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24.07.2002 |
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Ein Insider verrät: So baut man den perfekten KornkreisSeit sechs Jahren ist Sven* als «Ausserirdischer» auf norddeutschen Feldern unterwegs und baut Kornkreise Ein Insider verrät: So baut man den perfekten Kornkreis - VON MARTIN REICHLIN HAMBURG Seit sechs Jahren ist Sven* als «Ausserirdischer» auf norddeutschen Feldern unterwegs und baut Kornkreise. Zum dilettantischen Kreis von Böckten sagt er: «Das machen wir in zehn Minuten.» Svens Kornkreis-Anleitung: 1. Design: Beginnt schon im Winter. Sven: «Form, Grösse und Proportionen müssen stimmen, sonst ist die Ästhetik futsch.» Komplexe Formen entstehen am Computer. 2. Werkzeuge: Bestes Hilfsmittel ist der «Stomper», ein Brett mit einer Schlinge dran. Fuss aufs Brett, Seil in beide Hände, los gehts. Schritt für Schritt wird das Korn flach gedrückt. Sven: «Da brauchts Kondition. Die ersten Kreise im Jahr machen immer Muskelkater.» Weitere Utensilien: ein Seil, um exakt im Kreis gehen zu können, Massband, schwache Taschenlampe. 3. Gruppe bilden: Je nach Projekt ein Chef, ein Fahrer und mehrere «Stampfer». 4. Abläufe besprechen: Jeder Teilnehmer bekommt eine Kopie der Zeichnung und geht seinen Einsatz im Kopf durch, wie ein Abfahrer. Das verhindert Chaos im Feld. 5. Feld aussuchen: Flache Kornfelder, ohne Löcher und Gräben. «Ich liebe Kreise in grüner Gerste», so Sven. «Die sehen toll aus.» Generell auf dünne Halme und dicke Ähren achten. Nicht kurz vor der Ernte ins Feld gehen. Sonst ist das Werk schnell weg. 6. Die Aktion: Sven erzählt: «Das ist der Höhepunkt, ein Abenteuer mit Freunden. Der Fahrer bringt die Gruppe in die Nähe des Feldes, die letzten Meter geht man zu Fuss. Das Feld betritt man hintereinander in einer Traktorspur oder zwischen zwei Saatreihen. Grosse Schritte machen, vorsichtig auftreten, wegen der Spuren. Als Erstes wird das Zentrum bestimmt aber nicht in einer Traktorspur, das ist zu plump. Danach legt man eine Fläche an, gross genug für alle. Dann wird das Seil gespannt, die Distanz gemessen und gestampft. Das ist das totale Naturerlebnis: der Wind, die frische Luft, das Platschen der umgelegten Ähren, der Rhythmus der Schritte. Manchmal beginnen wir dabei zu singen.» Quelle, DK: http://www.blick.ch/PB2G/PB2GA/pb2g... Externe Linkshttp://www.blick.ch/PB2G/PB2GA/pb2ga.htm?snr=34150 |
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