. Zurück C E N A P

26.10.2010


    
+ Extra: Piloten und ihre wahrhaft außerirdischen UFOs, nicht-erkannte IFOs vom anderen Planeten +

Es stimmt tatsächlich, ´Elite-UFO-Zeugen´ wie Piloten haben außerirdische Körper, als für sie subjektiv betrachtet, Anomalien im irdischen Luftraum gesehen; eine kleine Geschichte dieser Begegnungen

Mal jenseits dessen, das bemannte unidentifizierte Flugobjekte irdischer Natur fortlaufend für UFO-Sichtungen tatsächlich immer mal wieder verantwortlich zeichnen, gibt es genug Berichte - auch von Lufthansa-Piloten die die Erscheinungen aus dem Cockpit heraus sogar geistesgegenwärtig fotografieren konnten, wer weiß dies besser als CENAP da wir diesbezüglich schon genug Meldungen erhielten - von Flugzeugcrews selbst, die UFOs sahen. Da gibt es gar nichts zu leugnen!

Aufgrund der sensationellen Sichtung, die jetzt aus der Türkei durch den ehemaligen General Erdogan Karakus - wir berichteten gestern, schließlich ist dies hier ja der CENAP-UFO-NEWSTICKER ! - , möchten wir eine besondere Sparte der UFO-Sichtungen durch Piloten aufgreifen. Intension: Die sachgerechte Information ist für uns eine Frage der Ehre. Sie haben wie immer die Wahl. Hier haben wir einmal mehr ein Art "UFO-Überraschungsei" für Sie. Atmen Sie kurz durch - und schon geht es weiter. Da haben Sie wie immer Rückhalt. Dies macht Ihren Kopf glücklich, ob Herz und Seele ist wieder eine Frage, die auf einem anderen Blatt steht. Aber ansonsten schöpfen Sie objektiv und nüchtern unsere Informationen ab. Dafür geben wir gerne 150 Prozent - und mehr. Und nun los, laden wir einmal mehr einfach nach, um unserem Informationsmanagment weiter gerecht zu werden und Sie zu beteilgen, da es keine "dunklen Seiten" durch uns gibt.

+ Vorab sei nochmals daran erinnert, was Astronmie-Professor A.J. Hynek als UFO-Forscher mit jahrezehntelanger Kenntnis und als wissenschaftlicher Berater des einstigen US-Projektes BLUE BOOK speziell über UFO-Erfahrungen von Piloten im Diensteinsatz als aufsummiertes Fazit sagte:

"Erstaunlicherweise scheinen Berufs- und Militärpiloten relativ schlechte Zeugen zu sein. Das heißt, ein Fachmann auf einem Gebiet überträgt seine Kompetenz NICHT unbedingt auf ein anderes. So überrascht es uns vielleicht, dass ein Pilot Schwierigkeiten hat, andere Flugzeuge zu identifizieren, aber es sollte nicht verwundern, dass eine Mehrheit der Verwechslungen {durch sie} bei UFOs zu astronomischen Objekten stattfanden."

Dies ist ein wesentlicher Einstieg, wenn wir die ´Black Box´ der UFO-Sichtungen von ´Elitezeugen´ von für sie unidentifizierten Flugobjekten öffnen.

In diesen ach so modernen Zeiten haben wir es seit mehr 60 Jahren mit dem fortlaufenden Mysterium der unidentifizierten Flug-Objekte zu tun. Viele Menschen rund um den Globus haben merkwürdige und scheinbar unerklärliche Dinge am Himmel gesehen. Vielleicht haben auch Sie schon einmal eine solche Erfahrung gemacht? Es wird oftmals vorausgesetzt das ausgebildete Beobachter wie Polizisten, Wissenschaftler und Fluglinien-Piloten sich vor Fehleinschätzungen hüten, da ihre Berufserfahrung und berufliche Ausbildung sie selbst dazu bringt als objektive Beobachter zu dienen und sich vor emotionalen Reaktionen unter Stress zusammennehmen zu können. UFO-Berichte die von erfahrenen Airline- und Militär-Piloten kommen gibt man im allgemeinen mehr Glauben als z.B. denen von Kirchgängern, da anzunehmen ist, das ausgebildete und erfahrene Flugmannschaften viel bessere und intensivere Beobachter sind, die sich darin auskennen, was sich da oben am Himmel in ihrem Metier bewegt. Aber Ausbildung und Erfahrung bieten keinen wirklichen Schutz oder gar eine garantierte Versicherung gegen Verzerrungen und Fehleinschätzungen die aufgrund von Stress, intensiver Beunruhigung, völlig perplexer Schau auf Dinge die man nie zuvor gesehen hat und nur kurz in Sicht waren.

Einige {aus-dem-Bauch-raus-}Skeptiker lehnen UFOs, so heißt es, grundweg ohne jegliche Untersuchung des Phänomens ab, weil sie davon ausgehen, dass diese Berichte nur von Spinnern kommen. Dies ist schlichtweg gesagt falsch, sowohl die Haltung als auch die Aussage! Die meisten UFO-Darstellungen stammen von scheinbar ehrlichen, intelligenten und oftmals auch gut-gebildeten Bürgern, darunter auch gelegentlich von Wissenschaftlern, Polizisten und Flugzeug-Crews. Also durchaus von Personen in sogenannten angesehenen oder gar als elitär betrachteten Berufen, gerne deswegen als "die guten Zeugen" vorgestellt, die wegen ihrer Ausbildung und ihre sklaren Verstandes besonders tolle Berichterstatter der ganz glaubwürdigen Art sind. Die philosophische Kernfrage der UFO-Debatte ist immer noch jene, ob die UFOs Fahrzeuge außerirdischer Besucher sind. Ist es möglich, während die wissenschaftliche Gemeinde und die fähigsten Vertreter der Ingenieurskunst bemüht sind, Raumschiffe für den Flug in den Kosmos zu bauen oder gigantische Radioteleskope dazu bereitstellen, um Signale aus dem Weltraum zu empfangen, welche vielleicht von Intelligenzen fernab unserer Vorstellungswelt stammen, jene Extraterrestrier bereits über uns aufgetaucht sind? Viele warten nur im UFO-Feld auf den Fall aller Fälle, womit sich die Probleme der UFOlogie auf einen Schlag erledigen würden. Wer schon so lange im Feld aktiv forscht, wie ich, der hat da seinen Zweifel. Wie auch immer, aus den UFO-Sichtungsberichten kann man dennoch etwas lernen: Eigentlich alle fanden eine plausible Erklärung in ganz irdischen Dimensionen.

Vielleicht hat die Vergangenheit des UFO-Phänomens und die Ergebnisse seiner Untersuchungs-Anstrengungen bereits demonstriert, dass wir nun imstande sind dieses weltweite Mysterium zu verstehen und aufzuklären. Representative Beispiele von sogenannten beeindruckenden UFO-Sichtungen haben bereits vielfach bemerkenswerte und akurate Profile des UFO-Geschehens geliefert, die durchaus immer wieder anwendbar sind, wenn neue Vorfälle bekannt werden - Referenzfälle. Deutlich will ich darauf hinweisen, dass diese Vorfälle oftmals in der UFO-Literatur als authentische und völlig rätselhafte Erscheinungen vorgestellt werden, sodass die Konsumenten und Leser den Eindruck erhalten, als seien sie wirklich von unerklärlicher Natur nur weil sie immer und immer wieder Einzug finden, d.h. ungeprüft und ganz gerne unkritisch einfach so abgeschrieben werden ohne wirklich fach- und sachkundig einer Bewertung unterstellt zu werden!

+ Mit Aufzug des Raumfahrtzeitalters wurde auch durch das ´North American Air Defense Command´ (NORAD) bis Ende der 1950er Jahre ein umfangreiches Netzwerk von Radaranlagen zur Überwachung des erdnahen Raums geschaffen. Hierdurch ist man imstande alle im Orbit der Erde befindlichen Objekte zu orten und in einem Katalog aufzulisten. Die Überwachung weist auch auf, wann ein Satellit möglicherweise seine Höhe verliert und als Wiedereintrittskörper (Re-Entry) in die Erdatmosphäre eindringt und aufgrund der Luftreibungs-Hitze verglüht. Dennoch ist es immer schwierig genau festzumachen, wann exakt ein solcher Re-Entry stattfinden wird. Dennoch waren diese Phänomene für manchem von Interesse und der Studie wert. So kam 1962 Herbert Roth, Angestellter des United Airlines Flight Training Center in Denver, Colorado, als Chef der NICAP-Regionalabteilung auf die Idee, die laufend im Luftraum unterwegs befindlichen Flugmannschaften einzusetzen, um die NORAD-Arbeit abzurunden, wenn es darum ging irgendwelche aufflammenden Satelliten-Teile zu melden, die sie während des Flugs ausmachen. Aber im Grunde ging es ihm natürlich um UFOs. Nur war damit selbst kein Blumentopf zu gewinnen, sodass er den Umweg über die Re-Entrys ging.

Ende 1962 wurde so das ´Volunteer Flight Officer Network´ (VFON) unter Roth´s Leitung gebildet. Der Deal mit NORAD war: Sobald sich abzeichnet, das ein Satellit zum Re-Entry wird, wird dies an Roth in Form von Rohdaten über die vorausberechnete Zeit und dem erwarteten Eintrittspunkt weitergegeben. Roth überprüfte daraufhin die Flugpläne, um festzustellen, welche Flugmannschaften wahrscheinlich zur angenommenen Zeit im rechten Gebiet befinden werden. Sobald dies erledigt war und Crews im "Einsatzgebiet" unterwegs waren, schickte Roth über deren Gesellschaften an sie Telegramme, um sie auf das erwartete Spektakel aufmerksam zu machen. Sie sollten danach dann Ausschau halten und ihm darüber einen Bericht zukommen lassen, der diesen dann ans NORAD weitergab. Die VFON-Teilnehmer schickten so aber auch alle anderen unplanmäßigen Sichtungen an Roth weiter (und darauf war es ihm ja angekommen), darunter viele Beobachtungsberichte über Boliden, da solche ein ähnliches Schauspiel am Himmel liefern. Und in einigen Fällen gab es schlichtweg auch Meldungen über "unidentifizierte Objekte", von denen die meisten dann wieder hochfliegende Ballone waren. Von 1962-1965 erhielt Roth so insgesamt 173 Beobachtungsberichte von Flugmannschaften, wobei jedoch nur ein Fall nicht als Satelliten-Re-Entry, Meteor oder Ballon identifiziert werden konnte. Für einen UFO-Forscher ist also eine "Trefferquote" von nur 0,5 % unbefriedigend. Erst ab 1966 gab es einen kuriosen Anstieg der als "unidentified" eingestuften VFON-Meldungen, in dem Jahr allein waren es 13 Berichte gewesen. 1967 gab es sogar 14 derartige Meldungen. 1968 waren es sieben von insgesamt 400 VFON-Berichten. 1969 dann nur eine UFO-Darstellung von 550 VFON-Meldungen insgesamt.

Man hört jedoch über Piloten-UFO-Sichtungen recht wenig, auch wenn manchen Forschern wie Haines es gelang schon richtiggehende Fallsammlungen anzulegen. Doch der Widerwille über Observationen von UFOs zu berichten ist bei dieser elitären Berufsgruppe groß. Dr.Herbert Strentz hatte im April 1968 mit R.A.Ebright von ´American Airlines´ (gleichsam Chef der ´Allied Pilots Association´ in Chicago) diesbezüglich gesprochen und jener hatte erklärt:

"Jedem Piloten bleibt es selbst belassen, ob er sich an die Zeitungen wendet und erzählt was er sah. Aber in aller Regel wenden sie sich nicht direkt an die Medien, sondern derartige Sachen werden dann hintenrum bekanntgemacht. Es gibt diesbezüglich bei uns keine Geheimhaltung, wir wurden auch nie von irgendjemand darum gebeten, aber die Piloten sind sicherlich bedacht nicht die Firma bei der sie fliegen in ein schiefes Licht zu bringen, was wir auch nicht erwünschen. Mit UFO-Geschichten ist es immer so eine Sache, Sie wissen ja um den Zirkus dazu."

Strentz sprach im Juni 1968 mit einem Mann von ´United Airlines´, der es "von einer gewissen Tendenz unter Piloten" hatte, "es nicht zu melden, wenn sie irgendein UFO mal sehen. Sie fürchten nicht direkt um ihren Ruf, sondern scheuen sich um die Büroarbeit wegen der Meldung und den Rummel um ihre Person, wenn soetwas bekannt wird. Vergessen Sie nie den Spott, den das Thema mit sich bringt, und davor haben wohl die meisten mehr Angst als vor sonstwas. Niemand hat gerne dumme Bemerkungen und Sticheleien von Kollegen etc. Für uns gilt, dass kein Pilot ohne Absprache mit der Gesellschaft und dem Managment eine UFO-Meldung an die Presse gibt, aber dies ist keine gemeinsame oder festgeschriebene Politik, sondern soetwas wie ein stillschweigendes Gentleman Agreement. Ansonsten bleibt alles die persönliche Angelegenheit eines Piloten."

Später wurde das VFON nach Cambridge, Massachussets, ans ´Smithsonian Institut´ und seiner Abteilung für "Kurzlebige Phänomene" verlegt. Dennoch was man auch bei den "Non-UFO-Beschreibungen" nachlesen konnte, "hört sich zunächst wie eine Ausgeburt Dänikenscher Phantasie an, wenn der verhinderte Schweizer Hotelportier eine Invasion der Erde aus dem All beschreibt". Lesen wir einen solchen Report: Kapitän W.B.Houseman von Delta-Airlines beobachtete am 24.März um 06:08 h GMT auf 079 Ost und 38 N in 33.000 Fuss Höhe während fünf Sekunden einen ´Feuerball, erst weiss, dann grün´. An den Beobachtungen nehmen Besatzungen sämtlicher Airlines teil, so der Lufthansa, der Swissair oder Aerolineas. Mal sehen, was Kapitän H.Schulte von der Lufthansa am 24.Juni 01:34 GMT in 047 West und 52 Nord während zwei Sekunden erlebte: ´aufbrechender Feuerball, Farbe von weiss in orange übergehend´. So geht es seitenlang weiter. Marsmenschen im Anflug? Invasion der Atlantiden? Mitnichten: Meist zwei bis vier Wochen drauf teilt VFON mit, um was es sich in jedem Fall gehandelt hat. Beispielsweise liest man da: ´Katalognummer 5245, Satellit 1962-OIH genannt Int2F2 Feb stürzte am 17.Juni 1971 dort und dort ab, war also die Beobachtung, die der und der machte´."

Soweit das ´Argentinische Tagblatt´ (deutschsprachige Tageszeitung in Argentinen) vom 19.April 1981. Bereits mit nachfolgender deutschen Zeitungsmeldung wurden wir auf den UFO-Fragebogen aufmerksam gemacht:

"Liegen zwölf kleine weiße Männchen aus dem All im Tiefkühlfach von Alabama? Professor behauptet: Bemanntes UFO stürzte über Kalifornien ab" titelte BILD am 29.Oktober 1974, um aus San Franzisko zu berichten:

>Die amerikanische Öffentlichkeit will die Wahrheit über zwölf kleine Männchen wissen, die angeblich in einem abgestürzten UFO in der Mojave-Wüste in Kalifornien gefunden wurden. Der angesehene Professor Dr.Robert Carr von der Universität Süd-Kalifornien hatte in einem Rundfunk-Interview erzählt, das UFO sei durch einen Fehler im Druckluftsystem abgestürzt. In dem Wrack seien mysteriöse Leichen gefunden worden. Der Wissenschaftler: "Es muß sich um Wesen von einem anderen Planeten handeln. Sie waren nur 90 zentimeter groß, hatten gelbes Haar, einen weißen Hautton, blaue Augen und ein riesiges Gehirn." Professor Carr behauptet weiter, die Weltraum-Männchen seien unter strengster Geheimhaltung zum Luftwaffenstützpunkt Wright-Patterson (Ohio) gebracht worden. Ein Gerichtsmediziner habe die Leichen obduziert und erklärt: "Erstaunlich, wie weit sie entwickelt sind!" Nachdem der Professor über den Fall gesprochen hatte, riefen viele hundert beunruhigte Menschen die Rundfunkstation in San Franzisko an. Reporter verfolgten die unheimliche Geschichte weiter. Sie wollen erfahren haben, daß die zwölf Männchen aus dem All seit einiger Zeit in Tiefkühlfächern in einem militärischen Sperrgebiet in Alabama liegen. Ein Presseoffizier erklärte allerdings, das Ganze entbehre jeder Grundlage. Professor Carr: "Die Regierung wollte erst den Rat von Psychologen einholen, um zu wissen, wie die Bevölkerung reagieren würde, wenn man die Wahrheit durchsickern läßt..." In Amerika erinnert man sich daran: US-Militärpiloten hatten lange Zeit einen Umschlag im Cockpit auf dem Stand: "Nur öffnen, wenn unbekannte Flugobjekte gesichtet werden!"<

In Mitteleuropa übernahm der Astronom Dr.Gerhard Polnitzky an der Wiener Universitäts-Sternwarte in den 1970ern diese Idee, um für das europäische Meteoriten-Himmels-Überwachungs-System hierdurch vielleicht aufschlußreiche Daten durch Flugmannschaften zu erhalten. Daraus wurde Wien zur Sammelstelle für Himmelsphänomene rund um den Globus, am 17.Juli 1981 verfasste so der damals in Ausbildung befindliche Sternwarten-Mitarbeiter "Ernst Berger" (welcher auch für MUFON-CES zeitweise UFO-Meldungen in Österreich untersuchte und dann im Krach ging um sich den UAPs bzw ´Earthlights´ anzunehmen; den ´Kugelblitzen´ also als naturwissenschaftliche Lösung des UFO-Rätsels), hinter dem niemand anderes als Dr.Alexander Keul aus Salzburg steckte einen Bericht, der als Pressemitteilung dienen sollte:

>Piloten "jagen" Meteore. "Auf dem Flug von Syndey nach Kuala Lumpur beobachtete Flug Nummer 691 der Deutschen Lufthansa gegen 11:24 h Greenwichzeit vier Sekunden lang eine weißblaue Lichterscheinung, die 45 Grad links der Maschine und 15 Grad über dem Horizont mit zwei Helligkeitsausbrüchen verlosch. Ihr Kopf war ein Zehntel Vollmonddurchmesser groß, aber heller als der Mond. Das Formular füllte aus: Flugingenieur H.Lier, Kuala Lumpur, 24.Juni 1981." Derartige Berichte über ungewöhnliche Himmelserscheinungen, die weltweit direkt aus den Cockpits von Linienflugzeugen kommen, wandern seit 1976 routinemäßig an die Wiener Universitäts-Sternwarte zu Dr.Gerhard Polnitzky, der sie wissenschaftlich auswertet und an Zentralen in Mittel-Europa, England und den USA weiterleitet. So ist die Universitäts-Sternwarte Wien ein wichtiges Bindeglied im internationalen Austausch von Daten über Himmelsphänomene. "Verkehrspiloten, vor allem, wenn sie Langstrecken fliegen, sind sehr genaue Beobachter des Luftraums", erklärt der Astronom. "Es liegt daher nahe, ihre zufälligen Wahrnehmungen für wissenschaftliche Zwecke zu nützen. Um eine Sammlung von brauchbaren Daten zu ermöglichen, verwenden wir seit 1976 für Flugkapitäne der Austrian Airlines, der Deutschen Lufthansa und der Swissair eigene Beobachtungsbögen."<

+ Das knappe, einseitige Formular nennt sich "Sky Phenomena Form", wurde vom Meteorologen Dr.Alexander Keul entwickelt und fragt den Piloten, dem etwas Ungewöhnliches am Himmel aufgefallen ist, nach Ort, Flughöhe, Richtung, Winkelangaben und genauen Details der Erscheinung. Seit kurzem liegen die Meldungsbögen auch in den Mappen von Flugzeugbesatzungen der British Airways, Sabena und Quantas. Dr.Keuls Statistik für die ersten vier Jahre der neuen Auswertungsstelle weist die Flieger als eifrige Meteorsucher aus: "Ein Flugkapitän hat und schon sechsmal Berichte gesandt. Insgesamt sind uns Meldungen über 90 verglühende Meteore und Satellitenteile, fünf atmosphärische Tests, einen Wetterballon, einen Raketenstart und ´Leuchtende Nachtwolken´ in der Stratosphäre zugegangen." Vor allem aus Europa und von der dicht beflogenen Nordatlantikroute kommen aktuelle Berichte, das Beobachtungsnetz reicht aber bis nach China, Südamerika und Zentralafrika. Wie kann ein Wiener Astronom derart exotische Daten nützen. "Europäische Sternschnuppen interessieren mich als Leiter des österreichischen Meteorprojektes am meisten", betont Dr.Polnitzky.

"Zahlreiche Kamerastationen des ´Europäischen Meteorüberwachungsnetzes´ in Süddeutschland, Österreich und der Tschechoslowakei nehmen zwar bei klarem Himmel alle hellen Meteore aauf, aber ohne Augenzeugenberichte fehlt uns die Zeitangabe, wann die Körper in der Erdatmosphäre verglüht sind. Vom Zeitpunkt des Verglühens können wir die Flugbahn im Weltall rückwärts rechnen. Die Zeitangabe ist daher wichtig für die Frage, woher der Körper gekommen ist. Die meisten großen Meteore sind übrigens Teile unseres Planetensystems, nur wenige stammen aus dem ´leeren Weltraum´".

Die "Zeichen am Himmel" werden von Dr.Polnitzky nach bestimmten Merkmalen sortiert und rasch weitergemeldet. Er unterscheidet Berichte über Meteore, abstürzende Raketenteile, atmosphärische Tests, Wetterballons und Erscheinungen wie Nordlicht oder die ´Leuchtenden Nachtwolken´. Meteorberichte gehen per Fernschreiben an die Rechenzentrale des Europäischen Meteornetzes, wo man die Bahn bestimmt. Meldungen über Satellitentrümmer schickt der Astronom an das Appleton-Laboratorium des Britischen Forschungsrates in Slough, Berkshire: "Die Leute in Appleton berechnen ´Verglühlisten´ für alte Raketen und Satelliten, die sich nicht mehr lange in der Umlaufbahn halten und wollen natürlich wissen, ob ihre Vorausberechnungen auch eintreffen. Manchmal sichteten Piloten solche ´Boosters´, wie der abstürzende ´Weltraummüll´ genannt wird." Ein weiterer "heißer Draht" verbindet die Wiener Sammelstelle mit der Zentrale des "Wissenschaftlichen Alarmnetzes" (Scientific Event Alert Network) der ´Smithsonian Institution´ in Washington, DC. Das amerikanische SEAN-Büro informiert weltweit interessierte Experten über plötzliche, wissenschaftlich bedeutsame Ereignisse. Dazu zählen Vulkanausbrüche und Erdbeben ebenso wie Meteoritenfälle und zoologische Besonderheiten.

In der Jahresübersicht der Pilotenberichte 1976 - 1977 wird bekannt, dass die Zusammenarbeit mit Swissair und Lufthansa Anfang 1976 einsetzte:

"Während Swissair laufend berichtete, war die Beteiligung der Lufthansa 1976 wegen der Einstellung des VFON auf dem Stapleton Airport in Denver eher gering und kam erst im Herbst 1977 durch freundliche Hilfe von Herrn Peter Schuck wieder voll in Gang. Austrian Airlines willigte 1977 in eine Verbreitung unserer ´Sky Phenomena´-Fragebogen ein, es erreichte uns jedoch noch kein Bericht. Ziel unserer Sammlung von Pilotenberichten ist es, für die drei Fluggesellschaften im deutschsprachigen Raum die Arbeit von VFON weiterzuführen. Pilotenberichte über Himmelserscheinungen sind für Astronomen, Meteorologen und verschiedene Bereiche der Technik (z.B. Raumfahrt-Technik) von Interesse und werden dem Europäischen Himmelsüberwachungsnetz für Meteoriteneinfälle (MPI Heidelberg) und der ´Satellite Orbits Group´ (Slough, England) routinemäßig übermittelt." Aus der Statistik 1976/77 ging hervor, dass die Swissair immerhin 22 Berichte und die Lufthansa 10 Berichte beisteuerte. Zwölf Fälle bezogen sich auf 1976 und die anderen zwanzig auf 1977. Soweit entpuppten sich die Sky-Phenomenas in 29 Fällen als Feuerkugeln, je einmal als Wetterballon, als atmosphärische Tests der UdSSR und ein Fall blieb noch unerklärt und befand sich in der Untersuchung. Besonders eifrige Melder waren die Kapitäne Habegger, Glutz, Friolet und Smith von Swissair. Die Weiterleitung der Daten verdankte man den Herren Gächter und Ruttmann bei Swissair und Herrn Schuck bei der Lufthansa.

Im Jahresbericht der Pilotenberichte von 1978- 1979 des Meteorprojektes an der Universitäts-Sternwarte Wien (Polnitzky/Keul) wurde bekannt, dass die Zahl der Eingänge deutlich anstieg! Die Lufthansa hatte 50 Meldungen übermittelt, die Swissair 47 und die AUA einen. Insgesamt also 98 Berichte. Neunzig davon gingen auf Meteore bzw Re-Entries zurück. Atmosphärische Tests machten 5 aus, wieder war nur ein Wetterballon dabei, genauso wie ein Raketenstart und eine leuchtende Nachtwolke. Ungeklärt blieb nichts.

+ Am 26.Oktober 1980 schrieb ich an die Deutschlanddirektion der ´British Airways´ um den sogenannten ´Sky Phenomena-Formletter´ zu erhalten. Am 27.Oktober 1980 schrieb mir Bernd Wiedfeld von der Abteilung Presse & Öffentlichkeitsarbeit zurück, dass ihm "leider" derartige "forms" nicht vorliegen. E.Schlerka von der ´Austrian Airlines´ meldete sich am 6.November 1980 auf eine diesbezüglich Anfrage und verwies auf das Institut für Astronomie an der Universität Wien, wo weiteres zu erfahren sei. Zudem sei Schlerka erinnerlich, dass in den "letzten Jahren keine diesbezüglichen Meldungen" eingingen. Die Lufthansa gestattete nicht die Weitergabe der Bögen an UFO-Forscher wie uns, weswegen wir leider nie die "Flight Reports" von dort erhielten. Offenbar war die Angst dahinter, als UFOloge missverstanden zu werden. Dann schickte mir Herr Polnitzky das Teil, was uns aber hier nicht beeindruckte, da der damals schon von uns verwendete UFO-Fragebogen aufwändiger und detailfragenorientierter war. Wir hatten damals den dänischen SUFOI-UFO-Fragebogen ins Deutsche übertragen, bauten den ein bisschen um. Später kam durch Rudolf Henke noch ein mehr subjektorientertes Update zustande, woraus das bisherige Endergebnis resultiert und wir eigentlich sehr zufrieden damit sind - unzufrieden sind wir jedoch mit dem zunehemend frustrierenden Ergebnis in Sachen Rücksendequote ausgeschickter Fragebögen. Die Tendenz war in den Jahren seit 2000 immer mehr nach unten - quasi hin bis Null. Krass gesagt: Ich kann mich gar nicht mehr richtig entsinnen, wann der letzte Fragebogen auch ordentlich ausgefüllt zurückkam!

Nochmals, weil es elementar wichtig ist: UFO-Berichte die von erfahrnen Piloten stammen, gibt man für gewöhnlich mehr Kredit als denen von Spaziergängern, weil anzunehmen ist, das erfahrene Flug-Mannschaften viel intensivere Beobachter von allen Objekten sind, die sich in der Luft bewegen. Wenn diese ufologische Hypothese ("Ich weiß doch was ich sah!") wahr ist, dann ist der eben werden die nun auch geschilderten Vorfälle von klassischen Beispiel der UFO-Sichtungen mit erfahrenen Crews Sie eines besseren belehren:

+ UFO-Fallmaterial aus aller Welt

In der Nacht des 29.Dezember 1952 hatte der Pilot eines US-Kampfflugzeugs von Typ F-84-G ein unidentifiziertes Licht bei seinem Flug über den Wolken bei Honshu auf der japanischen Hauptinsel gesehen. Er meldete das Objekt wie ein Bündel von Lichtern in rot, weiß und grün, die scheinbar im Uhrzeigersinn rotierten. Das Objekt zog gegen Westen, aber noch bevor es verschwand wurden zwei weitere Crews von F-94-Abfangjägern zur Beobachtung abberufen, eine zufällig im Gebiet eingesetzte B-26-Mannschaft machte es ebenso über 40 Minuten lang aus, bis es hinter dem Horizont niederging. Weder auf den Radarschirmen der Flugzeuge noch auf den entsprechenden Anlagen der Misawa Air Base war davon etwas zu entdecken. Das japanische UFO war nichts weiter als die Fehldeutung des sogenannten Abendsterns, der Venus. Die Identifizierung des USAF-Berichts führte der Direktor des Harvard College Observatorium, Dr.Donald Howard Menzel, zusammen mit seiner Kollegin Lyle G.Boyd (Herausgeberin der Publikationen des ´Smithsonian Astrophysical Observatory´), durch. Das rotierende Licht entstand durch ungewöhnliche Bedingungen in der Atmosphäre, wodurch die Farben wie unter einem Prisma auf gesplittert wurden und den rotierenden Effekt auftreten ließen. Im japanischen Fall, so soll pikanter Weise angegeben werden, hatte die USAF mit ihrem astronomischen Berater Hynek (Northwestern University) den Fall als "Unbekannt" eingestuft. ... Flop... (Quelle: Gardner Soule, "UFOs & IFOs", S.11-16) Realsatire: Als Hynek später sein CUFOS gründete, wurden die offiziellen UFO-Fälle (701 Stück) der USAF nochmals neu angegangen und bewertet: 50 Fälle wurden ausgesondert - und zwar als nicht-erkannte Ballone. Aber als dann Hendry als Leiter der UFO-Meldestelle seinen Quasi-24-Stunden-Job machte und kritisch die Fälle bewertet, war dies doch Hynek zuviel und er schob Hendry "weil er zuviele UFOs als IFOs erklärt und die Leser des IUR {International UFO Reporter} dies nicht wollen" ab... Soviel zu Klarheit und Wahrheit in der altbackenen UFO-Forschung.

Zwischenstand: Erstes Fazit - Vertraue ohne ausreichende Informationen nie Presse- oder UFOlogieberichten zu diesem Problemgegenstand am Rande der Wissenschaft. Auch müßen vorgebrachte UFO-"Erklärungen" hier nicht unbedingt den vollen Realitäten entsprechen. Während ganz klar bei UFO-Flaps und UFO-Wellen die unterschiedlichsten UFO-Stimulis (IFOs) zum großen Durcheinander führen, weil man alle Erscheinungen auf ein UFO-Phänomen zusammenpreßt (und dadurch wunderliche Parameter der Erscheinung zugedichtet werden), so ist die Lehre aus den Fallmustern, dass dieses Problem sogar auf eine Einzelsichtung sich auswirken kann. Ganz klar dagegen ist, dass die Forderung nach mehr Informationen zu UFO-Fällen unabdingbar notwendig einzubringen ist, wenn man wirkliche Bewertungen vornehmen will. Auch haben wir sehen müßen, dass die Bekundungen von erfahrenen Fliegern und Flughafen-Bodenpersonal, wonach sogenannte UFO-Erscheinungen keineswegs dies oder das gewesen sein können, mit besonderer Vorsicht zu beachten und nicht gleich als abschließende Expertenauskünfte zu verstehen sind. Sicherlich sind Begegnungen von Piloten mit vermeintlichen UFOs überaus faszinierende Ereignisse, für die betroffenen Zeugen genauso wie für das Publikum. Doch niemand ist vor Täuschungen und Irrtümern sicher, selbst hochkarätige Menschen in Elite-Berufen können sich narren lassen.

Sehen wir weiter:

+ 30.Juli 1976. Über Portugal werden Beobachter am Boden und Piloten in Linienmaschinen Zeugen von Erscheinungen, die für sie "keine bekannten Phänomene" waren. Am 30.Juli 1976 befand sich der 45-jährige Antonio Carvalheira, als Kommandant einer Boeing 727, mit dem TAP-Flug 126 auf dem Charterflug Lissabon nach Wien. Doch kurz vor dem Start gegen 20 h machte ihn der Kopilot darauf aufmerksam, das da ein starkes Licht am Himmel über der Startbahn in der Abenddämmerung stand, welches wie der Landescheinwerfer einer einkommenden Maschine erschien. Dennoch bekam die eigene Maschine vom Kontroll-Turm die Startfreigabe. Die Boeing 727 startete also in entgegengesetzte Richtung, ihre Piloten immer noch von dem hellen Licht verwundert, welches scheinbar in Richtung Lissabon am Himmel stand - "wie ein heller Planet, genauso wie sich gelegentlich die Venus in niedriger Position und starker Helligkeit zeigt; naja, deswegen dachten wir nicht weiter darüber nach." Als sich Carvalheira in etwa 4.600 Meter Höhe befand und in in Richtung Vilar Formoso-Zamora flog, hörte er weiterhin die Frequenz des Lissaboner Flughafens ab und erfuhr so von einer BEA-Trident, welche ebenfalls das Licht über dem Horizont meldete. Captain Carvalheia schaute sich um und gegen den Horizont, wo er wieder das Licht sah, "was mich an die Venus erinnerte". Da aber der BEA-Pilot von einer für ihn unerklärlichen Erscheinung sprach, begann nun auch Carvalheia sich zu wundern und kam zur Feststellung, dass dies "kein Planet sein kann, da ein solcher niemals so hell und so groß ist". Die Crew wurde nun ebenfalls angesteckt und sie sahen es bis etwa nahe Madrid (Spanien) eine halbe Stunde lang, da die Reisegeschwindigkeit bei 800 km/h lag. Bemerkenswert ist die Feststellung der TAP-Crew, bei genauerer Beobachtung neben jenem Hauptobjekt eine Art "Begleit-Schatten, aber nicht dunkel, sondern auch hell" ausgemacht zu haben!

Während des Geschehens hatte der Kontroll-Turm Lissabon-Fargo bei Carvalheira nachgefragt, ob er a. die Beobachtung der BEA-Crew bestätigen könne und ob b. diese nicht auf ein Flugzeug zurückgehen mag. Für Carvalheira war klar, er konnte die BEA-Sichtung bestätigen und aufgrund der weiteren Unbeweglichkeit des Objektes mußte er ein Flugzeug bzw den Schweinwerfer an einem solchen ausschließen. Inzwischen waren beim Tower Beobachtungsmeldungen aus Lissabon eingegangen, wonach Leute das Phänomen ebenso sahen und deswegen sehr aufgeregt waren. Dann überschlugen sich die Ereignisse, da die herabkommende BEA-Crew plötzlich meldete, den Eindruck zu haben, dass das Objekt am Himmel aufsteige und ein Radarmann am Boden ein Echo auf seinem Schirm wahrnahm. Parallel einher befand sich die TAP-Maschine inzwischen auf den Anflug des Madrider Flughafens nur noch in 900 Meter Höhe und hatte ebenso den Eindruck, dass das Objekt anstieg. Verrückt: Das Radar in Lissabon stellte dagegen etwas niedergehendes fest! Carvalheira schließlich gegenüber Vitor Santos von der UFO-Forschungsgruppe "Centro de Estudos Astronomicos e de Fenomenos Insolitos/CEAFI" im Interview: "Ein herabkommender Satellit oder eine Ballonsonde kann es nicht gewesen sein. Es ist das erste Mal, wo ich Zeuge eines solchen Phänomens wurde. Ich glaube an UFOs und daran, dass die Regierung der Amerikaner das Problem kennt, aber darüber nichts äußern will."

Die Sichtung des BEA-Piloten wurde schnell in England und Europa durch Presse, Rundfunk und Fernsehen bekannt. Offiziel nannte man die Sichtung, "die Anwesenheit eines ungewöhnlichen Objektes am Himmel". Erfahrene und sorgsame UFO-Phänomen-Untersucher werden aufgrund ihrer jahrelangen konkreten Fall-Ermittlungs-Erfahrung das Ereignis schon längst durchschaut haben (?). Ein Blick in jedes astronomische Programm wird schnell aufdecken, dass eine hochinteressante Konstellation zur Beobachtungszeit am westlichen Himmel unterging: Die lichtintensive VENUS und ihr Zufalls-Begleiter oder -Schatten, der weniger auffällige MERKUR. Die Radarwahrnehmung hat deutlich mit den gesichteten Objekten nichts zu tun und kann durchaus auf eine in der Hektik des UFO-Fiebers entstandene Fehldeutung der herbeikommen den BEA-Maschine selbst zustandegekommen sein. Der "Aufstieg" der Lichterscheinung am Dämmerungshimmel (West) während des gleichzeitigen Abstiegs der Flugzeuge ist eine wechselseitige Bewegungs-Illusion, mehr nicht. Bereits Allan Hendry hatte in seinem extrem lehrreichen ´UFO-Studien-Kursbuch´ namens "The UFO-Handbook" auf einen FAA-Verantwortlichen am Detroit Metropolitan Airport verwiesen:

+++ "Wissen Sie wie oft wir schon die Venus aufforderten endlich zu landen?" +++

UFO-Pilotenbericht über Russland im CIA-Archiv: Aber es war nur die Venus...

den unter der Freedom of Information Act vom CIA freigegebenen Berichten über UFO-Sichtungen fand sich auch eine Meldung der "Domestic Collection Division" ein "Foreign Intelligence Information Report" über das Thema "Aerial Observation of Intense Source of Light" und unbewertete Information. Wie üblich bei Geheimdienstberichten ist die Quelle geschützt, im entsprechenden Papier also geschwärzt. Der Bericht, der am 18.November 1976 in Langley aktenkundig abgelegt wurde, beinhaltet einen "ungewöhnlichen Vorfall" der während des ´British European Airways´-Flug Nr.831 von Moskau nach London zwischen 18 und 19 h Ortszeit am 10.September 1976 eintrat. Die BEA-Maschine flog gerade in einer Höhe von 9.900 Metern als noch innerhalb der Grenzen von Litauen eine blendend helle und konstante, stationäre Lichtquelle an der Steuerbordseite der Maschine auftauchte. Die Crew schätzte ihre Distanz auf 16 bis 24 Kilometer jenseits der Maschine und vielleicht 1.500 bis 1.800 Meter unterhalb der Reiseflughöhe des Flugzeugs, aber immer noch über der Wolkendecke in der Ferne. Das Licht einnerte an eine gelblich-leuchtende Sodium-Dampf-Lampe und war zu intensiv um es längere Zeit direkt betrachten zu können. Es war jedenfalls stark genug um die darunterliegende Wolkenschicht mit einem glühenden Glanz zu illuminieren. Das Licht erregte ein derartiges Interesse, dass der BEA-Pilot über Interkom die Passagiere darauf aufmerkam machte und über Funk die sowjetischen Behörden nach der Identifikation dieser Lichtquelle fragte. Doch dort konnte man ihm nichts weiter sagen und riet ihm keine weiteren Fragen zu stellen. Das Licht war der BEA-Crew etwa 10 bis 15 Minuten lang in Sicht bis die Maschine die Erscheinung hinter sich ließ. Rekonstruiert man die astronomische Situation ging gerade der sogenannte ´Abendstern´, die Venus, in der Region im Westen genau in Flugrichtung unter.

+ Aus den UFO-Akten der italienischen Luftwaffe...

...wollen wir Ihnen ein paar weitere Beispiele einbringen. Fall Nummer 1 geschah am 23.Februar 1977, es war gegen 21 h, als ein Pilot in seiner F-104/G in 7000 ft Höhe gerade Giulianova Marche in Richtung Macerata passierte. Der Mond war gut sichtbar, die Sterne ebenso, es war wunderbares Flugwetter. Da machte der Kampfflieger durch das Kanzeldach des Flugzeugs ein intensiv weißes Licht, etwa 800 oder 900 Meter von seinem Flugzeug entfernt, leicht links von seinem Kurs aus, um ihn dann bis 21:23 h in dieser Position zu "begleiten": "Es folgte meinem Kurs etwa von Süd-Ost nach Nord-West". Nahe der Po-Mündung drehte der Flieger dann auf 270° bei und das Objekt machte diese Bewegung scheinbar mit, verschwand dann aber bald in der Ferne. Unterwegs alarmierte der Flieger seine Flugkontrolle und die authorisierte ihn, das Objekt abzufangen, soweit kam es aber nicht. Die Größe des Objektes wurde als die eines "Wagenscheinwerfers in einem Kilometer Entfernung" angegeben, seine Helligkeit als heller als alle Sterne, seine Größe aber "geringer als der Mond". Ein Detail: "Der Rand war klar und mit einem weißlichen Halo umgeben." Hierzu berichtete die Presse folgendes: "UFO" begleitet Jagdflieger meldete am 11.Januar 1980 der Münchner Merkur: Ein Jagdflieger der italienischen Luftwaffe wurde angeblich 23 Minuten lang von einem "UFO" verfolgt. Dies geht aus einem Bericht des italienischen Verteidigungsministeriums hervor. Das nicht identifizierte leuchtende Flugobjekt soll den Jagdflieger in der Nacht vom 23.auf 24.Februar 1977 über eine Strecke von rund 375 Kilometer begleitet haben. Erst nach einer Kurve von 270 Grad, überhalb der Po-Ebene, verschwand das Objekt, das von einem weißlichen Lichtkranz umgeben war.

Der nächste aktenmäßig dokumentierte UFO-Meldungsfall (nennen wir ihn Fall Nr.2) geschah am frühen Morgen des 4.August 1977, es war 4:30 h, die Sterne waren klar zu sehen. Der Zeuge befand sich im Kontroll-Turm des Flughafens von Napoli-Capodichino. Nachdem er einen Anruf von der örtlichen Polizei betreffs einigen UFO-Meldungen erhalten hatte, griff der Mann sich das Fernglas und machte für 1 Stunde 45 Minuten die Objekte in 45-50° Höhe in NNO-Richtung aus, wo sie dann mit der Dämmerung verblaßten. Weil der Zeuge das Phänomen "nicht einstufen konnte", die da schier bewegungslos am Himmel standen, meldete er sie ebenfalls als unidentifizierte Flug-Objekte förmlich dem Verteidigungs-Ministerium weiter. Das Objekt Nr.1 war in seiner Helligkeit etwas weniger grell als Objekt Nr.2; "Objekt Nr.2 hatte die Helligkeit von einem großen Stern, die Nr.1 wie von einem mittleren Stern". Sie bildeten sich als "zwei runde Formen" am dunklen Himmel ab, Nr.1 war kleiner, Nr.2 war eher größer gehalten. Ihre Farbe jedoch eindeutig weiß und der Objektrand war gut abgezeichnet.

+ Das sind also die UFO-typischen Geheimberichte im Archiv des italienischen Verteidigungs-Ministeriums von seinem eigenen Personal, welches pflicht- und verantwortungsbewußt seine seltsamen Erfahrungen mit himmlischen Rätsel-Objekten weitermeldete. Die Beobachtung vom 23.Februar 1977 hört sich verdammt nach einer Fehldeutung einer astronomischen Quelle an, die dem Flieger aufgrund ihrer Ferne den Eindruck gab, als würde sie ihn "begleiten" (ein durchaus bekanntes wahrnehmungs-psychologisches Phänomen bei solchen Fehldeutungen) und seine Bewegungen (oft heißt es dann, "wie intelligent gesteuert") mitmachen. Der Jupiter stand in einer auffälligen Position in dieser Gegend, wodurch sich das Geschehen erklären läßt. Auch die Beobachtung vom 4.August 1977 hat ganz klar eine astronomische Quelle: Hier waren es ausgerechnet die beiden Hauptquellen astronomischer Fehldeutungen, VENUS & JUPITER, die brav nebeneinander als UFO-Duo am Himmel standen - in der richtigen Höhe und im richtigen Himmelsabschnitt. Wieder einmal wurden astronomische Objekte von Personal aus Elite-Berufen als UFOs fehlgedeutet und jene IFOs von den "Ermittlern", insofern man das Wort überhaupt hier benutzen darf, nicht erkannt. Spötter könnten nun sagen: Kein Wunder, wenn man sich solange ziert, um die Akten freizugeben. Sacherfahrene private, unkomerzielle und unkonservative Neo-UFO-Phänomen-Erforscher wie wir könnten damit belegen, wie unqualifiziert die Wahrer der Lufthoheit hinsichtlich UFOs sind.

+ Schräge Sache der anderen Art...

Mirage IV-Crew sichtete ein UFO:

Im April 1984 berichtete die Zeitschrift der französischen Armee "Terre - Air-Mere"davon, dass am 7.März 1977 die Luftpolizei den Bericht des Piloten und Navigators einer ´Mirage IV´ nahe dem Luftwaffenstützpunkt Luxueil-les-Bains aufnahm. Die Luftwaffenpiloten gehörten zum Bombergeschwader 3/94 der BA 116 - und sie sahen während ihrer Trainings-Mission ein UFO und kommunizierten deswegen mit der Radarkontrolle des Stützpunktes Contrexville sowie ihres Heimatstützpunktes Luxueil. In einer ganz besonderen Form wurde über den Fall berichtet, der späterhin auch in den Zeitungen aufgegriffen wurde - in der Gestalt eines Comic! Die Zeichnungen stammten von Patrick Claeys und der Text kam von Jean-Claude Bourret von TF1 (der den Fall dann auch in seinem Buch "OVNI l`armee parle" verwendete), dessen exologische UFO-Leidenschaft man kennt. Auch wenn dies ziemlich "kindisch" rüberkommen mag, an der Basis aber ist der Fall real, auch wenn die Darstellung naturgegeben recht abenteuerlich ausfiel und nicht ganz die Fakten trifft. Am Montag, den 7.März 1977, startete die Mirage um 18 h vom Stützpunkt Luxueil zu einem nächtlichen Übungsflug. Um 20:45 h flogen sie in etwas mehr als 10.000 Meter Höhe und auf dem Rückflug zur ihrer Basis. Dabei machten sie eine helle Lichtquelle zu ihrer rechten Seite aus, die etwa 5 x so groß wie die Venus {!} war und den Militär-Piloten heller als ein Flugzeugscheinwerfer schien. Diese Lichtquelle kam auf die Mirage zu und die Mirage drehte rechts ab. Auf Anfrage bei der Luftkontrolle wurde in unmittelbarem Umfeld der Mirage nichts verzeichnet. Das Licht verschwand aufgrund des Mirage-Manövers außer Sicht. Zwei oder drei Minuten später tauchte es dann wieder im Westen auf, als die Maschine ihren Flug fortsetzte. Wieder wich die Mirage aus, obwohl das Licht nie wirklich auf Kollisionskurs war. Schließlich erreichten die Mirage-Piloten ihren Stützpunkt während das seltsame Licht inzwischen außer Sicht verschwunden war. Beide Flieger hatten bereits mehrere tausend Flugstunden hinter sich gebracht.

Jetzt werden Sie sicherlich denken, die Lösung schon durch die Venus gefunden zu haben, aber... das Ding bekommt eine andere Wendung, anders mal wieder als gedacht:

+ Der Artikel in der Armee-Zeitschrift (!) und die danach folgenden Zeitungsberichte sind so nicht ganz vollständig. Gilbert Schmitz von unserer ehemaligen Luxemburger Abteilung hatte 1984 hierzu einige Recherchen durchgeführt und fand verblüffendes heraus: Richtig war, das in umittelbarer Nähe der Flugbahn der Mirage nichts verzeichnet war, aber weiter entfernt näherte sich ein Zivilflugzeug (eine Düsen-Privatmaschine) in geringerer Flughöhe der Mirage. Dies wurde auch beim zweiten Ausweichmanöver der Mirage-Crew mitgeteilt, weswegen sie durchgab: "Ach, deswegen haben wir unsere Zeit vergeudet..." und schließlich nicht weiter beeindruckt den Landanflug vollzogen, obwohl die Erscheinung sich weiterhin am Himmel bewegte. Dies ist auch der Grund, warum der Bericht schließlich nicht an die offizielle UFO-Nachforschungsbehörde GEPAN weitergleitet wurde, da es hier einfach keinen Handlungsbedarf gab. Offenbar war die ganze Geschichte ein April-Scherz der Armee-Zeitschrift gewesen, um die OVNI-Legende zu karrikieren. Auch wenn die Ausgangslage real war, so war doch die daraus gebastelte UFO-Story ein Witz gewesen.

Dass soetwas wie ein April-Scherz auch von Piloten durchgezogen wird um UFO-Alarm zu erzeugen, belegt nachfolgende Meldung: "1.April-UFO war Flugzeug". Am 3.April 1989 berichtete die Zeitung ´Journal Noticias´ von einem UFO-Zwischenfall am International Airport von Bogota, Kolumbien, am Abend des 1.April. Hiernach hätten viele Menschen eine ´Fliegende Zigarre´ mit hellen Bullaugen am Himmel fliegen sehen, einige riefen den Flughafen an, der tatsächlich auch ein solides Ziel auf dem Radar verzeichnete, welches in der Gegend kreiste. Der Flughafen wurde von de Bezirksregierung daher in den Alarmzustand versetzt, nachdem das "UFO" über ihn hinweggeflogen war und auch die Luftverkehrs-Kontrolleure es ausmachten. Anfliegende andere Maschinen wurden zu anderen Flughäfen umgeleitet. Und schließlich meldete sich gar der Pilot des "UFOs" und bat um Landegenehmigung. Es war eine Airliner-Maschine gewesen, deren Crew sich einen unerwarteten Aprilscherz erlaubte und sich als UFO ausgab, in dem sie den Transponder abschaltete, genauso wie alle äußeren Lichter, um durch die Kabineninnen-Beleuchtung den UFO-Effekt ganz bewußt zu erzielen, als sie in großer Höhe flogen. Viele Schwindel gehen eigentlich nicht auf direkten und bewußten Betrug zurück, sondern auf lustige Scherze von Scherzbolden und Spaßvögeln, deren Produkte dann eine unerwartete Eigendynamik entwickelt haben und sich ufologisch verselbstständigten. Hierzu erwähnen wir den Fall vom 13.Februar 1966. Hier hatte ein Flugzeug-Pilot namens Inake Oses über Venezuela die berühmte "Avensa-Airliner"-Untertassen-Aufnahme abgeliefert, wonach ein seltsames untertassengestaltiges Ding über der Geografie zu sehen war. Nach einer Weile gestand der Fotograf aber zu, dass die Aufnahme gefälscht war. Motiv: Rache an UFO-Fans, die ihn verspottet hatten, weil er nicht an ´Fliegende Untertassen´ glaubte.

Als Schluß dieser wirklich nur kleinen Exkursion - mit zugegeben auch unerwartet heiteren Aspekten - ein Fall aus Deutsch{e}land:

+ "Krefelder Kaufmann. Ich beobachtete ein UFO - Auf Radarschirm nicht sichtbar - Verfolgung über 45 Minuten - Geheimes Militärprojekt?" hieß es am 21.Mai 1977 in der ´Westdeutschen Zeitung´:

>Ein unbekanntes Flugobjekt will der Krefelder Kaufmann H.Rolf Eichler auf einem Flug von Augsburg nach Mönchengladbach beobachtet haben. Am Dienstag, 17.Mai, so berichtete Eichler der WZ, flog er mit seinem Privatflugzeug D-EJTD von einem Seminar in Linz zurück. "Oberhalb des Flugplatzes Schwäbisch-Hall fielen mir um 18:05 h fern am Horizont etwas über meiner Flughöhe zwei leuchtende Punkte auf, hinter denen eine Verbindungslinie zu sehen war", erklärte Eichler. Zunächst hielt er das Objekt für ein Verkehrsflugzeug. Als er jedoch bis auf 5.000 bis 8.000 Meter herangekommen war, erkannte er, dass es keins sein konnte. "Es waren keine scharfen Konturen zu erkennen, dafür aber ein schneeweißes Leuchten über die ganze Länge der Erscheinung hinweg." Er veränderte seine Position, um eine Spiegelung auszuschließen, das Objekt veränderte sich jedoch nicht. Eichler: "Nachdem ich alle mir bekannten Prüfungen durchgeführt hatte, benachrichtigte ich die Fluginformationsstellte Frankfurt über Funk. Die hatte mich zwar auf dem Radarschirm, aber es wurde mir mitgeteilt, dass sich 40 Meilen vor mir nichts befände, obgleich ich das Objekt in etwa fünf bis sieben Kilometern vor mir sah." Über eine dreiviertel Stunde verfolgte Eichler das Objekt, bis es nach einer Kursänderung des Krefelders auf etwa 3.000 km/h beschleunigte und davonflog. "Wenn mir das ein anderer erzählte, glaubte ich es nicht", sagte Eichler. "Ich habe über 1.200 Stunden Flugerfahrung und halte UFOs von anderen Sternen für Hirngespinste. Da ich aber dieses seltsame Ding mit eigenen Augen gesehen habe, tippe ich auf ein geheimes militärisches Objekt."<

Schaut man sich den Vorfall genau anhand der veröffentlichten Informationen an, kommt man vielleicht auch einer Erklärung des Geschehens auf die Spur. Der Mann flog an jenem frühen Abend gegen Nordwesten sein Ziel an, sehr niedrig am Horizont sieht er dort zwei helle, beieinander stehende Lichtpunkte, die ihn scheinbar fünfundvierzig Minuten begleiten und erst bei seiner Kursänderung verschwinden. Tatsächlich waren knapp unter dem Horizont (für uns Menschen am Boden!) im Nordwesten zwei auffallende astronomische Körper direkt nebeneinander angereiht: VENUS & Mars. Vom Boden aus waren diese nicht zu sehen gewesen, aber bei guter Fernsicht ist es schon mal einem Flieger in der Höhe möglich etwas über den irdisch-begrenzten Horizont hinauszuschauen. In diesem Fall offenbar und augenfällig auf zwei dort unter dem Horizont befindliche leuchtende Punkte von astronomischer Natur, wobei VENUS als Königin der IFOs dabei extrem auffällig war und mit ihrem interplanetarischen Bruder Mars nebeneinander am Himmel stand, wie es sonst sehr selten vorkommt. Natürlich sind Planeten ohne scharfe Konturen zu sehen und insbesondere fällt die Venus durch ihr schneeweißes Leuchten auf. Kein Wunder also, wenn das Flugsicherungs-Radar das fragliche "Objekt" von Herrn Eichler nicht auf dem Radar hatte.

Soweit also nur ein kleiner Einblick in eine diesbezügliche Fallakte mit Piloten-UFO-Sichtungs-Referenzfällen die fast 300 Seiten dick ist und keineswegs auf umfassende Vollständigkeit pocht!


Views: 7523