatte auch der Sheriff Wayne Huston in seinem Streifenwagrn zugehört. Er befand sich etwa 60 Kilometer östlich des Punktes, an dem Spaur und Neff das unbekannte, unidentifizierte Objekt beobachtet hatten. Auch Huston hörte: "Verfolgung aufnehmen." Er setzte sich daraufhin mit Spaurs Streifenwagen in Verbindung, der die Jagd tatsächlich aufgenommen hatte. William Weitzel, Philosophie-Professor an der Universität von Pittsburgh und einer jener freiwilligen Wissenschaftler, die für Professor Hyneks UFO-Zentrum Untersuchen anstellen, vernahm Huston später. Sheriff Huston gab dabei zu Protokoll - wörtlich und von ihm handsigniert: "Ich traf Spaur am Nordende der Strasse 14 - ich sah das Ding selbst, als Dale noch acht Kilometer von mir entfernt war. Das Ding flog entlang der Strasse 14, keine 300 Meter hoch. Hinterher jagten Spaur und Neff in ihrem Streifenwagen. Ich folgte ihnen, wir fuhren mitunter 120 Stundekilometer, manchmal schneller. Einmal war ich dabei dicht an Spaurs Stoßstange. Wir versuchten jetzt, da wir uns der Grenze von Pennsylvania näherten, mit einem Streifenwagen dort Kontakt aufzunehmen..." Hier kommt der vierte Polizist ins Spiel: Frank Panzanelle von der Dienststelle Conway, der an der Staatsgrenze stand. Ein Auszug aus seiner eidesstattlichen Erkläung: "Um 5:20 h morgens sah ich ein schillerndes Objekt. Erst dachte ich, es seien die Reflektionen an einem Flugzeug. Da rasten die beiden anderen Funkwagen herbei, stoppten. Die Beamten stiegen aus, fragten mich, ob ich das Licht da sehe. ´Natürlich´, antwortete ich, ´seit zehn Minuten´. Es hatte die Form einer Schüssel, ein grelles Licht, etwa zehn Meter im Durchmesser. Das Ding flog in Richtung Harmony, schoß plötzlich mit rasender Geschwindigkeit steil in die Höhe. Da rief ich über die Rufanlage meine Zentrale, bat, den Flugplatz Pittsburgh zu informieren. Ob ich krank sei, fragte mich die Zentrale. Ich antwortete der Zentrale: Wenn ich krank sei, dann wären es die anderen drei Polizisten ja wohl auch..."

Wie in Tausenden solcher Fälle, da "unidentifizierte Flugobjekte" gesichtet wurden, schalteten die beteiligten Behörden die US-Luftwaffe ein. Unter der Code-Bezeichnung "Project Blue Book" (Projekt Blaubuch) war die US-Luftwaffe seit 1948 für Registrierung und Untersuchung derartiger Phänomene zuständig und verantwortlich. Ein Major Quintanilla nahm den ersten telefonischen Kontakt mit Sheriff Spaur auf, und schon seine Anfangsbemerkung erscheint typisch für die Haltung der verantwortlichen Luftwaffen-Offiziere zu sein, die für das Projekt abgestellt waren. "Nun erzählen Sie mal von der Fata Morgana", begann Quintanilla die Unterhaltung, "die Sie da gesehen haben." Für Quintanilla stand von Anfang an fest, dass er es bei den Augenzeugen mit "Spinnern" zu tun hatte - immer wieder zog er jede Aussage ins Lächerliche. Ergebnis: Im "Project Blue Book" wird der Vorfall, den vier Polizisten beschrieben haben; wird die Jagd mit Funkstreifenwagen nach einem fliegenden, grell leuchtenden, ein Geräusch von sich gebenden Objekt als "Sehen der Venus" erklärt. "Das", sagt mir in seinem ´Center for UFO Studies´ in Evanston bei Chikago Professor Hynek, "das ist typisch. Das Verteidigungsministerium hatte den Befehl gegeben, für alles eine Erklärung zu finden. Ich habe es doch immer wieder erlebt: Wann immer ein Fall problematisch wurde, wann immer etwas hinter einem solchen Fall zu sein schien, mußte über ihn geschrieben werden ´psychologischer Fall´ - und damit wurde er zu den Akten gelegt." Für die Luftwaffe waren die "Fälle" keine, auch wenn sie sich von nun an häuften, auch wenn sich inzwischen immer mehr Akademiker dem Standpunkt Hyneks anschlossen, und so werden, wo immer sich "UFO-Experten" treffen, wo immer auch wissenschaftliche Symposien über das Phänomen gehalten werden, wie unter Professor Yinger in Florida, die Fragen hart und schonungslos gestellt: Verschweigt die US-Luftwaffe Tatsachen? Soll die Öffentlichkeit nicht beunruhigt werden? Weiß Washington, wissen die Regierungen mehr, als sie zugeben wollen?

Wow, werden Sie nun rufen - rief ich damals auch, dumm, hoffnungs- und erwartungsvoll wie ich in meinen Anfangsjahren als UFO-begeisterter junger Enthusiast war. Einige Jahre später hatte ich das Glück von einem ehemaligen UFO-Fan aus der Pfalz einen umfangreichen Satz ausländischer UFO-Zeitschriften wie die ´´Flying Saucer Review und den ´UFO Investigator´ aufkaufen zu können (nicht ganz billig, aber zu einem fairen Preis). Darunter auch die März/April 1966-Ausgabe der NICAP-Schrift mit dem Beitrag "Polizei jagt niedrig fliegendes UFO!" zu dem hier bereits ausgeführten Ereignis vom Portage County. Der Fall stand nicht allein und es gab in der Region einen mächtigen UFO-Sichtungsflap mit 27 Fällen die das NICAP bereits seit dem 11.März registriert hatte. Alle Fälle hatten eines gemeinsam - sie fielen durchaus unterschiedlich aus und hatten keine Gemeinsamkeit. Typisch für einen Flap eben. Die Sichtung Spaur/Neff geschah in die Morgendämmerung hinein ab und war für NICAP die interessante von allen entsprechenden Eingängen bisher, auch wenn Piloten, Polizisten, Ärzte, Anwälte unter den anderen Berichten waren, die jedoch zu schwammig blieben. Allein schon weil sie über eine weite Wegstreckte das Objekt von Ravenna nach Conway verfolgt hatten. In der Presse stand damals von Gerüchten, wonach Düsenjäger einer Reservestaffel der Air Force in Ohio starteten, um nach einer Radarsichtung das UFO zu jagen. Dafür konnte aber NICAP keinerlei Bestätigung finden und auch für eine Story wonach der Polizeichef von Ravenna eine Fliegende Untertasse ganz deutlich fotografiert habe fand sich keinerlei Bestätigung, er hatte zwar das UFO auch geglaubt gesehen zu haben und fotografiert, aber das Bild zeigte nichts weiter als die Venus. Der Untersucher des Falls war William Weitzel aus Pittsburgh gewesen (Vorsitzender des dortigen NICAP-Unterausschusses, Philosophie-Lehrer an der Universität von Pittsburgh), der schon am Tag nach der Meldung in der Presse vor Ort fuhr und Arrangements traf, um die Zeugen zu interviewen.

Am 23.April erklärte die US Air Force das Geschehen als eine Verwechslung mit zwei unterschiedlichen Objekten - zum einen einem Satelliten und mit der Venus, die zu jener Zeit am betreffenden Himmelsausschnitt stand. Spaur war von Quintanilla zwei Mal angerufen worden und gab daraufhin diese Erklärung aus. Spaur war später wütend, weil er sich nicht vorstellen konnte, die Venus zu verfolgen. Auch der Polizeibeamte Wayne Huston war deswegen empört gewesen, weil das von ihm gesehene Objekt wie ein abgeflachter Kegel ausschaute, wobei die Kegelspitze nach unten zeigte - für ihn passte dies nicht zu den Erklärungen. Andererseits behauptete er auch, dass er zufällig über Polizeifunk die Funkübertragung von einem Piloten mithörte, derr das Objekt verfolgte und als mit 15 Meter Durchmesser beschrieben hatte. Aber dies konnte sonst niemand bestätigen, gerade auch nicht seine anderen Kollegen, die ja ebenso mit ihren Streifenwagen aktuell im Polizeifunk eingeschaltet waren. Trotzdem, die Presse hatte Wirbel gemacht und am 10.Mai schichte Blue Book seinen höchstrangigen Mann an den Ort: Major Hector Quintanilla. Ein Abgeordneter des Repräsentantenhauses hatte Druck gemacht und ein Richter, der früher Abgeordneter des Bezirks gewesen war, hatte über die Medien seinen Protest gegenüber der Luftwaffe bekanntgegeben. Jetzt galt es den Prestigeverlust der USAF wieder auszubügeln. Quintanilla sprach mehrere Stunden in Beisein von Weitzel mit den Zeugen, aber danach stellte er fest, dass er weiterhin mit seiner ursprünglichen Erklärung zufrieden sei - und fuhr wieder nach Dayton zurück.

Die ´Fliegende Untertasse´ namens Floyd. Geraume Zeit hörte ich nichts mehr von dem Fall und das bisher veröffentlichte Material war soweit nicht ganz geeignet die Situation wirklich verständlich zu machen. Es wurd enur bekannt, dass der verstorbene Dr.James McDonald als Atmosphärenphysiker den Fall als "ein außerordentliches Dokument über das heutige Wissens betreffs dem UFO-Phänomen" genannt hatte und J.A.Hynek den Fall in dem Buch "The UFO Experience" als ein signifikantes Muster für eine "Nahe Begegnung der dersten Art" aufgenommen hatte. 1980 brachte Robert Sheaffer sein Buch "The UFO Verdict - Examining the Evidence" bei Prometheus Books, New York, heraus. In Kapitel 19 fand ich dann mehr zu dem Fall, weitmehr als ich bisher kannte und weitmehr als selbst NICAP eher oberflächlich dahingeworfen hatte. Selten werden UFOs namentlich benannt, Dale Spaur nannte sein UFO "Floyd". Die Ereignisse die bisher bekannt wurden, müßen in einem größeren Rahmen gesehen werden - sie spielten sich nicht nur während einer regionalen Anhäufung von UFO-Sichtungen (Flap) ab, sondern sind Teil einer seit Herbst 1965 laufenden nationalen UFO-Welle, die im März 1966 einen Höhepunkt in den Michigan-Sichtungen bereits erfahren hatte. Die Nation lag damals im UFO-Taummel. Und Hynek leckte noch die Wunden aus dem "Sumpfgas"-Debakel und dies ist auch der Grund, warum er im aktuellen Fall nicht auftauchte und sich im Hintergrund hielt. Er hatte vor kurzem in Michigan erlebt, was es heißt, wenn eine "ganze Region in Hysterie verfallen ist". Ja, er war selbst dabei als Polizisten aufgeregt durch die Gegend liefen und in der von "UFO-Gerüchten aufgeladenen Atmosphäre" selbst ihre Nüchternheit verloren um über Funk "Ich sehe etwas am Himmel!" zu vermelden und Hynek selbst im Streifenwagen mitfuhr als einige Beamte aufbrwachen, um nach einem UFO Jagd zu machen, welches nichts weiter als der helle Stern Arcturus am Himmel war!

Dies ist das Umfeld für die Ereignisse im Portage County. Die Hauptrolle in diesem Fall spielte niemand anderes als William Weitzel, der der Fall voll unterstützte. Er war es auch gewesen, der im vorausgehenden Jahr den berühmten Fotofall vom Beaver County, Pennsylvania, als "einen der besten UFO-Beweise" bezeichnet hatte. Zwei Jungs wollen ein leuchtendes UFO mit Schweif neben dem Mond fotografiert haben. Drei Jahre später stellte Dr.William Hartmann für das Condon-Projekt fest, dass die Aufnahme eine Fälschung war und problemlos nachzumachen sei. Weitzel hatte das Foto in den Portage County mitgebracht und den Beamten dieses gezeigt, um sie zu fragen, ob man ihr UFO damit vergleichen könne. Spaur erklärte klipp und klar: "Das schaut fast identisch mit dem aus, was wir verfolgten!" Übrigens haben inzwischen die Fotografen der Aufnahme ihren Schwindel als Spaß damals selbst eingestanden. Astronomische Rückrechnungen aber zeigen auf, dass das auffallendste Objekt am Morgenhimmel des 17.April 1966 die damals wie ein Scheinwerfer am Himmel stehende Venus war - von denen keiner der Beobachter etwas berichtete, dafür aber vom Polizeichef in Ravenna als UFO fotografiert worden war. Weitzel erkannte dies zwar richtig, aber er kam gar nicht auf den Gedanken, dass die Untergebenen des Chief ebenso darauf hereingefallen sein konnten. Und dies obwohl die UFO-Historie bis zu diesem Zeitpunkt schon zahlreiche Venus-UFO-Fälle mitgebracht hatte, aus denen er hätte seine Lektion lernen können. Aber davon lassen sich UFOlogen nicht beirren und sie ´überhören´ soetwas gerne. Wie Sheaffer feststellte, hatte sogar der Fall Spaur ein kleines Vorspiel - und dieses ist besonders interessant. Noch ehe er und Neff ihr UFO sahen, hatte schon eine Frau aus dem Summitt County der Polizei eine UFO-Erscheinung im Südosten gemeldet gehabt: "Höher als ein Strassenlicht, aber niedriger als ein Flugzeug!". Der Mann in der Polizeizentrale schaute selbst aus dem Fenster und sah es ebenso, erkannte es aber als das was es war, die Venus. Und dies war genau um 4:50 h gewesen, als Spaur und Neff am Ort eines Verkehrsunfalls nahe Atwater Center ihr brilliantes Objekt im Südosten ausmachten und es nach Eintreffen des Rettungswagens zu verfolgen begannen. Dabei war die Strassenführung nicht geradeaus, sondern mehrfach wurde dabei die Richtung geändert und dadurch geriet das ursprüngliche Objekt mehrfach wegen der Streckenführung außer Sicht. Dabei schauten die Beamten mehrfach und über geraume Zeit in der Dunkelheit in die entgegengesetzte Richtung, also eher westlich. Dies fiel ihnen aber nicht auf, als später Quintanilla Spaur befragte und eine Strassenkarte auf dem Tisch auslegte, war dies ganz deutlich geworden und Spaur gestand zu zu aufgeregt und "so verwirrt" gewesen zu sein, um dies in der anbrechenden Morgendämmerung zu bemerken.

Und dies ist der Knackpunkt der ganzen Affäre. An einer Stelle nämlich hielten Spaur/Neff an, stiegen aus und sahen über einem Wald etwas schnell daherfliegen und gleichzeitig war ein summender Ton zu hören, "wie von einem überlasteten Transformator". In seinem Stunden später direkt niedergeschriebenen Polizeibericht, der in den Blaubuch-Akten enthalten ist, schreibt er aber, dass dieser Ton in Wirklichkeit von einer nahebei verlaufenden "Überlandleitung herkam" - selbst also gar nicht mit diesem im Westen auftauchenden und über den Himmel ziehenden Objekt von ihm selbst verbunden wurde! Da kein UFOloge sich wirklich hintergründig mit dem Fall beschäftigte, bemerkte dies niemand und so bekam die UFO-Begegnung einen ganz anderen Ton als tatsächlich sie verdiente! Ansonsten wird übrigens das UFO von allen anderen Beteiligten bei dieser Hatz als geräuschlos beschrieben. Sheaffer nahm während seiner Recherchen mit Weitzel Kontakt auf um ihn zu diesem Punkt zu befragen, aber dieser zeigte sich dabei "mild überrascht". Dass das hier gesehene Objekt nichts mit dem Objekt im Südosten zu tun haben kann, zeigt sich allein daran, dass die anderen Zeugen (einige hundert Meilen entfernt!) dieses nach wie vor dort stillstehend am Himmel sahen und nie beschrieben, als habe es drastisch seinen Kurs verändert oder selbst gar irgendwelche verrückten Manöver ausgeführt. Inzwischen ging in Vandalia, Ohio, eine weitere UFO-Meldung bei der dortigen Polizei ein, wo jemand ein sternartiges Objekt am Himmel ausmachte, welches der Mann in der Telefonzentrale bestätigte selbst zu sehen und als Venus identifizierte.

Inzwischen war der Himmel merklich heller geworden, weswegen die normalen Sterne am Himmel verblassten und nurmehr die hellsten Objekte verbleiben können. Die Venus blieb dabei übrig und erschien wie ein Signallicht am Himmel. Von diesem auffälligen Objekt berichtete aber von den UFO-Jägern keiner! Dort wo Spaur und Neff ihr zweites Objekt im Westen sahen, sah sonst niemand etwas. Und sie verfolgten auch nicht weiter seinen fortführenden Kurs, sondern stiegen in ihren Polizeiwagen, drehten bei und fuhren wieder nach Südosten zurück, wo sie dann alsbald wieder das ursprüngliche Objekt stillstehend am Himmel fanden. Spaur hatte so den Eindruck, als schwebe nun das UFO vor ihm her und gab dies auch über Polizeifunk durch, wobei es ihm launig von der Zentrale zurückkam: "Schieß doch mal drauf!" Man hätte dies ausschlachten können, frei erfunden mit der Schlagzeile: "Polizei befiehlt UFO unter Feuer zu nehmen!" Spaur dagegen hörte nicht darauf und beschleunigte mehr - und das UFO ebenso. Parallel forderte er einen Streifenwagen an, dessen Besatzung einen Fotoapparat mit sich führt. Egal wie sich sein Streifenwagen bewegte, Floyd reagierte sofort darauf mit dem selben Manöver. Spaur, immerhin ein ehemaliger Rennfahrer, drückte nun voll auf die Tube und das UFO machte genauso mit, die große UFO-Verfolgung lief also weiter. Und dies für die nächsten 20 Meilen auf einer perfekt gerade Strecke, wobei sich die beiden wunderten, wie exakt Floyd die Strecke beibehielt. Die Strecke der Ohio Route 14, auf der sie sich gerade bewegten, war exakt mit Blickrichrung Venus korrespond. Alle Zeugen hatten inzwischen den Eindruck, dass das UFO etwas höher gestiegen war. Genauso wie es für die Venus am Himmel aufsteigend entspricht. Inzwischen verfuhr sich der Streifenwagen mit der Kamera an Bord.

Bemerkenswert ist ein anderer Umstand: Obwohl hier verschiedene Beamte unterwegs waren und seit geraumer Zeit das UFO verfolgten, welches von einem Beobachter "so groß wie ein Haus" beschrieben wurde während ein anderer es wieder kegelförmig beschrieb, und es ansonsten nur auseinandergehende Darstellungen gibt, außer das es sehr hell am Himmel war, hat sonst keiner der Verkehrsteilnehmer auf diversen Strassen das UFO auch im Nachhinein gemeldet. Spaur/Neff wiesen explizit darauf hin, dass sie immer wieder wegen "einigem Verkehr" ihre Geschwindigkeit drosseln mußten oder ihm ausweichen. Als sie Chippewa in Pennsylvania erreichten mußten sie sogar wegen dem vorherrschenden Verkehr im Schritttempo fahen, weswegen Spaur gar Blaulicht und Sirene einschaltete, um so schneller voranzukommen. Seltsamerweise verhielt sich auch kein anderer Verkehrsteilnehmer so, als würde er einem UFO nachjagen, auch stand niemand am Strassenrand um das UFO zu beobachten. Alle angeblichen Objekt-eigenen Kursänderungen fanden seltsamerweise dort statt, wo die Strassenführung selbst die Richtung änderte. Tatsächlich behielt das Objekt seine Fixposition am Himmel unverändert bei. Alle angeblichen Richtungsänderungen von Floyd entstanden durch die lokale Strassenlage, was bereits Quintanilla erkannt hatte. Während dieser Endphase bekam auch Chief Gerald Buchert aus Mantua, Ohio, von dem Geschehen mit und schaute sich nach dem UFO um - und entdeckte es. Er beschrieb es genau am Himmel, indem er den Mond als Bezugspunkt nahm. Für ihn war es das hier im Mittelpunkt stehende Objekt - aber dies ist genau astronomisch berechnet die Position der Venus! Auch dies fiel keinem UFOlogen auf, weil einfach keiner dies mal prüfte. Mit zunehmender Helligkeit wurde das UFO auch immer unschärfer und schwerer zu sehen während parallel einher der Verkehr immer dichter wurde, die die Beamten sich mehr darauf als auf das UFO konzentrieren mußten. Hier hätte der Fall ein Ende finden können, doch Floyd hatte anderes vor.

Um 5:20 h verließ Streifenbeamter Frank Panzanella in Conway ein Restaurant, wo er einen Kaffee getrunken hatte und fuhr hoch zu einem Hügel, währenddessen er den UFO-Funkverkehr mitbekam. Da machte er im Osten ein Objekt aus, welches wie die "Relexionen eines Flugzeugs im Sonennlicht" ausschaute. Er hielt an und betrachtete dieses stillstehende Ding, dann fuhr er wieder zurück. Er wunderte sich darüber, dass über Funk die Kollegen von einem Objekt in anderer Richtung beschrieben. Aber dies fiel auch dem NICAP-Vertreter nicht auf. Dabei war Panzanella´s Wahrnehmung anhand der örtlichen Fixpunkte ganz klar gewesen und es gab keinen Irrtum in der Richtungsangabe. Panzanella übrigens im Gespräch mit dem Journalisten Tom Schley: "Als ich es sah hätte ich nicht soviel darauf gegeben, aber was ich über Funk hörte, machte die Sache plötzlich dramatisch." Nahe Rochester verlor inzwischen UFO-Verfolger Spaur wegen der weiterhin aufegenden Sonne sein UFO ausser Sicht, genau zu der Zeit als die Sonne auch die Venus überstrahlt hätte. Spaur/Neff fuhren zurück gegen Osten, als sie plötzlich dort wieder dem Objekt ansichtig wurden (glaubten sie jedenfalls), wenn auch um die Hälfte tiefer. Genauso wie Panzanella es um diese Zeit dort sah - und nur dort, und nicht aus anderer Richtung herbeikommend. Schließlich erreichte Spaur Panzanella´s Position an einer Tankstelle und sie schauten sich das UFO gemeinsam von dort aus an. Panzanella lieferte später eine Skizze hierzu ab, und er vermerkte hier das UFO, den sichelförmigen Mond und die verblassende Venus in ihren Positionen quer über den Himmel. Hier war also echt ein neues und zusätzliches Objekt ins Spiel gekommen, wohlgemerkt in einer anderen Himmelsrichtung als bisher.

Doch mit aller Wahrscheinlichkeit war dies ein Forschungsballon, der nun das Licht der Sonne reflektierte. Solche sind am besten und auffälligsten bei Sonnenauf- und -Untergang zu sehen. Sie erscheinen dann als glänzender, brillianter Stern am zwielichtigen Himmel und treiben leicht dahin. Und: Panzanella, Spaur und Neff bemerkten zusammen, wie dieses Objekt deutlich in den nächsten paar Minuten in die Höhe stieg, geradeaus in die Höhe stieg und sich dann am Himmel verlor. Viele der in den Fall irgendwie verwickelten UFOlogen sahen auch diese Phase als intelligentes Verhalten des UFOs an, um sich der weiteren Beobachtung zu entziehen. Hinzu kommt noch ein weiterer Faktor, den Tom Schley bei seinen Recherchen für seine Zeitung Beaver County Times feststellte - Neff gab sich zwecks der UFO-Interpretationen insgesamt sehr vorsichtig und zeigte sich überhaupt zurückhaltend in seinen Ausführungen. Die Begeisterung der Kollegen teilte er nicht im entferntesten. Wie wurde nun die Geschichte überhaupt bekannt? Gleich nach dem Verschwinden dieses Objektes fuhren die drei Polizisten zur Polizei von Rochester und Spaur rief sofort die Luftwaffe an, um ihr Bericht zu erstatten, danach meldete er sich auch bei der Presse, wodurch die Angelegenheit bekannt wurde. Parallel hatten Journalisten den Polizeifunk abgehört und stießen so auf die Story, weswegen Spaur´s eigentliche Dienststelle schon von Anrufen überschwemmt wurde, als er sich noch in Rochester befand und gar nicht wußte, welchen Wirbel die Sache inzwischen machten. Noch während die Sichtung ausgelaufen war stand er schon im Rampenlicht. Dies ist sicherlich ein Umstand, der kurz nach der Sichtung an die Nerven geht, wenn man plötzlich doppelt aus dem Alltag gerissen wird. Und dies bei einer so kontroversen Thematik wie einer UFO-Sichtung für einen Menschen in verantwortlicher Position als Polizist. Eine Zwickmühle sondersgleichen.

1966 hatte die US-Luftwaffe in Sachen UFOs einiges am Hals. Sie hätte wohl am liebsten die große UFO-Hatz übersehen und wirklich sogar die ganze UFO-Affäre vom Hals bekommen - aber dies war unmöglich. Der öffentliche Lärm nach Antworten auf das UFO-Rätsel war beträchtlich - leider nur halt eben nicht auf der Basis der Realitäten, sondern auf der Ebene der Science Fiction. Zig Leute beschuldigten die USAF die SF-"Wahrheit" über UFOs geheim zu halten b zw zu vertuschen. Selbst nach einer Kongress-Anhörung wurde lautstark gerufen, in Erinnerung an die Michigan-Sumpfgas-Affäre zuvor. Und nun dieser Fall. Selten fand man ein gutes Wort für die Air Force. Ständig Kritik nagt an jedem, auch der USAF. Es ist die Natur des Menschen, dass man öffentliche Missmutigkeit an sich auf einem Minimum halten will, dies gilt auch für Behörden. In diesem Fall griff Blue Book-Chief Major Hector Quintanilla vor und griff den Fall auf, sofort als er bekannt wurde (was sowieso die beste Angehensweise ist!). Laut Spaur begann Quintanilla das Gespräch mit: "Erzählen Sie mir, was Sie da sahen." Spaur bekam den Eindruck, als wenn der Mann über den Fall nicht richtig informiert war, weil er diese Frage stellte - und dies enttäuschte ihn, ohne zu wissen, dass es die durchgängige Praxis in Falluntersuchungen dieser Art es ist, sich die ganze Story (trotz aller Publikationen) nochmals ausführen zu lassen, so nervig dies für den Zeugen auch sein mag. Einige Tage später gab die US Air Force ihre Folgerungen zum Geschehen bekannt - die Polizisten hätten die Venus gesehen und dann bis nach Pennsylvania verfolgt. Zudem seien Satelliten unterwegs gewesen. Alles regte sich auf, weil dies unglaublich schien und so warf man dem Blaubuch "Oberflächlichkeit" vor.

Seit Neuesten wissen wir aber mehr. Seit Februar 2001 wird nämlich ein unveröffentlichtes Buchmanuskript von Quintanilla aus Mitte der 70er Jahre im Internet angeboten. Und dort wird auch Bezug zu dem Fall genommen: "Ich überprüfte Ballonstarts im westlichen und nördlichen Ohio. Ich überprüfte alle Radarstationen im nördlichen Ohio. Ich fragte auf Holloman zwecks Höhenforschungsballons nach und fragte das Pentagon nach irgendwelchen klassifizierten Aktivitäten, ich rief das Space Detection Center zwecks Satellitenaktivitäten an und selbst Forest Rangers aus der Gegend - eben das volle Programm lief ich ablaufen. Meistens erhielt ich aber negative Antworten. Nur eines war sicher, dass der helle Planet Venus auffallend am östlichen Himmel an diesem Morgen stand und mit der Dämmerung dann verschwand. Zudem waren seit Beginn der Sichtung insgesamt drei Satelliten über den Himmel gezogen. Und dies gab ich als Antwort auf die Pressenafragen weiter. Wieder einmal war die Situation tückisch, jemand war bei diesem Spiel der Verlierer - ich sah mich aber nicht als diesen an. Es ist zwar schade, aber so ist es einmal im Leben. Spaur, seine Kollegen, die Zeitungen und erst recht nicht NICAP mochten meine Ausführung und Bewertung der Situation. NICAP kippte Öl in das Feuer und man machte Druck auf den Ohio-Kongressabgeordneten William Stanton, der wiederum Druck auf das Pentagon ausübte. Schließlich sollte ich den Fall nochmals aufrollen. Gut, Befehl ist Befehl und so fuhr ich in den Portage County hoch, um nochmals Spaur und Neff zu interviewen, aber seitdem ich dort ankam, umgab mich eine Atmosphäre der Feindseligkeit. Auch die Interviewsituation war sehr unglücklich, alle möglichen Leute scharrten sich um uns, darunter zwei vom NICAP die sich immer wieder einmischten und die den Zeugen geimpft hatten. Spaur verrannte sich immer mehr in Widersprüche, aber ich nahm es hin - unter dieser Situation nur zu verständlich für den Mann der einen Gesichtsverlust bereits hinter sich hatte und sich nun aus dem Feuer retten wollte. Inzwischen hatte er sein Objekt, welches er inzwischen ´Floyd´ nannte, bereits mehrfach gesehen gehabt und zigfach seine Geschichte allen möglichen Leuten immer wieder neu erzählt. Ich blieb bei meiner Bewertung und fuhr froh dies hinter mich gebracht zu haben nach Wright-Patterson zurück. Spaur tat mir leid, aber ich konnte ihm nicht weiterhelfen. Ich hoffte dass die Sache damit ausgestanden war."

Doch falsch, die Zeitungen griffen die Sache weiterhin auf und NICAP hatte in und um Ravenna Lobbyisten-Arbeit geleistet, damit bekam auch Spaur keine Ruhe und er mußte sich immer mehr in seinen Fall zur Verteidigung hineinknien: "Es ist meine Erfahrung gewesen, das in Fällen wie diesem, wo es eine fortgesetzte Publizität gibt und ein Fall keine Ruhe finden soll, dies schließlich auf Kosten der Zeugen geht. So geschah es auch mit Dale Spaur und schon ein paar Monate nach dem eigentlichen Geschehen war sein Leben zu einem Desaster geworden und er war nicht der der selbe Mann wie zuvor. Er verlor nicht nur seinen Job, sondern auch seine Familie und Freunde - selbst die Nachbarn schauten ihn schief an. Wie ich später feststellte, stand schließlich McDonald als Anheizer hinter all dem, nachdem er sich bei mir verbissen hatte." Und dann brach der Boden des Fasses! Plötzlich kam Hynek daher, der mit dem Fall bisher gar nichts zu tun gehabt hatte und bat auf Anraten seines inzwischen neuen Freundes McDonald eine Neubewertung des Falls in den Blaubuch-Unterlagen auf "unidentifiziert" hinzutrimmen. Quintanilla fiel beinahe die Kippe aus dem Mund als er dieses Anliegen hörte. Die Erklärung Venus könne er nicht unterschreiben, "weil ich den Fall nicht persönlich untersuchte" sagte er. Quintanilla: "Ich verstand dies erst als Witz, weil er bisher fast immer Fälle bewertet hatte, ohne eine persönliche Untersuchung durchzuführen. Nun aber wollte er aus ´politischen Gründen´ bei einem glasklaren Fall dem entgegen handeln. Ich ließ diese unzulängliche ´Neubewertung´ nicht zu und kam dafür aber zu einer Neubewertung meiner Ansichten über den feinen Dr.Hynek. Ab sofort war ich fest davon überzeugt, auf Dr.Hynek´s Beratungen verzichten zu können. Ohne ihm zu kündigen, berief ich vier oder fünf neue Berater für mich. Dies war nicht tragisch, weil Hynek selbst nur auf Anforderung erschien, und so forderte ich ihn einfach nicht mehr an. Dies sparte der Luftwaffe einige Tausend Dollar im Jahr, weil er sehr gut bezahlt worden war."

Später sollte Hynek den Fall einen "besonders unidentifizierten Fall" nennen und schrieb: "Ich habe mich mit den verschiedenen Aspekten dieses Fall besonders beschäftigt, weil es so viele ähnliche Fälle gibt. Er ist ein gutes Beispiel für eine Nahe Begegnung der ersten Art." Dies ist verwunderlich ob der realen Historie des Fall und Hynek´s Verwicklung darin! Und auch weil Hynek kurz zuvor in Michigan selbst erlebte wie weit die Illusion eines still am Himmel stehenden astronomischen Objektes als fehlgedeutetes sich bewegendes Dings durch Polizeibeamte erfuhr und nun nichts in Anbetracht dieses Falls mehr davon wissen wollte. Nun sollte ein Objekt wie die Venbus ein authentisches UFO gewesen sein, obwohl er gar nicht dabei war und früher schon vom Schreibtisch aus derartige Fälle als astronomische Objekte bewertete. Verstehe dies ein UFOloge, ich kann es nicht. Ein ´Versager´, der tatsächlich politisch motiviert war. McDonald selbst nannte die Erklärung des Falls "weit hergeholt", so offensichtlich sie auch ist.

Associated Press brachte von John De Groot am 9.Oktober 1966 eine dramatische Geschichte über Spaur, der inzwischen in einem Motelzimmer lebte und von dem lebend, was er als Maler einnehmen konnte. Hiernach war er wegen seiner Untertasse namens Floyd verbittert geworden, auch wenn er immer wieder von ihr neu verfolgt wurde (was niemanden verwundern wird). Am liebsten hätte er das Geschehen aus seinem Leben tilgen wollen und Floyd war nur noch "das verdammte Ding". Doch nun für die persönliche Situation Spaur´s die reine UFO-Wahrnehmung verantwortlich zu machen ist zu einfach, dafür sind die sozialen Folgen zu gewaltig - und die dürften ganz anderer Natur sein. Aber es kann durchaus sein, dass das Verrennen in eine milde Art von UFO-Manie plus dem Versuch der Ehrenrettung den armen Mann in die Ecke drängte, weil er auch auf falsche Freunde hörte, nämlich den UFOlogen, die einer eigenen und vorgegebenen Agenda folgten und ihn nur als Mittel zum Zweck ausnutzten. Und genau so schaut es aus. Und wenn dem so ist, dann ist dies schlichtweg eine unerträgliche Sauerei. 1972 versuchte die Dayton Daily News Spaur ausfindig zu machen, ohne Erfolg. Erst im Februar 1975 tauchte er aus der Versenkung auf einem Treffen einer UFO-Gruppe in Cleveland auf, wo er angab inzwischen Rennfahrer in Erie zu sein. Später zog er dann nach Virginia um.

+ Wie auch immer, der Fall wurde von Steven Spielberg in seinem Mega-Kassenknüller "Unheimliche Begegnung..." 1977 dramatisiert aufgegriffen. Zunächst haben wir da die Sequenz der Verfolgung von einem UFO-Lichtgebilde durch diverse Polizeistreifenwagen und dann das Auseinanderbrechen der Familie Neary aufgrund der UFO-Begegnung des Ehemannes auf einsamer Strasse vor einem Bahnübergang. Nebenbei: John & Anne Spencer berichteten in einem der letzten großen UFO-Bücher, "50 Jahre UFOs" (Heyne, 1997), auf S.98: "Ende der siebziger Jahre, während der Werbekampagne vor dem Kinostart von ´Unheimliche Begegnung´ und in den ersten Monaten danach, gingen bei BUFORA mehr Mitgliedschaftsanträge ein als je zuvor. Außerdem wurden in dieser Zeit weitaus mehr Sichtungen als sonst gemeldet. [Solche] Filme führen häufig dazu, dass ganz gewöhnliche Objekte falsch identifiziert werden, denn erst wenn die menschliche Fantasie beflügelt wird, fangen viele Menschen an, sie auch zu benutzen." Dies gilt aber nicht nur für Spielfilme, sondern erst recht auch für vorgebliche ´Dokumentationen´ oder Magazinbeiträge in denen IFOs als echte UFOs falsch dargestellt werden - bestes Beispiel die unsägliche ARD-Reportage vom Oktober 1994 ("UFOs: Und es gibt sie doch!").

Tja, Befehle aus Washington - was verschweigt uns aber die BamS? Eigentlich alles was relevant ist. Plötzlich führte uns der Fall nicht in die Grabkammern des Pentagon, sondern zurück in die düsteren Redaktionsstuben der Sensationspresse. Dies erinnert mich im Gesamtumfang an eine Rat, den Dr.Condon in seinem Abschlußbericht zur UFO-Studie gab: "Ein Problem kommt durch den Umstand auf, dass vielleicht zuviele Studenten sich mehr auf das Lesen von UFO-Büchern und -Magazinartikeln verlassen und versteifen, als auf das Studium wissenschaftlicher Literatur. Dies ist wahrscheinlich nicht wegen der fehlerhaften Natur dieses Materials schlimm, sondern wegen den Fernwirkungen, die entstehen können, wenn dabei das kritische Denken auf der Strasse liegen bleibt und völlig irrige Vorstellungen bevorzugt werden.Ein Problem übrigens, welchem sich alle Erzieher gegenübersehen." Condon riet deswegen allen Lehrern das Interesse ihrer Schüler in Richtung seriöser Studien der Astronomie etc zu lenken, um darüber das erlernen "kritische Analysen auf die Argumente von fantastischen Theorienbildern" zu ermöglichen... Dem ist nichts hinzuzufügen.

Externe Links

http://www.youtube.com/watch?v=6jU-mNj8m7U

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