. Zurück C E N A P

20.05.2004


    
CENAP-News zu den Mexiko-UFOs

Näher hingeschaut: Infrarot-Engel in Sicht?

Um zu einer schlußendlichen Fall-Bewertung zu gelangen braucht man erst einmal alle Informationen zum Geschehen, dann erst kann man ans Analysieren gehen. Vollständig sind die Informationen so noch nicht gewesen, egal wie beeindruckend die ganze Geschichte zunächst ist. Und irgendwie waren nach einer Abkühlungsphase aufgrund der ersten Begeisterung die Videos dann doch mal wieder im Bereich "Alles oder nichts" angesiedelt. CENAP-Intern setzte mal wieder die große Fachdiskussion ein.

Wie man anhand der bei Rense.com erstmals vorgestellten vier Einzelbilder aus dem mexikanischen Wärmekamera-Video sehen kann, war wohl sogar etwa eine Stunde lang die Aufklärungsmaschine (deren genauen Eigengeschwindigkeit nicht bekannt wurde) von den Erscheinungen verfolgt worden, bei bestem Wetter - doch von Bodenbeobachtern war ebenso nirgends die Rede. Schon um 16:45 h waren die ersten Wärmebildkamera-Bilder gemacht worden. Nicht erst ab 17 h, aber dies soll kein Problem sein. Die kleine, zweimotorige Propeller-Aufklärungsmaschine Merlin C26A befand sich während des Geschehens zwischen den Städten Copalar (Chiapas) und Carmen (Logwood). Es begann alles mit der Radarwahrnehmung von einem Objekt, weswegen die Crew zwei Meilen vom Kurs abwich, um das zunächst als Drogenschmuggler-Flugzeug angenommene Objekt in Augenschein zu nehmen. Doch am Punkt der Radarortung war nichts zu sehen, vielleicht ein Radar-Engel? Ein natürliches oder künstliches Falschziel? Wie auch immer, der Kommando-Stützpunkt Ciudad del Carmen hatte zur Sichtungszeit nichts auf dem Radar ("there was nothing at all flying in the air at the time, according to the Ciudad del Carmen Airport"), wie General Garcia in einem Radio-Interview mit Carlos Loret de Mola für den Sender "Hoy por Hoy" von der mexikanischer Radiosendergruppe Radiopol am 12.Mai 04 erklärte. Hier erklärte er auch wie unglücklich er mit der laufenden öffentlichen Reaktion sei und er keinerlei Absicht pflegte den Glauben an "UFOs oder Fliegenden Untertassen" zu fördern. Er habe keinerlei persönliche Hypothese zu den Ereignissen: "Alles was ich sagen kann ist, dass diese weißen Flecken auf der Aufnahme sind und mehr weiß ich auch nicht." Übrigens sei diese ganze Angelegenheit KEINE Sache der nationalen Sicherheit für ihn. Daraufhin wurde das Wärmebildsystem SAFIRE II FLIR (FLIR steht für "Forward Looking Infrared System") zugeschaltet, woraufhin dort wo das "Ziel" sein sollte doch etwas ausgemacht wurde. Angeblich so groß wie ein 15.stöckiges Gebäude, was unglaublich genug wäre! Auf einer Videosequenz ist auch ein fettes "Kugel-Duo" auszumachen, welches merkwürdiger Weise untenweg hin abgesetzt einen schmalen Streifen besitzt, ähnlich wie bei einem richtigen bemannten Heißluftballon und seiner Passagier-Gondel darunter (tatsächlich sollte man solche Körper mit einer Wärmebildkamera aufnehmen können). Wenn man sich dann nochmals erinnert, dass es sich hier nicht um optische Aufnahmen, sondern um aufbereitete Bilder eines Infrarotsystems handel, dann könnte dies auch ein bizarrer Fehler in der Sensorik und/oder der (analogen) Bildausgabe gewesen sein.

Einschub. Radars in Flugzeugen sind meisten in der Spitze der Maschine angesetzt und sie dienen dazu den ganzen Luftraum dreidimensional VOR und maximal leicht NEBEN der Maschine abzutasten. Seltsamer Weise wurden die RADAR-Bilder nie gezeigt, nur die Wärmebild-Videos. Zudem soll eines der drei von Radar verzeichneten "UFOs" genau HINTER der Maschine erschienen sein während gleichsam Objekte an der linken Seite via Infrarot gar nicht auf Radar erschien! Seltsam. Genauso wie die Aussagen von Lt.German Ramirez Marin, wonach die Crew nur ANNAHM, dass die Erscheinungen das Flugzeug umkreisten. Und: Während die Wärmekamera-Aufnahmen ziemlich konstant waren, flippte das Radar mit seinen Angaben geradezu aus und die Objekte würden dabei mal mit 60 oder 120 oder gar 300 Knoten dahinzischen, konstant wechselten sie ihre Geschwindigkeit und ihre Erscheinungen in der Richtung (sie hüpften geradezu umher) - was keineswegs vom FLIR-System gleichsam angezeigt wird. Wie in den TV-Sendungen gesehen, ist das uns jetzt beschäftigtende Thermobild-System natürlich dazu gedacht, Bewegungen und Objekte am Boden im weiteren Sinne auszukundschaften bzw zu erfassen (auch wenn man es ebenso "in der Luft" einsetzen kann). Dementsprechend sind die entsprechenden Sensorsysteme unterhalb des Flugzeugrumpfs angesetzt und auch nach UNTEN gerichtet, aber im Gegensatz zum breit angesetzten und fixen Radar sind diese Systeme in einer Polyetheylene-Schutzkapsel als Kugel oder Kuppel ausgelegt eingebracht und darin der Sensorenkopf eng anliegend STEUERBAR rundum ausgelegt - genauso wie Sie es von amerikanischen News- oder (auch deutschen) Polizei-/Bundesgrenzschutz-Helikoptern mit ihren Kamerasystemen kennen oder von Bildern bei ´Search And Rescue´-Operationen von Rettungshubschraubern etc. Die FLIR-Cam sitzt unter dem Flugzeug, kann somit nur wahrnehmen was sich unter dem sichtbaren Horizont des Flugzeugs bis hin zu diesem (also das wäre dann parallel zur Fluglage) befindet. So wie ich das verstehe, wurden diese Cams auch eigentlich für die Bodenbeobachtung von Fahrzeugen oder Booten entwickelt. Aus den Aufnahmen lässt sich für mich nicht eindeutig ersehen, wo sich die Objekte nun befanden, sie könnten sich problemlos zwischen Flugzeug und Boden oder auch auf dem Boden befinden. Darüber müssten eigentlich die Radarbilder Aufschluss geben, aber die finden sich eben nirgendwo. So galt es zu warten, bis Mitschriften der Pressekonferenz zum Fall in zumindest englischer Sprache auftauchten, um vielleicht diese Fragen in den Interviews und Statements der beteiligten Flieger beantwortet zu finden - wenn diese Punkte überhaupt angeschnitten wurden.

Gerade das "Kugel-Duo" rief bei einigen CENAPlern wie Ferhat Talayhan ("erinnert mich an Aufnahmen von gespiegelten Autoscheinwerfern" (1)) und Norbert Eßer ("vielleicht eine Art ´blind spot´, dieser kann unter bestimmten Umständen wandern und innerhalb einer optischen Schärfeebene liegen") oder Jörg Böhme ("Also, bei dieser einen Sequenz sieht man doch die beiden Lichtbälle, und unter denen sind wie zwei leuchtende Balken. Also muß die Quelle der ´Leuchtkugeln´ auf irgendwas Ebenes in der Nähe gestrahlt haben bzw. Wärme abgegeben haben. Das Ganze wurde dann gespiegelt") den starken unabhängig gefundenen Verdacht auf den Plan, dass dieser nahe Raum um der Thermobildkamera Fläche für einer Art ´Spiegelung´ böte, natürlich können auch im Infrarotbereich (gehört zum Wellenspektrum des Lichtes) solche eintreten. Die einzige Fläche hierfür ist die Innenseite der Schutzkapsel rund um den Sensor! Überall wo elektrische Energie fließt entsteht Wärme. Wärme ist genau wie Licht reflexionsfähig. Wärmestrahlung ist nichts anderes als langwelliges Licht. Die Überlegung dementsprechend war von Norbert Eßer: "Also muss das Gerät gekühlt werden um sich nicht sich selbst zu scannen und Daten zu fälschen. Eine gleichmäßige Temperatur ist, glaube ich, unerlässlich bei solch einem System. Es werden ja Unterschiede zwischen Temperaturen dargstellt. Wenn also das Gerät nicht ordentlich temperiert war könnte aus den 3 ´Öffnungen´ des Instruments Wärme abgestrahlt worden sein die wiederum in der Kapsel gespiegelt worden sind. Kann es sein das die Kühlung des Gerätes einen ´Wackler´ hatte? Die Schutzkuppel könnte die austretende Wärmestrahlung (Infrarot) rundum gespiegelt haben. "

(1) = Verblüffender Weise hatte auch Günter Dantrimont auf der allgemeinen GWUP-Liste unabhängig davon in ähnliche Bahnen gedacht: "Dabei ist mir sofort aufgefallen, dass ein Teil der Aufnahmen der Lichterscheinungen frappierend an Autoscheinwerfer bei Nacht erinnert - und zwar von einem sich schräg nähernden Auto. Typisch dabei die beiden hellen Lichter oben und die beiden kleineren Reflektionen auf dem Asphalt. Vor allem auch die asymmetrische Form der reflektierten hellen Flecke."

GWUPler Walter Linz machte mich darauf aufmerksam, dass das Thema inzwischen auch das ´Messaging Board" der amerikanischen Firma FLIR-Systems erreichte ( http://www.infraredtraining.com/com... Ein schlauer sowie interessierter Forums-Teilnehmer ("Thermoimagen") hatte hier am 12.Mai nachgefragt, welche Stellungsnahme FLIR hierzu abgeben könne und ob eine Ausrüstungs-Fehlfunktion vorliege. Dies machte natürlich bei mir ein mentales Tor auf und es gab einen "Klick". Da muss man einmal genauer hinschauen, mit welcher Technologie wir es bei der Thermofotografie hier zu tun haben und die wir wohl alle ´kennen´ wenn man z.B. an Einsätze des Bundesgrenzschutz im grenznahen Bereich bei Nacht denkt und man dann mit solchen Systemen in der Dunkelheit zB. illegale Grenzüberschreiter sucht. Technik ist nie wirklich perfekt, schon gar nicht die des Menschen. Sollte ein technisches Problem (vielleicht gar über die Software des eigentlichen computergestützen Digitalsystems mit seinen speziellen CCDs) zu einem "thermischen Falschbild" geführt haben? Dies wäre ein neues Phänomen für unser Thema und ein Punkt, der im Gesamtzusammenhang dieses Vorfalls auch einmal intensiver zu beachten war. Entsprechende Anfragen richtete ich am Samstag, den 15.Mai 04, an die Firmen FLIR-Deutschland und Thermography. Parallel einher schickte ich diesbezügliche Anfragen an den NATO-Stützpunkt Geilenkirchen (wo die AWACS stationiert sind) und an die Fliegerstaffeln des Bundesgrenzschutz sowie an die Militärflugzeug-Fachredaktion der Zeitschrift "Flug Revue".

Kommen wir nun zum ´Forward Looking Infrared System´ der Firma FLIR Systems, dem globalen Führer für Infrarot-Kamera-Technologie - die übrigens auch in der Astronomie eingesetzt wird. Dies wird vielleicht interessant für Sie. Wir beziehen uns hier auf Material der deutschen Internet-Vertretung der Firma unter http://www.flirthermography.de/

Zunächst zur Geschichte der Infrarotstrahlung: Der Astronom Friedrich Wilhelm (Sir William) Herschel entdeckte im Jahr 1800 die infrarote Strahlung. Da er seine Teleskope selbst baute, war er mit optischen Komponenten wie Linsen und Spiegeln bestens vertraut. Herschel wusste, dass das Sonnenlicht alle Farben des Spektrums enthält und zudem eine Wärmequelle ist, und wollte nun herausfinden, welche Farben für die Erwärmung von Objekten verantwortlich sind. Dazu ersann er ein Experiment, in dem er ein Prisma, Pappe und Thermometer mit geschwärzten Kolben verwendete, um die den verschiedenen Farben entsprechenden Temperaturen zu messen. Herschel beobachtete in seinem Experiment einen Anstieg der Temperatur, wenn er das Thermometer vom violetten in den roten Bereich des Farbspektrums bewegte, das er durch die Aufspaltung des Sonnenlichts mit einem Prisma erzeugt hatte. Dabei stellte er fest, dass die höchste Temperatur jenseits des roten Farbbereichs gemessen wurde - die Strahlung, die diese Erwärmung verursachte, war nicht sichtbar. Herschel bezeichnete diese unsichtbare Strahlung damals als "calorific rays" (Wärmestrahlen). Heute kennen wir sie als Infrarotstrahlung.

Thermografie - Theorie: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Thermografie ist die Sichtbarmachung und Messung der von einem Objekt abgestrahlten thermischen Energie mit Hilfe einer Kamera. Thermische oder infrarote Energie ist Licht mit einer Wellenlänge, welche zu groß ist, um vom menschlichen Auge wahrgenommen zu werden. Diese Energie ist derjenige Abschnitt des elektromagnetischen Spektrums, welchen wir als Wärme wahrnehmen. Im Gegensatz zu sichtbarem Licht strahlt in der Welt des Infraroten jedes Objekt, dessen Temperatur über dem absoluten Nullpunkt liegt, Wärme ab. Daher geht sogar von sehr kalten Objekten wie z. B. Eiswürfeln infrarote Strahlung aus. Je höher die Temperatur eines Objekts ist, desto intensiver ist die von ihm abgegebene Infrarotstrahlung. Im Infraroten können wir Dinge erkennen, die sonst für unsere Augen nicht sichtbar sind. Infrarotkameras erzeugen Bilder der unsichtbaren Infrarot- bzw. Wärmestrahlung und ermöglichen damit präzise berührungslose Temperaturmessungen. Fast jede technische Komponente wird heiß, bevor sie ausfällt. Infrarotkameras zeigen diese Probleme frühzeitig und werden dadurch zu einem extrem kosteneffizienten und wertvollen Instrument, das in den verschiedensten Anwendungsfällen zum Einsatz kommen kann. Eine Infrarotkamera ist ein System, das die Infrarotenergie (Wärme) eines Objekts berührungslos detektiert und in elektronische Signale umwandelt. Diese können anschließend zu Videobildern aufbereitet und zu Temperaturberechnungen verwendet werden.Die in den meisten Infrarotkameras von FLIR Systems vorhandene digitale Bildspeicherung erzeugt kalibrierte Wärmebilder mit mehr als 78.000 einzelnen Temperaturmesswerten, die jederzeit mit den Infrarot-Softwareprodukten von FLIR Systems auf einem standardmäßigen PC analysiert werden können.

Eßer schlug vor, den Fall einmal der Firma FLIR Systems vorzustellen; seltsamer Weise erreichte mich an André Knöffel über Wetterzentrale.De (wo ich das Thema vorgestellt hatte und binnen 10 Stunden ein Spitzenwert von 242 Abrufen damit erfuhr; ähnlich auch bei Astronomie.De und Astrotreff.De - auch beim letzteren sorgte das Thema mit 245 Abrufen sofort für allergrößtes Interesse, selbst hier war also das Thema für den Tag zumindest ´In´) parallel mit der selben Idee und lieferte mir auch gleich die eMail-Anschrift von Georg Dittié von der URL "Thermografie" mit, der als Hobby zudem Videoastronomie betreibt. Ihn schrieb ich auch sofort an, nachdem ich von seiner Website weitere interessante Informationen entnehmen konnte, die eben die Thermografie bzw Thermofotografie betreffen. Auf der Hompage von Dittié fanden sich derweilen interessante, weitere Ausführungen rund um das Thema Thermografie:

Um einen Blick in die infrarote Welt zu tun, brauchen wir spezielle Kameras. Diese Kameras basieren auf besonderen Sensoren, die für inrarotes Licht empfindlich sind, vergleichbar mit Videokameras, nur eben für wesentlich größere Wellenlängen. Die Alchemisten der Halbleiterindustie haben heraus gefunden, daß CCD´s und Dioden aus dem Material HgCdTe (QuecksilberCadmiumTellurid) am besten im gewünschten Infrarotbereich funktionieren. Diese Technik ist ein bißchen aufwendig, denn der Sensor strahlt ja auch wie alle anderen warmen Gegenstände auch. Wir müssen ihn also weit unter die Umgebungstemperatur abkühlen, um zu vermeiden, daß wir uns selber blenden. Sehr gut dazu eignet sich flüssiger Stickstoff. Das Bild wird durch zwei Scannerspiegel vor dem Objektiv erzeugt. Der horizontale Scannerspiegel vibriert mit 270 Hertz um seine senkrechte Achse, während der vertikale Scannerspiegel sich in 0.8 Sekunden auf und ab bewegt. Der große Vorteil dieser Technik ist die Kombination aus einem richtigen Bild und einer Temperaturinformation für jeden Bildpunkt. Das nennt man Thermografie.

Zunächst ist eine Thermografiekamera nichts anderes als eine elektronische Kamera wie jede andere auch. Sie gehorcht denselben Gesetzen, die auch im sichtbaren Licht gelten. Zu einer Aufnahme gehört: Das Objekt muß auf geradem Wege sichtbar sein. Was man nicht mit den Augen sieht, kann auch nicht thermografiert werden. Die Kamera muß scharfgestellt werden. Je nachdem wie groß das Objekt ist, muß gezoomt werden. Je nach Temperatur des Objekts muß die Spreizung und die Mittentemperatur der Kamera eingestellt werden. Hier ist allerdings ein Unterschied zur normalen Fotografie: Da das ganze Signal aufgezeichnet wird, kann das Bild ohne jeden Informationsverlust später nach Belieben umskaliert werden. Eine Wärmebildkamera nach dem Scannerprinzip ist ein Gerät, dass das Thermogramm mittels eines einzigen Sensors erzeugt. Dazu wird das Bildmotiv mit zwei Schwenkspiegeln horizontal und vertikal abgetastet, entsteht also mechanisch. Der große Vorteil einer Scannerkamera ist die exzellente Bildqualität, die von keinem anderen Prinzip mehr überboten werden kann, denn hier ist das Rauschen am geringsten und es gibt keinerlei Schwankungen in der Empfindlichkeit. Wenn Präzisionsmessungen oder ganz schwache Temperaturunterschiede gefragt sind, ist eine Scannerkamera die erste Wahl. Der Nachteil ist, daß die Bildaufnahme wegen der hohen Beschleunigungen der Scannerspiegel vergleichsweise langsam geschieht. Etwa alle 0,8 Sekunden entsteht ein Bild. Aufgrund der Spiegelbewegung erscheinen schnell bewegte Objekte mehr oder minder verzerrt. Unter Echtzeit-Thermografie versteht man Wärmebildaufnahmen in der normalen Videofrequenz, also 25 Bilder pro Sekunde. Das erreicht man mit Kameras, die spezielle Flächensensoren für das thermische IR benutzen. Vorteil der Focal-Plane-Arrays (FPA), also der Kameras mit Flächensensor ist ihre Aufnahmegeschwindigkeit und ihre sehr kompakte Bauform, die ohne schnell bewegte Bauteile auskommt. Überall, wo schnell bewegte Objekte oder wo von bewegten Standpunkten (Flugzeug) gearbeitet werden muß, sind sie erste Wahl. Ihr Nachteil ist die nicht so hohe Bildqualität und der höhere Preis, der sich dann auch auf die Kosten der Dienstleistung auswirkt. FPAs mit sehr hoher Bildqualität können das vierfache von Scannerkameras kosten. Dazu kommt, daß die Optik wesentlich komplexer ist. Wenn man zur Wärmebildkamera unter freiem Himmel greift, dann darf die abgebildete Stelle nicht von der Sonne beschienen werden. Am besten sollte vollständige Bewölkung herrschen, zumindest muß das Aufnahmeobjekt im tiefen Schatten liegen.

Ist es möglich, IR-Bilder aus Flugzeugen oder Hubschraubern zu machen? Das funktioniert sogar sehr gut! Aufgrund der Vogelperspektive bewegt sich die Landschaft so langsam, daß luftgestützte Thermografie sogar mit Scannerkameras kein Problem ist. Es gibt es zwei Möglichkeiten, sehr große Bildfelder zu realisieren: a) das Zusammensetzen im Nachhinein von Thermogrammserien zu einem Panorama oder b) die Verwendung einer konvexen Spiegeloptik vor der Kamera, die in einem einzigen Thermogramm eine Fisheye-Perspektive zuläßt. Vorteil ist der geringe Speicher- und Auswertungsaufwand, so dass sich diese Aufnahmemethode sehr zu Serienaufnahmen eignet. Nachteil ist die geringe Auflösung und das Spiegelbild der Thermokamera im Bild. Da gibt es eine ganz andere Schwierigkeit: Fenster aus Acryl oder Glas sind für thermisches Infrarot nicht durchsichtig, deswegen verwendet man Kunststoff dafür. Sie müssen den Boden des Luftfahrtzeugs umbauen oder einfach eine Tür oder Luke öffnen. Oder ´einfach´ wie bei haushaltsüblichen Infrarot-Bewegungsdektoren der Einbruchs-Sicherungstechnik aus dem Baumarkt einen so genannten bei jedem Wetter verwendbaren, also wasserdichten, "anti-masking"-Abdeckschutz aus Kunststoffmaterial einsetzen - übrigens sind schon solche Heimsysteme "Fremdlicht-sicher" ausgelegt und besitzen kleine Parameter-Sensoren um z.B. bei Katzen auf dem Weg nicht anzusprechen um Alarm auzulösen. Die billigen Bewegungsmelder haben aber mit echten Infrarotkameras technisch gesehen praktisch nichts gemeinsam. FLIRs dagegen haben echte Quantendetektoren eingebaut und zwar entweder als Detektorzeile oder Detektormatrix. Diese werten immerhin ca. 50% bis 70% der einfallenden Photonen des jeweils spezifischen Wellenlängenbereichs aus. Je nach Typ des Systems (und Wellenlänge) werden die Optiken und Fenster aus mehr oder weniger exotischen Materialien hergestellt. u.a. Germanium, Saphir, ZnS (Zinksulfid)... Allerdings ist die Interpretation von Wärmebildern eher eine Aufgabe für den geübten Fachmann! Die Software von Microsoft erleichtert die Arbeit "in vertrauter Umgebung" bei Infrarot-Inspektionen Die Analyse der Aufnahmen basiert auf Parametern des Programms für den jeweiligen Einsatzzweck! Ein spezielle Software ist nicht nötig. Es gibt Meßobjekte, die sich nicht so ohne weiteres abbilden lassen, weil sie zu groß sind, zu weit weg sind, schräg zur Blickrichtung angeordnet sind oder gar keine Flächen, sondern Rundungen haben. Thermografiekameras sind kostspielig. Wirklich gute Geräte kosten in einem Systempreis ab 37500 Euro. Echte Flächenkameras sind bei der gleichen Bildqualität noch drei- bis viermal teurer.

Was haben wir hieraus gelernt? Wichtige Punkte betreffs dem mexikanischen Fall sind, wobei man sich nicht nur an die Filmaufnahmen erinnern sollte, sondern auch auch den besc hriebenen Vorfall als solchen:

+ Was man NICHT mit den Augen sieht, kann auch NICHT thermografiert werden! (In unserem Fall wurde tatsächlich überhaupt nichts gesehen.)

+ Wenn man zur Wärmebildkamera unter freiem Himmel greift, dann darf die abgebildete Stelle nicht von der Sonne beschienen werden. Am besten sollte vollständige Bewölkung herrschen, zumindest muß das Aufnahmeobjekt im tiefen Schatten liegen. (Die Witterungsbedingungen an diesem späten Nachmittag waren schön zu nennen, es gab also wirklichen Sonnenschein und die "Kugeln" erscheinen am bloßem Himmel. Infrarot-Instrumente arbeiten am Besten in der absoluten Dunkelheit.)

+ Panoramasicht. Die Verwendung einer konvexen Spiegeloptik vor der Kamera, die in einem einzigen Thermogramm eine Fisheye-Perspektive zuläßt. Nachteil ist die geringe Auflösung und das Spiegelbild der Thermokamera im Bild.

+ Die Interpretation von Wärmebildern ist eher eine Aufgabe für den geübten Fachmann -(wenn er vorher in seinem Leben schon Erfahrungen ob der angepeilten Objekte sammelte, was aber im speziellen Fall ja nicht gegeben sein konnte).

+ Die Interpretation läuft aber durch die Elektronik mit dem angehämgten Computer und seinem Programm mit festen und "vertrauten" Parametern, d.h. entsprechend also auch einer Liste aller bekannten Objekte auf die man sich bei einer Aufklärungsmission grundsätzlich einstellen muss - reine Wärmebild-"UFOs" dürften kaum dazu gehören und dementsprechend nicht definiert sein. Zur Software gehört damit auch ein aktives Movie-Bildbearbeitenprogramm jenseits der Kamera-Möglichkeiten mit Zoom und Fokusierung. Hier kann sich aber ein Problem aufsummieren.

+ Es gibt Meßobjekte, die sich nicht so ohne weiteres abbilden lassen, weil sie zu groß sind, zu weit weg sind, schräg zur Blickrichtung angeordnet sind oder gar keine Flächen, sondern Rundungen haben. (Angeblich sollen die Objekte so groß wie ein 15.stöckiges Haus gewesen sein, etwa drei Meilen entfernt und wie zu sehen kugelrund.)

Und als wenn dies noch nicht ausreichte, langsam ernsthafte Zweifel zu bekommen, meldete sich auch noch Brad Sparks auf der Projekt 1947-Liste, dem auf den Einzelbildern der Wärmekamera-Videos aufgefallen war, dass merkwürdiger Weise alle Werte der IR-Quellen (UFOs) UNTER den künstlichen Horizont bedingt durch die eigene Flughöhe der Merlin gesetzt sind. Auf keinem Einzelbild fand er den Wert der Objekte in Bezug zum Flugzeug auf gleicher Ebene (oder gar höher), sondern alle Ziele waren so zwischen -30 und -90 Grad (wäre ja direkt unter der Merlin) angesetzt, so als es flögen sie "tief" unter dem Flugzeug in 3.500 m Höhe und damit fast schon über Land. Gut, das macht ja auch Sinn, wenn man weiß dass die Kamera unterhalb des Flugzeugs an einem Flügel angebracht ist um von da aus nach unten zu spechteln, dies gehört auch zu den Spezifikationen der Ausrüstung. Auf gleicher Höhe flogen sie jedenfalls nicht. Und der wichtige Umstand, dass die Erscheinungen aus dem Blauen heraus plötzlich erschienen und nicht ordentlich herbeigeflogen kamen macht die Sache auch nicht gerade ´scharf´. Niemand will es wundern, wenn direktbetroffene Zeugen und Publikum dies wahrhaft "für seltsam" halten. Strukturierte Objekte, wie man sie bei bei Infrarot-Wärmekamera-Systemen her kennt (also z.B. im Wärmebild einen Menschen, einen PKW oder ein Flugzeug als solches in seiner Dreidimensionalität sieht - was auch Sinn und Zweck des System ist, nicht nur im Nahbereich sondern auch in der Distanz, so wird das FLIR-System mit Weitwinkelobjektiven z.B. auch als Feldüberwachung in Kriegszonen oder rund um sicherheitsgefährteten Anlagen eingesetzt), gab es hier aber nicht - einfach nur mehr oder minder intensive "Kugeln" oder runde Flecken in zwei Dimensionen (1). Dies war auch der Punkt, warum der FLIR-Operator an Bord der mexikanischen Drogenschmuggler-Aufklärungsmaschine verwundert war. Normaler Weise heben sich Fahrzeuge wegen ihrer unterschiedlichen Wärmeentwicklung über Körper und Fläche deutlich strukturiert in 3 Dimensionen ab, da haben wir es wieder - und dies ist genau NICHT die Erfahrung des Mannes am aktuellen Instruments. Er hatte noch nie zuvor soetwas wahrgenommen, etwas was vollständig und kugelrunde eine Wärmequelle war. Und er schloß aus, dass das System FLIR irgendwas anderes als die Wirklichkeit zeigt, anders kannte er es nicht. Doch welches von Menschen gebaute technische System ist wirklich einwandfrei?

(1) = Lt.German Ramirez Marin, Radar-Operateur: "...the FLIR infrared camera operator detected a target without a shape, just a shine."

Zum reinen Wärmebildscanner zählt im Systemkopf integriert übrigens ein "Laser Rangefinder", der einen Laserstrahl ausrichtet und bis zu 20 km Reichweite hat (und selbst in Mehrzwecks-Kampfflugzeugen wie der F-16 oder dem Tarnkappen-Jäger F-117 Verwendung findet, hier sogar mit einem besonderen Feature: einem digitalen Sigalrechner zur "Herausfilterung von Störflecken" weil das Gerät hier Ziele markiert um darauf dann infrarotgelenkte Raketen wie im Irak-Krieg "Wüstensturm" 1991 ´reiten´ zu lassen - die entsprechenden monochromen Nacht-Aufnahmen wie aus einem "Video-Spiel" dazu kennen wir alle (1)) - wie in der Broschüre der Firma zum System in der Anwendung für die Aufklärung ausgewiesen ist. In handlichen Wärmebildkamerasystemen für den industriellen Gebrauch von FLIR sind Laserpointer eingearbeitet. Damit bekommt die ganze Geschichte noch einen zusätzlichen Punkt. Laser werden zur Zielerfassung und Entfernungsmessung eingesetzt. Beim Militär nennt man dies auch "Zielbeleuchter" oder "Objekt-Markierung", wenn z.B. lasergesteuerte "smart bombs" eingesetzt werden um sich auf diesem "pencil-beam" einem ausgesuchten Panzer punktgenau zu nähern. Eine Abwehr dagegen ist nur mit so genannten "Düppeleinsatz"/"Flares" möglich, also aktiven Täusch- und Störmaßnahmen mittels IR-Täuschmittel. Laser sind ja auch fast perfekte Punktlichter und sind deshalb wunderbar immer grob im Focus, was aber passiert mit ihnen wenn sie aufgrund einer Störung in einer Kamerasystemschutzkapsel an deren Innenfläche z.B. ´umherirren´? Auch auf der Project 1947-Liste kam Drew Williamson unabhängig zu einer solchen Einschätzung. Hans-Werner Peiniger verwies auf einen weiteren Punkt, der im Gesamtfeld wichtig ist. Seiner Ansicht nach waren die ursprünglichen Lichter "sehr viel kleiner gewesen" und erst durch die Aufnahme bzw Wiedergabe des bearbeiteten Materials (!) es so ausschaut wie wir es kennen: "Die Infrarot-Technik verstärkt schwache Wärmequellen sehr stark und es kommt hierbei zu Überstrahlungseffekten." Zudem stellte er sich auch vor, das eine nachvollziehbare Erklärungsmöglichkeit für den Ausnahme-Aufnahmen-Fall sich finden könnte. Nach seiner ersten Betrachtung der Aufnahmen wurde er auch sofort an Reflexionen erinnert.

(1) = Der Einsatz der F-117-"Nachtfalke" (!) ist in der Strategie und Taktik genau aus diesem Grunde auf diese Nachtkämpfe ausgerichtet, am Tage funktioniert das Lasersystem eben nur sehr schwer ist aber grundsätzlich möglich wenn spezielle Bodeneinheiten mit leistungsfähigen tragbaren Lasern direkt in der Nähe ein Ziel markieren. So gesehen sind schon die ersten "Laserstrahler" längst im Einsatz! Wären die "miliärischen Kampfflieger-Laser-Pointer" nur viel leistungstärker, bräuchte man die Bomben und Raketen gar nicht mehr und es ginge wie in "Star Wars" zu. Ja, selbst Bomben oder Raketen die ein lasermarkiertes Ziel anfliegen, besitzen Wärmebildkameras um Detailangriffe durch den Bombenschützen zu ermöglichen und Korrekturen noch nach dem Abschuß/Abwurf vorzunehmen. Dies sind jene Irak-Kriegsaufnahmen, wo Kampfmittel auf ein Ziel hinkommen und beim Auftreffen der Bildübermittlungskanal zusammenbricht. Die nächste Generation jener superteuren Waffen benötigt die Kontrollfunktion des FLIR-Systems nicht mehr, sondern fährt auf GPS-Daten eines Satelliten-Netzes ab. Damit ist man völlig wetter- und tagesunabhängig. Alles was aus der Ferne mit Infrarot und Wärmebildkameras zu tun hat braucht gutes Wetter und... Dunkelheit. Es sei mir dennoch ein Wort gestattet: "Intelligente Waffen" führen nicht automatisch zu einem intelligenten Krieg.

Man konnte nur empfehlen die Analyse des Videomaterials nicht unter einem Vergessen des UFO-Berichts durch die Crew der Merlin C26A zu führen. Talayhan sah hier die Möglichkeit, dass das FLIR-System sich aus welchen Gründen auch immer selbst gescannt und dabei gefilmt hat. Jens Lorek erinnerte nochmals daran, was geschah bevor die Erscheinungen sich "auflösten": Major Magdaleno befahl alle Lichter an Bord des Flugzeugs abzuschalten, um zu sehen was dann passiert. Nach einigen Minuten verschwanden dann diese befremdlichen Erscheinungen von den Monitoren der Wärmebildkamera. Das Abschalten von allen Lichtern ist identisch mit dem Vorgang des Ausschaltens von Wärmequellen. Die Abkühlung jener dauert eben etwas. Lorek: "Der enge zeitliche Zusammenhang zwischen dem Ausschalten der Lichter und dem Verschwinden der Erscheinungen legt eine Ursächlichkeit nahe. Auf jeden Fall war das Löschen der Lichter das letzte Ereignis, bevor die ´Objekte´ verschwanden. Weder im Flugzeug noch in der Umgebung noch an den Erscheinungen selbst hat sich zwischen dem Löschen der Lichter und dem Verschwinden der ´Objekte´ irgendetwas getan. Ich denke, dass der Kommander sehr erfahren war und mit Fortdauer des Spuks instinktiv fühlte, dass die Geräte falsch funktionieren (ohne es genauer Begründen zu können, aber er mag hier einen ursächlichen Sachzusammenhang erahnt haben). Daher Magdalenos Entscheidung, das Licht zu löschen - und die ´UFOs´ verschwanden." Tatsächlich ergab eine englische Mitschrift der von Maussan geführten Interviews (so z.B. bei http://www.ufocity.com/modules/news... die ab 18.Mai im Netz kursierte diese Aussage: "I did that perhaps following an instinct, thinking that maybe it could help in some way. As flight commander, I felt I had to take some kind of meassure because the signal I received was that we were being followed and by turning our light off, I was expecting a similar reaction from them. It was an instinct." Da die "Lichter" auf der Wärmebildkamera aber eben doch keine Infrarot- oder Nightvision-Lichter in dem Sinne sind, sondern eigentlich Wärmeabstrahlungen zeigen kann man hier sehen, dass diese Entscheidung aus dem Bauch herausgefällt wurde und scheinbar richtig war. Kommt ja auch im Alltagsleben immer wieder ohne große wissenschaftliche Begründung bei uns allen vor. Die Erscheinungen haben NICHT ihr Licht gelöscht, sondern sie lösten sich mangels Wärmedetektion in Luft auf.

Inzwischen wurde auch ein Gespräch von Maussan mit dem FLIR-System-Vertreter für Mexiko, Herrn Gilberto Rocha, bekannt. Jener hatte aber leider nur besondere Erfahrung in der Anwendung des System in der industriellen Punktnutzung ("My experience with these cameras is completely industrial, we analyse a whole variety of industrial appliances as well as for the electrical industry."). Er hielt die Aufnahmen der Luftwaffenmaschine für "nicht alltäglich", was ja niemand bestreitet. Und er beschreibt was die FLIR-Kamera dort aufnahmen "runde Objekte die rundum Wärme abstrahlen", weswgen sie "keine konventionellen Flugzeuge" sein können. Was ja auch nicht gerade neu ist. Er schloß aus, dass das System einen Fehler machen könne.

Loreks Hypothese formuliert aufgrund der vorausgegangenen intensiven Diskussionen und den erbrachten Fakten: "Die ´Mexiko-UFOs´ beruhen auf einer sich steigernden Fehlfunktion vom Infrarotgerät durch die Lichter des Flugzeugs bzw. deren Wärmestrahlung; deswegen erst ein Objekt, das verschwindet, dann ein Objekt, das bleibt, dann zwei Objekte, dann elf Objekte - und alles endet durch das Abschalten der Lichter." Eßer ergänzte nochmals weiterführend: "Wie schon erwähnt nimmt die Kamera Wärmeunterschiede war. Diese werden dann kalibriert und bestimmten Helligkeitswerten zugeordnet damit man mit bloßem Auge diese Auswerten kann (Monitorbild). Vielleicht ist diese Zuordnung defekt gewesen oder wurde in der Aufregung sowie Hektik falsch bedient. Sagen wir mal diese Spots/Objekte sind einfach keine unnormalen Punkte sondern einfach bekannte Bereiche die zur Kalibration herangezogen werden. Diese sind nach der Kalibration unsichtbar. Einen ähnlichen Effekt kennt ihr bestimmt von alten manuellen Spiegelreflex-Kameras. Da war in der Mitte des Suchers ein Punkt der durch exakte Fokussierung verschwand. Diese Hotspots könnten zum Beispiel einfach auf dem Sensor (CCD) bekannte warme Zonen sein die nach der Kalibrierung einfach ausgeblendet werden. Ein Muster was nur auf den Sensor zutrifft. Ein anderer Sensor hätte ein anderes Muster."

Soweit bleibt es einfach nur eine Hypothese. Die Problematik aber war, den tatsächlichen Mechanismus von kamerainternen Artefakten zu verstehen, dazu bräuchte man Infos über den genauen optischen Aufbau des verwendeten Kamerasystems, sowie ein spezielles Analyseprogramm für optische Systeme (z.B. ASAP) und einen erfahrenen Optikingenieur, der sich sowohl mit IR-Systemen als auch mit ASAP auskennt. Dennoch sahen wir kaum gute Chancen vom Hersteller des FLIRs den optischen Aufbau verraten zu bekommen, denn genau da stecken sein Know-How und sein Firmenwissen drin als Industrie-Geheimnis. Hier geht es also um weit höhere Interessen aus dem industriellen-militärischen Komplex, als um die etwaige Aufklärung eines "UFO-Spuks". Wir sind weit davon entfernt, hier uns als Experten zum Problemkreis dieser Technologie vorstellen zu können. Wir haben nun nur Informationen zusammengetragen und Überlegungen angestellt, die vielleicht weitgehend gar nicht so verkehrt sein mögen. Darauf basierend nehmen wir an, dass da soetwas wie Wärmebildkamera-"Störflecken", wie auch immer entstanden, mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit das auslösende Moment für die Aufzeichnungen im hier aktuellen Fall gewesen sein könnten. Dies ist weitaus wahrscheinlicher sowie begründeter anzunehmen als "Kugelblitze" oder "Wetterballons".

Externe Links

http://www.infraredtraining.com/community/boards/thread/917/).
http://www.flirthermography.de/
http://www.ufocity.com/modules/news/article.php?storyid),
Hypnose NTE/OBE Frankfurt

Views: 8520