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11.02.1999 |
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UFOs und Aliens in den MedienGegenwart und Zukunft der Alien-Berichterstattung im Kino, TV und auf Video In den ersten Tagen des Februar 1999 geisterten durch die Zeitungen diverse Meldungen, wonach Akte X-Produzent Chris Carter mit der siebten Staffel der Reihe, den TV-Auftritt der FBI-Agenten Mulder & Scully beenden wolle, um sie nurmehr fürs Kino auf die Suche nach der Verschwörung zu jagen. Andererseits erklärte Carter, das tatsächlich weitere Geheimnisse (die im Akte X-Film betreffs dem Verschörer-Syndikat bereits angeschnitten wurden) der der Doppelfolge (einem sogenannten Sweeper) "Two Fathers/One Son" enthüllt würden, die zu genau jener Zeit auf Fox im US-TV lief. Nun, dramaturgische Schachzüge Carter´s kennen wir aus der Vergangenheit, um über den Promotion-Weg seine Serie immer spannend zu halten. Andererseits sollte man aufhören, solange man nicht aus dem Ring geboxt wird und auch die Hauptakteure Duchovny/Anderson sich danach umschauen sollten, vielleicht neue Ideen in ganz anderen Filmwelten zu verwirklichen, wenn sie nicht schon längst dem "Bonanza"-Effekt zum Opfer gefallen sind und nirgends sonst als in den X-Files mehr akzeptierbar sind. Eines Tages wird es nämlich auch soweit sein, daß die Serie fürs Fernsehen zu teuer wird, wir haben es an Space 2063 gesehen.
Als Akte X Vancouver verließ, um nun im großen, sonnigen L.A. produziert zu werden (Kanada´s British Columbia war bisher aus Gründen geringerer Kosten bevorzugt worden, weswegen hier MGB auch The Outer Limits drehen läßt!), nahm nun ihr verwaister Platz die Produktion einer neuen außerirdischen Verschwörungs-Serie ein - First Wave von Autor und Produzent Chris Brancato. First Wave kommt wie ein "Dr.Kimble auf der Flucht" daher, auch wenn es um außerirdische Verschörung und Invasion geht. Außerirdische haben bereits die Menschheit infiltriert, jeder 100.Mensch ist bereits ein Alien und ein Mann hat dies erkannt und wird deswegen von den Invasoren heimlich gejagt, damit er ihnen ja nicht das Konzept für die eigentlich Invasion versaut. Newcomer Sebastian Spence (wieder einmal bekommt ein frisches und unverbrauchtes, daher "billigeres" Gesicht eine Chance!) spielt diesen Mann namens Cade Foster, der die Alien-Apokalypse verhindern will. Erinnert Sie dies an "Invasion von der Wega" oder "The Visitor"? Versatzstücke sind in dieser Serie jedenfalls nicht zu übersehen, um das moderne "Auf der Flucht" aufzupolieren und "Dark Skies" im modischen Gewand daherkommen zu lassen. Wie es scheint hat der Sci-Fi-Channel sich für die neue Serie begeistert und zwei Staffeln in Auftrag gegeben.
An kommenden Film-Attraktionen haben wir Kurt Russel´s Soldier bereits im letzten CR erwähnt gehabt, nun kommt noch Supernova hinzu, ein vorgeblicher SF-Blockbuster, der bereits in den USA Anlaufschwierigkeiten erfuhr, weil das ganze als Mischmasch zwischen Alien, Event Horizon und Lost in Space nicht gerade sein richtig auszumachendes Publikum fand und als Mutant zwischen Abenteuerfilm und SF-Schinken sich orientieren muß. MGM/UA hat hier wohl die richtige Zuordnung gefehlt, was immer öfters im Mainstream-Kino zu bestaunen ist, so als hätten die Hollywood-Moguls keine neuen, zündenden Ideen mehr. Supernova ist zudem noch eine Art "Weißkittel"-Film, da das Gefährt der Crew (NIGHTINGALE 229) ein medizinisches Raumschiff ist, also "Eine Klinik unter Palmen goes Outer Space". Da kann man schon wieder Zahnschmerzen bekommen...
Star Wars - The Phantom Menace wird am 21.Mai dieses Jahres in den Kalendern aller Star Wars-Fans ein rot markiertes Datum - dann nämlich wird Episode One Weltpremiere in den USA feiern. Der deutsche Verleih plant am 2.September 1999 den Countdown abgelaufen zu wissen. Hiermit rückt man von der bisherigen Praxis ab, Star Wars-Filme erst zu Weihnachten zu starten. Im Zeitalter des globalen Dorfes sind derart lange Vorläufe nicht mehr möglich - uns soll es recht sein! Das wird der Event des auslaufenden Jahrtausends werden (übrigens geschickt getimt), weswegen auch die Merchandise-Industrie auf Hochtouren laufen wird. Unter Garantie: The Phantom Menace wird das Gesprächsthema dieses Jahres sein...
Video: Hier dürfte nur Emmerich´s Godzilla erwähnenswert sein, der in der ersten März-Woche aus den deutschen Videotheken losstampfen soll, während der Film selbst mit der "Goldenen Himbeere" in Hollywood für den schlechtesten Film des Jahres 1998 ausgezeichnet werden soll. Naja, da hat es sicherlich üblere Werke gegeben! Zum Glück läßt Emmerich sich davon nicht schrecken und hat Godzi 2 fest in die Produktion eingeplant, das Einspielergebnis von Nr.1 mit weltweit 365 Millionen Dollar spricht für sich. Dean Devlin hat schon das Konzept hierfür im Kopf und arbeitet am Storyboard, er will der Originalserie Reverenz erweisen, was wohl bedeutet, das neue, bösere Monster hinzukommen werden! |
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