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07.02.1999


    
Das Geschäft mit UFO-Beweisstücken

Vom Verkauf von UFO-Trümmern, die angeblich 1947 geborgen wurden

Immer wieder frägt sich die UFO-skeptische Gemeinde, was das Auskommen bei UFO-Storys ist. Klar ist, daß die UFO-Traumverkäufer dicke Auflagen mach(t)en, eben weil sie alles in Sachen UFOs mystifiziert darstellen. Nun berichtete der The Arizona Daily Star am 5.Februar 1999 über ein Geschäft mit UFO-Trümmerteilen unter der Schlagzeile "UFO tale is rocky but rare: Ron Ruiz is selling this hunk of purported UFO crash debris for $ 69.000 - ^Alien^ debris is just slag, skeptic says".

Ron Ruiz behauptet also, daß der kartoffelgroße grau-grüne Stein in seiner Hand aus der flüssigkeitsummantelten Hüll eines außerirdischen Raumschiffs stammt, welcher 1947 in St.Joseph, Montana, abstürzte. Ruiz ist zufällig der Inhaber der im Oro Valley-beheimateten Firma "Stone People Products" und er bot seit geraumer Zeit Teile dieses UFO-Crash zum Verkauf an, inzwischen hat er alles für $ 69.000 verkaufen gekonnt. Insgesamt waren es zwei Dutzend kleiner Teile, die er zu je $ 100 per Gramm verkaufte und vier größere Brocken. Doch der Astronom James McGaha aus Tucson hat sich die "UFO-Trümmer" betrachtet und nannte sie ein Abfallprodukt eines Metall-Schmelzprozeßes. Wieder einmal wurden also außerordentliche Behauptungen gemacht, ohne dafür einen Beweis zu liefern. "Das Dumme dabei ist, daß die verrückte UFO-Fans bereit waren, dafür $ 69.000 auszugeben. Ich habe schon ne Menge Verrücktheiten während meiner 25 Jahre Untersuchungsarbeit betreffs UFOs erlebt, aber das war das erste Mal, wo jemand falsche UFO-Teile so hochkarätig verkaufen konnte", erklärte McGaha, der Chef der Tucson Skeptics und CSICOP-Berater ist.

Ruiz behauptet, daß das UFO-Material ehemals von einem Bauern in Missouri geborgen wurde, nachdem er und seine Frau beim Frühstück an einem Morgen im Juli 1947 ein glühendes Objekt vom Himmel herabkommen sahen und wie eine "glühende, geschmolzen Masse" in Baumwipfelhöhe schwebte und dann herabfiel. Es dauerte drei Tage bis das glühende "Raumschiff" abgekühlt war, bis der Bauer sich ihm nähern konnte. Nun, er barg das Material, vermied aber irgendjemand darüber zu benachrichten und vergrub es lieber wieder. Erst 1996 fand es sein Sohn wieder, als er Arbeiten nach einer Überflutung des Landes durchführte. Der Sohn barg alle Teile von der "Fliegenden Untertasse" und übergab sie schließlich dem Geologen David Shoemaker, der schließlich das Material an Ruiz freigab. Nun, wie die Zeitung feststellte, handelt es sich bei Shoemaker eher um einen Juwelier, Fotograf, Vortragsreisender, Humorist und Händler von metaphysikalischen Steinen mit angeblich wundersamen Wirkungen. Trotzdem ist nach Ruiz klar, daß das Material Teile eines "alien mother ship" sind, welches eine Fluchtkapsel abtrennte, die dann in Roswell niederging!


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